Die drei besten Kinderfilme aller Zeiten

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Das ist natürlich ein hyperbolischer Titel, der so auch nicht stimmt; aber wenn man Abschied nimmt von etwas (wie ich vergangene Woche nach zwei Jahren von meiner Kolumne “Familientipp zum Wochenende” auf filmstarts.de), dann darf man schonmal etwas dramatisieren. Und es schadet natürlich auch nicht, zu diesem Anlass auch noch drei Filme anzupreisen, die vorher in der Kolumne noch keinen Platz gefunden hatten, aber eindeutig angepriesen und empfohlen werden sollten. Tipps halt.

Ach, und die Jahreszeit passt ja auch. Oder, wie es Herr Buddenbohm schrieb:

Da ist es, wenn man die Empfehlungen auch als Geschenkvorschläge verstehen möchte, vielleicht keineswegs zufällig, dass von den drei Filme, die ich auf filmstarts.de vorstelle, zwei sich auch schon unter meinen (hoffentlich und anscheinend recht zeitlosen) vorweihnachtlichen Geschenkvorschlägen, die ich vor drei Jahren hier zusammengestellt hatte.

Der einzige, der damals noch fehlte, war Horton hört ein Hu, den ich wahrscheinlich schlichtweg noch nicht kannte, sondern erst irgendwann im Lauf der letzten zwei Jahre oder so gesehen habe. Was für ein großartiger Film! Irgendwie natürlich ein recht gewöhnlicher Animationsfilm aus dem Computer, aber er atmet doch, durch alle Modernisierungen hindurch, sehr den Geist von Dr. Seuss, auf dessen Erzählung Horton hears a Who das Ganze beruht. Und wenn man nur minimal an der Oberfläche dessen kratzt, was der Film so über die nur vermeintlich schlichte Handlung (voll tauglich für Kinder ab 5 Jahren) an Bedeutungen trägt und um sich schleudert, dann sieht man auch sofort, wie politisch der Film letztlich ist.

Das gilt natürlich gleichermaßen für Ernest et Célestine, den ich hier schon wiederholt gepriesen und gelobt habe, man kann das auch eigentlich nicht genug tun. Vordergründig wieder sehr einfach: Ernest, Bär, und Célestine, Maus, freunden sich an. Das darf aber eigentlich nicht sein, weil Bären und Mäuse nicht nur in strenger Trennung voneinander, sondern auch in großer Angst voreinander leben. Und so wird aus einer Zufallsbekanntschaft (mehr aus Notwendigkeit zunächst denn aus Zuneigung) ganz schnell sozialer Sprengstoff, der auch reichlich Action auf die Leinwand bringt – allerdings in zurückhaltenden, sanften Zeichnungen. Ein Glück und ein Kleinod des europäischen Animationskinos (ab 6 Jahren).

Zum Abschluss dann noch ein Film für die etwas älteren Kinder: Flottes Actionkino mit Sequenzen, bei dem sich die Fingernägel vor den Zähnen in Acht nehmen sollten. Kletter-Ida ist hierzulande leider ziemlich unbekannt, aber ganz und gar zu Unrecht. Ohne großen Schnickschnack und ohne wilde Effekte geht es hier ums Ganze: Ida und ihre zwei Freunde müssen eine Bank ausrauben, damit sie die Operation für Idas schwerkranken Vater bezahlen können. Nur leider müssen sie am Abend des Bankraubs auf Idas kleinen Babybruder aufpassen… Es geht rasant zu, witzig und ein bisschen romantisch, alles sehr dänisch-direkt, nie peinlich und, na klar, mit Happy End. Hach! (Empfohlen ab 8 Jahren.)

So. Und wem das alles noch nicht genug Vorschläge sind: hier gibt es noch mehr, die besten Kinderfilme überhaupt (bestimmt)!

(Foto: Ascot Elite)