Maleficent – Die dunkle Fee (2014)

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Maleficent ist ein seltsames Biest von einem Film: ein Märchenfilm der für Kinder nicht taugt (offenbar wurde die deutsche Fassung um vierzig Sekunden gekürzt, um eine FSK-Freigabe ab 6 Jahren zu erhalten, aber die von mir gesehene Fassung taugt, vor allem wegen einer recht brutaler Schlachtszenen, sicher nicht für Kinder unter zehn, eher zwölf Jahren); ein Disney-Film, der eine im eigenen Haus gezüchtete Mythologie dekonstruiert; eine Wundertüte computeranimierter Herrlichkeiten, dem seine eigenen Kreationen zu unheimlich sind, um sie wirklich auszuleben.

Über diesen Film etwas wirklich Brauchbares zu sagen, ohne wesentliche Elemente seiner Handlung preiszugeben, ist nahezu unmöglich. Für alle, die sich vom Film überraschen lassen wollen und/oder ihn sowieso sehen möchten, weil: Disney, oder weil: Angelina Jolie – beides legitime Gründe, Maleficent anzusehen – sei deshalb nur kurz gesagt: Der Film ist ein unvollkommenes Hybrid, unterhaltsam, aber seltsam unabgeschlossen, mit einer Erzählung, die sich nie traut, ganz die Geste von eigener Bedeutsamkeit auszuüben, die die zugrundeliegende Geschichte gerne hätte. Und jetzt am besten aufhören zu lesen, bevor ich in die Details gehe.

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