KUKI präsentiert: Sklaven des Rave (2014)

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Berliner_innen! Es beginnt: Das Wochenende des KUKI-Festivals. Noch bis Sonntag läuft das 9. Internationale Kinder- und Jugendkurzfilmfestival Berlin, und Ihr solltet Euch dringend aus dem reichhaltigen Programm Vorstellungen heraussuchen, die zum Alter Eurer Kinder passen, und hingehen! Warum? Weil Kurzfilme gut für Eure Kinder sind. Weil das KUKI Filme auswählt, die schlichtweg fabulös sind. Weil Ihr lachen, weinen und glucksen werdet und überhaupt.

ku9_rgb_de_logo1_bunt-transparent Und wer das nach den KUKI-Filmen aus vergangenen Jahren, die ich in den letzten Wochen gepostet habe, noch nicht glaubt, wird vielleicht mit diesem kleinen Kleinod überzeugt, dem “Rausschmeißer” auf der Eröffnungsfeier letzten Sonntag, der alles zusammenbringt, was ganz kurze Kurzfilme so können: Mit einfachen Mitteln und einer klaren Idee ganz heftige Glücksgefühle auslösen. Slaves of the Rave von William Garratt: Zweieinhalb Minuten Glück. Mit Pups!

Schönes Wochenende! Geht zum KUKI!

KUKI präsentiert: Ernesto (2011)

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Am Sonntag geht es los! Das 9. Internationale Kinder- und Jugendkurzfilmfestival Berlin öffnet seine Türen mit der Eröffnung um 14 Uhr für eine ganze Woche voller Kurzfilme für klein und sehr klein, die für groß aber keineswegs uninteressant oder langweilig sind. Im Gegenteil! Es gibt jede Menge Kleinode zu entdecken. Als Medienpartner des Festivals zeige ich hier im Blog noch bis kommende Woche freitags einen Kurzfilm, der in den vergangenen Jahren auf dem KUKI lief.

ku9_rgb_de_logo1_bunt-transparent Vor drei Jahren lief dort Ernesto von Corinne Ladeinde, eine witzige kleine Meditation übers Dazugehören und Gruppenzwang – Ernesto hat nämlich als einziges Kind noch alle Milchzähne. Und die wollen auch irgendwie nicht raus. Stattdessen wollen sie… singen.

Schönes Wochenende! (Geht zum KUKI!)

KUKI 2016: Programme, Filme, Festival

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Am Sonntag beginnt in Berlin zum neunten Mal das KUKI, das Internationale Kinder- und Jugendkurzfilmfestival – eine Rarität unter den Festivals. Denn dem KUKI kann man sich, und das heißt insbesondere auch: die eigenen Kinder, mit großem Vertrauen und ohne Angst ganz und gar überlassen. Und das nicht, weil die Filme so harmlos wären, dass man keine Herausforderung fürchten müsste, ganz im Gegenteil. Aber was hier für unterschiedliche Altersgruppen ausgewählt wurde, das möchte man sich nicht nur gerne ansehen, es ist auch wirklich anspruchsvolles, spannendes Kurzkino.

ku9_rgb_de_logo1_bunt-transparent Ich lobpreise das Festival hier nicht etwa deshalb, weil dieses Blog hier in diesem Jahr als Medienpartner auftauchen darf; sondern ich habe mich auf diese Partnerschaft (deren Kern der Austausch von Arbeit und Nettigkeiten ist) im Vertrauen auf die Qualität der Filme eingelassen. Und von allen Filmen, die ich vorab habe sehen können, fand ich dann auch nur einen einzigen wirklich, pardon, fad.

Aber wer das überprüfen mag: Die Vorstellungen des Festivals (nach Altersgruppen gestaffelte Programme mit jeweils mehreren Kurzfilmen) finden bis auf wenige Ausnahmen im Filmtheater am Friedrichshain statt – eine praktische Übersicht nach Tagen gibt es hier. Der Eintrittspreis beträgt im FaF je Programmreihe sehr wohlfeile 3 Euro pro Person. Alle Filme werden in Originalsprache gezeigt, die nicht deutschsprachigen Kinderprogramme werden dabei von professionellen Sprechern live während des Films auf Deutsch eingesprochen. Die Jugendprogramme haben deutsche Untertitel, die Sprachprogramme für Jugendliche (in Englisch, Französisch und Spanisch) laufen im Original mit originalsprachigen Untertiteln.

Und für einen genaueren Einblick hier noch Anmerkungen zu einigen der Filme (in jedem Programm laufen noch wesentlich mehr Kurzfilme), jeweils nach Altersgruppen/Programmreihen sortiert:

Programm für Kitakinder (ab 4 Jahren)

Hier sind naturgemäß eher sehr kurze, klare Filme anzutreffen – gerne mit Tieren. Und gerne Animationsfilme. Diese beiden Beispiele vereinen das, was gute (Klein-)Kinderkurzfilme ausmacht: eine einfache Geschichte, auf ihren Kern reduziert und sofort verständlich, und mit klarer Animation in Bewegung versetzt.

Im deutschen Beitrag Bat Time (Regie: Elena Walf) sucht eine Fledermaus verzweifelt nach Spielgefährten – aber nachts, wenn sie wach ist, schlafen alle Tiere… Natalia Chernysheva, die vor einigen Jahren mit dem wunderbaren Kurzfilm Schneeflocke schon auf dem KUKI zu Gast war, zeigt in diesem Jahr Pautinka über die seltsame Freundschaft einer alten Dame mit einer Spinne.

Filme ab 6 Jahren

Über den sehr großartigen Chika, die Hündin im Ghetto von Sandra Schießl hatte ich schon vor ein paar Wochen in meiner Kolumne über den Holocaust im Kinderfilm kurz etwas geschrieben und mich im Podcast mit der KUKI-Leiterin auch darüber unterhalten.

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Der Kurzfilm bricht mit sehr einfachen Mitteln ein sehr schweres Thema auf die Kinderperspektive herunter – und lässt dabei die eigentlichen Schrecken nicht außen vor, nur gerade so weit außer Sichtweite, dass man es spürt, als Erwachsener auch sieht. Die Verfolgung greift als Motiv bis in die zur Animation verwendeten Materialien ein – ein kleines Meisterwerk und Lehrstück zugleich.

Viel leichter kommt dagegen in dieser Sektion Le dragon et la musique daher, ein Schweizer Film über, nun ja, einen Drachen und die Musik. Aber ganz so einfach ist es auch wieder nicht, weil es eben auch um Konformismus geht, vielleicht sogar Militarismus, um’s eigene Herz und natürlich die Frage, ob man vor Drachen eigentlich Angst haben muss.

Filme ab 8 Jahren

In dieser Sektion wird auch noch einmal Pautinka gezeigt – der geht für fast jedes Alter -, aber auch schon anspruchsvollere, auch längere Kost wie z.B. Mindenki (Sing) von Kristof Deak aus Ungarn. Das ist schon ein kleiner Spielfilm im vertrauten Milieu einer Schule: Zsofi ist neu und möchte gern im Chor mitsingen, der sich gerade auf einen Wettbewerb vorbereitet. Das läuft allerdings anders, als sie es erwartet hat.

Filme ab 10 Jahren

Sehr ambivalente Gefühle hat bei mir Operation Commando von Jan Czarlewski hervorgerufen – und auch bei meinen Kindern. Zwei Brüder fahren gemeinsam in ein Camp, am ersten Tag werden sie gleich in zwei unterschiedliche Teams aufgeteilt, die sich gegenseitig einen Schatz abluchsen sollen – was macht das mit den Geschwistern, die ohne einander eigentlich nicht können? Der Film zeigt Gruppendynamiken und Konflikte, ohne das wirklich aufzulösen und sorgt damit garantiert für Diskussionen – und das ist dann ja wieder, ganz unambivalent, erstmal eine gute Sache.

Dagegen kommt Minoule zunächst scheinbar harmlos daher. Eine Katze will an den Vogel im Käfig heran und klettert und klettert an Häusern herum. Eine tolle Mischanimation aus Zeichentrick und Realfilm, mit Musik unterlegt und Twist am Schluss. Mit vielleicht einem Hauch tierischer Grausamkeit darin.

Umweltprogramm für Kinder ab 8 Jahren

Abschied ist der einzige Film, mit dem ich nicht wirklich etwas anfangen konnte, vielleicht weil er sein Thema – das Verschwinden einzelner Tierarten, Ausrottung, abnehmende Vielfalt – zwar sehr schön mit dem Bild eines vielstimmigen Orchesters illustriert, das dann aber ohne Ecken, Kanten oder Abweichungen einfach nur durchdekliniert. Schöne Idee, wird aber schnell langweilig.

Was man dagegen viel zu wenig sieht: Dokumentarfilme für Kinder. Frank Feustle begleitet in Lotumi und der rote Tanz zwei Jungs, die unbedingt Krieger werden wollen und dafür erst einmal mit den erwachsenen Männern Tiere hüten müssen – kriegerisch ist daran wenig, gelernt wird viel und gewachsen vor allem innerlich. Ein erfrischend nüchterner, freundlicher Blick auf eine Welt, die unserer vielleicht nur geographisch wirklich fern ist.

Und für solche Blicke, kurz, fokussiert und prägnant ist das KUKI immer wieder gut.

(Fotos: KUKI)

KUKI präsentiert: Fuga Animada (2013)

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Als Medienpartner des KUKI-Festivals (9. Internationales Kinder- und Jugendkurzfilmfestival Berlin, 13.-20. November 2016), zeige ich hier im Blog bis zum Festivalende jeden Freitag als Kurzfilm zum Wochenende einen der Filme, die das KUKI in den vergangenen Jahren bereits gezeigt hat.

ku9_rgb_de_logo1_bunt-transparent Der Brasilianer Augusto Bicalho Roque war 2013 mit Fuga Animada auf dem Festival zu Gast. Seine Stop-Motion-Geschichte verbindet real Bilder vor allem mit gezeichneter Animation und nimmt ein uraltes künstlerisches Thema auf: Der Kampf zwischen einer Künstlerin und ihrer Kreation.

Wer hat das Sagen? In Ästhetik und Figuren bezieht sich Fuga Animada – die Älteren werden es erkennen – natürlich auch auf La Linea, die Zeichentrickfigur des italienischen Cartoonisten Osvaldo Cavandoli, die früher immer wieder in kleinen Pausen im Fernsehen zu finden war.

Schönes Wochenende!

Podcast: Über Kurzfilme im Allgemeinen, das KUKI-Festival im Besonderen

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Nachdem ich vor einiger Zeit mich in meinem allgemeinen Filmblog mal am podcasten versucht hatte (ich sehe gerade – das ist über fünf Jahre her!) und vor einiger Zeit bei Kontroversum zu Besuch war, habe ich nun im Gespräch mit Christian vom Second Unit-Podcast nochmal richtig Blut geleckt.

ku9_rgb_de_logo1_bunt-transparent Und habe deshalb dieser Tage mein Aufnahmegerät zum Büro des KUKI-Festivals getragen, um mit der künstlerischen Leiterin Monica Koshka-Stein über das Kinderkurzfilm-Festival zu sprechen, über Kurzfilme für Kinder allgemein, den KUKI-Kurzfilm Chika die Hünding im Ghetto (Bild oben) und vieles mehr.

Hier könnt Ihr Euch das Gespräch anhören.

Das Kinderfilmblog ist Medienpartner des KUKI-Festivals.

(Foto: KUKI-Festival)

Kinderfilmpodcast #001: Interview mit Monica Koshka-Stein vom KUKI-Festival

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Mein erster Podcast-Versuch fürs Kinderfilmblog! Und natürlich verspreche ich mich schon in den ersten zehn Sprechsekunden. Und technische Probleme hatte ich auch, meine Güte!

ku9_rgb_de_logo1_bunt-transparent Was toll ist: meine Gesprächspartnerin. Monica Koshka-Stein (oben (ach!) rechts im Bild) ist künstlerische Leiterin des KUKI-Festivals, das am 13. November in Berlin startet. Wir haben uns über das Festival unterhalten, darüber, wie das KUKI Filme findet und auswählt, was Kurzfilme so können und sollen – und noch so einiges mehr.

Worüber wir gesprochen haben/”Shownotes”:

avatar Rochus Wolff Paypal.me Icon Amazon Wishlist Icon
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Intro- und Outro-Musik: Urbana-Metronica (wooh-yeah mix) by spinningmerkaba (c) copyright 2011 Licensed under a Creative Commons Attribution (3.0) license. Ft: Morusque, Jeris, CSoul, Alex Beroza

(Foto: KUKI)