Interviews: Rico, Oskar und die Tieferschatten

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Heute startet der sehr großartige Kinderfilm Rico, Oskar und die Tieferschatten in den deutschen Kinos (eine ausführliche Lobpreisung habe ich ja bereits geschrieben), Neele Leana Vollmars Verfilmung des nicht minder wunderbaren Kinderbuchs (amazon) von Andreas Steinhöfel.

Vorab habe ich die Möglichkeit gehabt, Andreas Steinhöfel, die Regisseurin Neele Leana Vollmar sowie die Hauptdarsteller_innen Anton Petzold, Juri Winkler und Karoline Herfurth in Berlin zum Interview zu treffen – wir haben übers Berlinern gesprochen, über ihre Lieblingsszenen im Film und darüber, ob man den Film schon kleinen Kindern zumuten kann, darf oder vielleicht sogar sollte. Und natürlich über ihre Lieblingskinderfilme.

Viel Vergnügen!

(Seid gnädig mit mir, es ist mein erstes selbstgeschnittenes Video. Und viele Dinge, die in den Interviews zur Sprache kamen, mussten jetzt wegfallen, weil ich keine Zeit mehr hatte, noch mehr Material einzubinden. Ich hoffe, es gefällt Euch trotzdem!)

(Foto: 20th Century Fox)

Rico, Oskar und die Tieferschatten (2014)

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Rico ist ein tiefbegabtes Kind – so nennt er sich selbst, weil er sich nicht immer alles so gut merken kann und in seinem Kopf die Gedanken manchmal wie Bingokugeln hin- und herrollen. Aufgeweckt und selbstbewusst ist er glücklicherweise dennoch, trotzdem ist es ein wunderbarer Zufall, der ihn mit Oskar zusammenführt – denn Oskar ist weniger mutig als Rico, dafür aber hochbegabt und kann unter anderem die ersten hundertzehn Primzahlen auswendig aufsagen.

kifife_logo_2014_posEs sind also zwei klassisch gegensätzliche Kinder, die in Andreas Steinhöfels Kinderbuch Rico, Oskar und die Tieferschatten (amazon) aufeinander stoßen – und, wie sich später herausstellt, dies gar nicht so zufällig tun, wie Rico ursprünglich denkt. Aber da ist aus der Geschichte einer seltsamen Freundschaft, erzählt aus den Tagebuchaufzeichnungen Ricos, schon längst zu einer Art Berlinroman für Kinder und einer handfesten Kriminalgeschichte geworden.

Steinhöfel wurde für Rico, Oskar und die Tieferschatten zurecht mit Preisen überschüttet – das Buch ist witzig, einfühlsam, spannend und authentisch. Nicht zuletzt scheint immer wieder durch, dass der Autor selbst zwanzig Jahre lang in der Kreuzberger Dieffenbachstraße gelebt hat, in der auch Rico sein zuhause hat. Und natürlich bedeutet das, dass auch über eine Verfilmung nachgedacht wurde (andere Bücher von Steinhöfel wie Es ist ein Elch entsprungen hat dieses Schicksal bereits ereilt). Im Fall von Rico, Oskar und die Tieferschatten ist daraus ein seltener Glücksfall geworden, der bislang beste deutsche Kinderfilm des Jahres. „Rico, Oskar und die Tieferschatten (2014)“ weiterlesen