Berlinale 2014: Johan und der Federkönig (2014)

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Ich habe mich gestern erst darüber unterhalten: Ich habe eigentlich keine Lust mehr zu diskutieren, ob es sinnvoll sei, „ernste Themen“ wie Tod, Verlust oder Grausamkeiten im Kinderfilm zu verhandeln. Mit Margret Albers glaube ich auch, dass sich nahezu alle Themen auch für junge Zuschauer aufbereiten lassen – es geht immer mehr um das Wie, um die Herangehensweise, den ästhetischen wie erzählerischen Zugriff auf die Welt. (Und die Verantwortung, ob man Kinder diesen Themen aussetzt, müssen dann noch die Eltern tragen. Aber man sollte sich nicht täuschen: Kinder verstehen da oft mehr, als wir denken, und manchmal nimmt uns das Leben die Entscheidung, was sie erleben sollen, auch aus der Hand. Doch das ist eine andere Geschichte.)

Resan till Fjäderkungens Rike (international als Beyond Beyond vermarktet) nimmt den Tod gewissermaßen direkt und in den allerersten Minuten auf die Hörner. Erst ist es nur ein leichter Husten, der die Mutter des kleinen Hasen Johan stört, aber dann wird sie immer kränker. Eines Tages gibt es ein seltsames Licht am Himmel, und wie mit einem Lufthauch ist die Mutter verschwunden – nur eine Feder bleibt zurück. Der Federkönig hat sie mit in sein Reich genommen; Vater und Sohn ziehen seitdem auf einem Kutter über die Meere, wohl auf der Flucht vor dem Federkönig, aber Johan will doch das genaue Gegenteil: ihn finden, seine Mutter aufsuchen – und natürlich zurückholen. „Berlinale 2014: Johan und der Federkönig (2014)“ weiterlesen