Verlosung: Captain Underpants

Am 1. März flitzt endlich der beste Superheld des vergangenen Kinojahres, Captain Underpants, ins Heimkino. Ich habe den Film zum Kinostart ausführlich und hymnisch gepriesen und kann ihn nach wie vor nur allen Freund_innen der Albernheit nachdrücklich ans Herz legen!

Die Schulkumpels George und Harold sind zwei sehr fantasiebegabte Kinder, die mit ihren Streichen den Schulalltag ordentlich aufwirbeln. Eines Tages hypnotisieren sie versehentlich ihren Schulleiter, der nun glaubt, er wäre Captain Underpants – ein unglaublich begriffsstutziger Superheld. Das Chaos erreicht seinen Höhepunkt, als der Bösewicht Professor Pipipups auf der Bildfläche erscheint und droht, die Welt der Fröhlichkeit zu berauben. An der Seite von Captain Underpants machen sich George und Harold auf, um dem irren Professor das Handwerk zu legen.

Mit freundlicher Unterstützung von Universal kann ich hier im Blog zwei Fanpakete verlosen, jeweils mit einer DVD des Films und dem zweiten Band des Comics aus dem Hause Panini.

Um an der Verlosung teilzunehmen, müßt Ihr nur hier im Formular Eure Daten eingeben und eine einfache Frage beantworten. Die Verlosung läuft bis einschließlich 3. März 2018. Der Rechtsweg ist natürlich ausgeschlossen. Nur eine Teilnahme pro Haushalt!
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Goldene Zeiten im Animationsfilm

Vielleicht war es der Moment, als die Gruppe Waisenkinder beim Winterausflug plötzlich stehenblieb. Alle blickten der Mutter nach, die mit ihrem Kind spricht, und in ihren großen Augen spiegelt sich Sehnsucht und Traurigkeit und Verzweiflung und Hoffnung. Vielleicht war es das aufregende Erlebnis, als sich Kubos Origami-Papierchen, von seiner Musik getrieben, zu Figuren falten und eine Geschichte ausagieren, vom tapferen Kämpfer und gefährlichen Monstren.

Diese zwei Szenen aus Mein Leben als Zucchini und Kubo – Der tapfere Samurai gehören zu den größten Augenblicken im Animationskino der vergangenen Monate. Und die beiden Filme stehen exemplarisch für die Pole, zwischen denen Animationsfilme pulsieren könne: Der eine ein ruhiges Drama, so melancholisch und ernsthaft wie lebensbejahend, der andere ein actionreiches Abenteuer mit phantastischen Figuren, Magie und Schwertkämpfen. Beide erzählen in wunderschönen, poetischen Bildern komplexe Geschichten mit Stop-Motion-Animation auf dem Stand der Zeit.

Ich durfte am Sonntag das zehnte Türchen des diesjährigen Adventskalenders auf kino-zeit.de befüllen und habe dafür ein Loblied auf den Animationsfilm im frühen 21. Jahrhundert geschrieben.

(Foto: Polyband)

Mehr Albernheit! Nicht nur im Kinderfilm

Albernheit widersetzt sich den (vor allem: gesellschaftlichen) Erwartungen, indem sie sich weigert, Verhaltensregeln und Respektspersonen besonders ernst zu nehmen. Und wenn man ein wenig darüber nachdenkt, so ist gezielte Albernheit, so begeisternd sie auch sein mag, im Film zunächst einmal nicht besonders häufig. Denn Albernheit hat keinen besonders guten Ruf – schon historisch nicht. Während Horaz sie dem Vernehmen nach zumindest „im rechten Moment“ (um den sich Albernheiten eigentlich nicht scheren sollten) „köstlich“ fand, gilt sie heute meist als „kindisch“, jedenfalls oberflächlich und wenig erudiert.

Für meine jüngste Kolumne auf kino-zeit.de habe ich mir angeschaut, warum Albernheit im Kino einen so schlechten Ruf hat – und habe am Beispiel von Filmen wie Captain Underpants, Quatsch und die Nasenbärbande eine Lanze dafür gebrochen, auch mal für “Erwachsene” etwas mehr Albernheit zu wagen.

(Foto: 20th Century Fox/Dreamworks)

Verlosung: Captain Underpants

Am kommenden Donnerstag startet Captain Underpants – Der supertolle erste Film in den Kinos – ein Fest der Albernheiten und des fürzigen Humors.

Diese wild-subversive Komödie für die gesamte Familie erzählt die Geschichte von George und Harold, zweier allzu einfallsreicher Witzbolde, die ihren Schulleiter hypnotisieren und so glauben lassen, er wäre ein lächerlich enthusiastischer und unglaublich beschränkter Superheld namens Captain Underpants.

Mit der freundlichen Unterstützung von Twentieth Century Fox of Germany kann ich zu diesem großartigen Film hier im Blog zwei Fanpakete verlosen, jeweils bestehend aus zwei Kinotickets, einem Filmplakat, und einem Exemplar der Buchvorlage Captain Underpants: Großangriff der schnappenden Klo-Schüsseln. Um an der Verlosung teilzunehmen, müßt Ihr nur hier im Formular Eure Daten eingeben und eine einfache Frage beantworten. Die Verlosung läuft bis einschließlich 11. Oktober 2017. Der Rechtsweg ist natürlich ausgeschlossen. Nur eine Teilnahme pro Haushalt!
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Captain Underpants – Der supertolle erste Film (2017)

Der Kinderfilm hat gegenüber dem Kino für Erwachsene den großen Vorteil, dass es ihm weniger leicht übel genommen wird, wenn er mal völlig hemmungslos in Albernheiten verfällt. Wenn er auch den vermeintlich schlichteren Humor von der Leine lässt und damit so richtig durch die Toilettentüren rappelt.

Aber auch dieser Humor will gekonnt, seine Pointen wollen gesetzt sein. Es genügt nicht, infantile Scherze aneinanderzureihen, man muss sie schon zu einem großen Ganzen knüpfen, komponieren, veredeln. Mit hinreichender Grazie vorgetragen, ist dann ein Blick ins Kindliche ein Kaleidoskop des Menschlichen; mit Liebe gefüllt, wird daraus großes Kino.

Captain Underpants ist großes Kino. Das erwartet man bei diesem Film nicht unbedingt: Die Titelfigur ist ein beleibter Superheld, der sich allein in Unterhose und Cape kleidet (diese restliche Kleidung ist einfach unbequem und engt ein!), eigentlich keine Superkräfte besitzt und wahrlich nicht das hellste Licht unterm Sternenzelt ist.

Aber der Superheld ist, wenn man es genau betrachtet, nur ein Vehikel für eine ganz andere Erzählung. Für eine Meta-Geschichte über Superhelden natürlich schon. Aber vor allem über Freundschaft, auch Mitgefühl und Menschlichkeit. Und darüber, was Einsamkeit aus uns machen kann. Lauter irgendwie ernste Themen also, die Captain Underpants aber als ausgelassene Toilettenscherzattacke inszeniert. Also ganz im Sinne seiner eigentlichen Hauptfiguren.

„Captain Underpants“ ist nämlich die selbstgemalte Comicphantasie der beiden Grundschüler Harold und George, dickste Freunde seit Kindergartenzeiten. Das Ursprungsband ihrer Freundschaft ist ein wahrhaft skatologischer Flachwitz, für die beiden eine anal-astronomische Offenbarung: Hier ist jemand, der mich versteht, diesseits aller erwachsenen Ernsthaftig- und Humorlosigkeit. Fortan verbringen die beiden ihre Nachmittage im gemeinsamen Baumhaus und machen Comics: Harold zeichnet, George schreibt die Geschichten.

Doch nun, in der Grundschule, droht den beiden Gefahr! Mr. Krupp, der Direktor ihrer Grundschule, möchte die beiden in getrennte Klassen versetzen, um ihre Freundschaft zu zerstören. Denn die beiden hecken nicht nur Comics, sondern auch zahlreiche Streiche aus, um dem trüben Alltag an der Schule zu entgehen, die dank Krupps despotischer Regierung eher einer Strafanstalt als einem Ort des freudigen Lernens gleicht.

Eher versehentlich hypnotisieren George und Harold den Schuldirektor – mit einem Schnippsen ihrer Finger wird er zu „Captain Underpants“ und zieht auch alsbald los, die Menschheit zu beschützen und einsamen Katzen zu helfen, die in Bäumen feststecken. Es geht, das darf man sagen, dabei einiges sehr, sehr lustig sehr, sehr daneben.

Die ganze Grundidee ist schlichtweg beglückend bekloppt. Natürlich nutzen Harold und George es auch aus, dass sie ihren Schuldirektor nun kontrollieren können, was zu allerlei großartigen Szenen an der Schule führt, darunter nicht zuletzt ein wahrhaft symphonisch angelegtes Pupskonzert.

Was sich in der Beschreibung aber so anhört (und im hektischen Trailer auch so aussieht) wie ein überdrehter Unterhosenwitz auf Koffein, der vermutlich bald, pardon, nur noch streng riecht, ist in der Umsetzung wesentlich subtiler. Da stecken ruhige, geradezu nachdenkliche Momente drin, die eben nicht den direkten Weg des flachesten Scherzes nehmen. Da wird eine Pointe über zwei Drittel des Films hinweg geduldig vorbereitet und hingezogen. Da wird die vierte Wand durchbrochen, werden kleine Szenen als Comics, mit Sockenpuppen oder als Daumenkino gezeigt. Und natürlich nimmt die ganze Geschichte das Superheldengenre, so sehr es sich ihm selbst als „origin story“ eines neuen Helden selbst einschreibt, ganz gehörig auf die Schippe.

Vor allem aber verbietet sich der Film allzu simple Charakterzeichnungen; jede Figur hat so ihre Ambivalenzen, hat Einsamkeit und Zurückweisung erleiden müssen und macht, so gut es geht, das Beste daraus. Oder manchmal eben auch das Böseste in Gestalt einer hypertrophen Toilette. Der Blick darauf macht Captain Underpants zu einem in letzter Konsequenz zärtlichen Film, der seine Personen, sein Sujet ebenso liebevoll ernst nimmt wie die Traditionen, auf denen er aufbaut.

Autor Dav Pilkey, auf dessen Büchern der Film beruht, hat gut daran getan, nicht der erstbesten Verfilmung zuzustimmen; nun hat Dreamworks sich mit der Verfilmung von David Soren einen großen Gefallen getan: Einen selbstbewussten, reflektierten Film voller Pupswitze.

Ein Triumph des skatologischen Humors. Eine Sinfonie der Fürze. Ein Glück.

Captain Underpants – Der supertolle erste Film (Captain Underpants: The First Epic Movie), USA 2017. Regie: David Soren, 89 Minuten. Kinostart: 12. Oktober 2017. FSK 0, empfohlen ab 7 Jahren.

(Fotos: 20th Century Fox/Dreamworks)