Von Kindern und Monstern

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Ich weiß nicht mehr genau, wie alt ich war, als ich mit meinen Eltern und Geschwistern Tanz der Vampire gesehen habe. Wir waren jedenfalls noch nicht alle alt genug, denn der Familiensage nach konnte zumindest eines der Kinder anschließend monatelang nicht allein auf Toilette gehen. Zu eindrücklich waren die Vampire doch gewesen, auch zu bedrohlich – und der Humor dahinter war für unsere Kinderaugen noch nicht so recht zu erkennen.

Graf von Krolock, sein Sohn und ihre Abendgesellschaft prägten damit auf lange Jahre, wie ich mir Vampire vorstellte; immerhin waren das konkretere Bilder als die Ideen von mordenden Mumien, die sich im zarten Alter von neun Jahren nach Hören eines Gruselhörspiels in meinem Kopf festgesetzt hatten.

Das war es dann damals auch schon. Mit weniger Fernsehprogrammen und ohne Videorekorder waren mir seinerzeit auch Programme wie Die Munsters verschlossen, sie waren schlichtweg unbekannt. Vielleicht haben die Kinder von heute es da ein wenig besser, weil man für sie eine sanfte Heranführung an die Monstren gewissermaßen handverlesen zusammenstellen kann. Beziehungsweise: Das machen sie schon selbst, wenn sich die Eltern nicht kümmern.

Meine womöglich geringfügig unsortierten Gedanken zu Monster-Kinderfilmen oder Kinder-Monsterfilmen habe ich für meine Kinderfilmkolumne “Sitzplatzerhöhung” auf kino-zeit.de aufgeschrieben.

(Foto: Disney)

Verlosung: Wolfblood – Staffel 2

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Die mehrfach ausgezeichnete Werwolf-Fernsehserie Wolfblood geht in eine zweite Staffel – die DVDs und Blu-rays sind frisch bei Ascot Elite erschienen.

Maddy und Rhydian sehen aus wie normale Teenager, aber sie sind etwas Besonderes: Wolfsblüter. Sie vereinen die Kraft und die Wildheit eines Wolfes mit ihrem menschlichen Wesen. Die meisten Wolfsblüter leben unerkannt als Menschen, einige ziehen allerdings ein Leben als Wolf vor.

Rhydian hatte Maddy und ihre Familie verlassen, um seiner Mutter in die Wildnis zu folgen. Jetzt ist er wieder zurück. Doch das Rudel wilder Wolfsblüter ist ihm gefolgt. Dann taucht Jana, die Tochter des Leitwolfs, in der Schule auf. Ihr Vater hat sie verstoßen, weil sie das Leben unter Menschen kennenlernen wollte. Ist das Geheimnis der Wolfsblüter bei der ungezähmten Jana sicher? Und bald stellt sich für die Teenager auch die Frage, wie loyal sie zum eigenen Rudel stehen …

packshot_wolfblood_staffel2 packshot_wolfblood2_blurayMit der freundlichen Unterstützung von Ascot Elite kann ich hier im Blog je eine DVD- und eine Blu-ray-Box der zweiten Staffel von Wolfblood verlosen.

Um an der Verlosung teilzunehmen, müßt Ihr nur hier im Formular Eure Daten eingeben und eine Frage beantworten. Die Verlosung läuft bis einschließlich 28. April 2014. Der Rechtsweg ist natürlich ausgeschlossen. Nur eine Teilnahme pro Haushalt!
„Verlosung: Wolfblood – Staffel 2“ weiterlesen

Kurzfilm zum Wochenende: Dia de los Muertos (2013)

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Der Film hätte eigentlich gut zum vergangenen Wochenende gepasst, aber da war ich noch nicht mit der Nase darauf gestoßen worden… Der Kurzfilm Dia de los Muertos, die Abschlussarbeit von Lindsey St. Pierre, Kate Reynolds und Ashley Graham, preisgekrönt: “about a little girl who visits the land of the dead, where she learns the true meaning of the Mexican holiday, Dia de los Muertos.” Die Musik und Soundeffekte für das Filmprojekt wurden durch Crowdfunding auf Kickstarter finanziert.

Kein Film für die ganz Kleinen, ein wenig gruselig, aber eben vor allem, dem Geist des mexikanischen Festes entsprechend, voller Liebe und Freude. “Eine wirklich schöne Geschichte, die den Spirit und die Bedeutung dieses Tages wunderbar vorstellt”, wie Eike Kühl so treffend im großartigen Netzfilmblog schrieb.

Schönes Wochenende!

Kinostart diese Woche (17. Oktober 2013): Alfie, der kleine Werwolf

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Passend zu Halloween kommt heute mit Alfie, der kleine Werwolf ein Monsterfilm ins Kino, der sich an Kinder ab dem Grundschulalter richtet – und sehr erfolgreich, aber dennoch der Mythologie einigermaßen treu bleibend, eine angst- und schreckenfreie Werwolfgeschichte erzählt. (Und nur eingefleischte Freunde des Horrorgenres wie ich haben daran aus vagem Bauchgefühl überhaupt etwas auszusetzen.)

Meine eigene, hoffentlich als sehr wohlwollend zu verstehende Kritik ist hier im Blog schon vor einiger Zeit erschienen. Viele andere Besprechungen habe ich online leider noch nicht finden können; Verena Schmöller sieht im Film vor allem die pädagogischen Absichten deutlich aufscheinen: „Kinostart diese Woche (17. Oktober 2013): Alfie, der kleine Werwolf“ weiterlesen

Macht der Erzählung

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Journalist_innen haben, das werden Sie wissen, oft die Möglichkeit, Filme vorab in speziell für sie anberaumten Kinovorstellungen zu sichten, und wenn es sich dabei um Kinderfilme handelt, dürfen sie häufig Nachwuchs mitbringen. Das ist natürlich eine schöne Möglichkeit, das Angenehme (Kinderbespaßung) mit dem Nützlichen (Filmsichtung) zu verbinden; was genau sich die PR-Abteilungen davon versprechen, ist nicht immer ganz klar. Und so verließ ich denn auch vor einiger Zeit die Pressevorführung von Wickie und die starken Männer bereits nach einer Viertelstunde mit zwei sehr aufgewühlten, mit den Tränen kämpfenden Erstklässlern. Nur unter Einsatz größerer Mengen Eiscreme war es mir möglich, die kindlichen Emotionen wieder in den Griff zu bekommen.

Die beiden hatten schlichtweg Angst. Der für Kinder ab 0 Jahren freigegebene Film beginnt mit einigen recht dramatischen Szenen (Geiselnahme, Gefangenschaft), die in dunklen Bildern und mit dräuender Musik gezeigt werden, das Ganze noch verstärkt durch den 3D-Effekt. Das ist offenbar – und ich kann das gut nachvollziehen – noch für Sechsjährige ganz schön starker Tobak.

Wie viel Angst und Schrecken können, wollen und müssen wir unseren Kindern im Kino zumuten? Darüber habe ich mir in meiner Kinderfilm-Kolumne Sitzplatzerhöhung auf kino-zeit.de ein wenig Gedanken gemacht – und freue mich über Rückmeldungen.

(Foto aus Paranorman: Universal Pictures International)

Frankenweenie (2012)

FRANKENWEENIE

Der kleine Victor Frankenstein, in seiner Schulklasse eher ein Außenseiter, liebt seinen Hund Sparky über alles, und ist untröstlich, als dieser bei einem Unfall ums Leben kommt. Nach einer Schulstunde zum Thema Elektrizität und Nervenbahnen entwickelt er die Idee, Sparky mit Hilfe eines hinreichend starken Stromstoßes wieder zum Leben zu erwecken. Das Experiment, ganz in der Tradition des großen Frankensteins, glückt, und Victor muss seinen Liebling zunächst vor allem vor seinen Eltern verstecken, die mit seiner Experimentierfreude sicher nicht ganz einverstanden wäre – aber dann erweisen sich einige Klassenkameraden als das größere Problem.

Es hat im vergangenen Jahr schon eine ganze Reihe von Filmen gegeben, die klassische Motive des Grusel- und Horrorfilms auf tendenziell kinderfreundliche Art und Weise im Animationsfilm aufnehmen, von Hotel Transsylvanien bis hin zu ParaNorman, und denen das jeweils auf unterschiedliche Art und Weise gelingt oder mißlingt, zuweilen beides auf einmal. Frankenweenie nun sticht dadurch heraus, dass er noch einmal besonders nostalgisch und nah an den Quellen bleibt, wenn man so will: Die klassischen Frankenstein-Filme stehen immer wieder sehr sichtbar Pate, und das liegt nicht nur an den ganz in Schwarz-Weiß gehaltenen Bildern. „Frankenweenie (2012)“ weiterlesen