Keine harmlosen Tiertrickfilme

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Mich beschäftigt schon seit längerem und eigentlich recht ergebnislos die Frage, wie viel Tod und Sterben man Kindern eigentlich im Film zumuten könne. Meine Kinder geben ihre eigene Antwort darauf, indem sie auf (auch nur vage) bedrohliche Szenarien auf jeweils eigene Weisen reagieren, und insofern ist wahrscheinlich klar: Darauf kann es nur eine sehr personalisierte Antwort für jedes einzelne Kind geben.

Aber ist das Thema Tod und Sterben womöglich eins, vor dem wir den Kindern erst Sorgen einflößen, weil wir selbst so ungern über den Tod sprechen? Und ist nicht womöglich eine Beschäftigung aus sicherer Entfernung sinnvoll, bevor einem das Leben den Umgang mit dem Tod (einer geliebten Person) uns irgendwann unversehens, ungeplant und ungewollt aufdrängt? Ich musste da gestern noch einmal drüber nachdenken, nachdem ich gestern Caspars insgesamt ganz wunderbares Gespräch mit Judith Holofernes angehört hatte, in dem es – ganz am Rande nur – auch um die Frage ging, ob nicht womöglich der Tod eines Haustieres auch sinnstiftend genutzt werden könnte, um auf den Tod als Teil des Lebens zu gewöhnen.

Allerdings würde ich dennoch natürlich keinem Kind das aufzwingen wollen. Der Film und die TV-Serie, die ich diese Woche in meinem Familienfilmtipp zum Wochenende auf filmstarts.de empfehle, integrieren das Sterben einzelner Figuren jedenfalls fest – und mehr oder minder grausam – in ihre Geschichte: Wie die Tiere den Wald verließen von 1993 und die wesentlich bekanntere Richard-Adams-Verfilmung Watership Down: Unten am Fluss. Beides keine leichte Trickfilmkost, aber sehenswert auf jeden Fall.

(Collage: Filmstarts)

DVD-Neuerscheinungen

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Dieser Tage erscheinen wieder eine Reihe schöner DVDs für Kinder, auf die ich kurz hinweisen möchte.

Bereits erschienen ist die meines Wissens erste DVD-Komplettausgabe der BBC-Serie Als die Tiere den Wald verließen (amazon), eine Geschichte um Umweltzerstörung und mit nicht nur guten, niedlichen Tieren:

Als die Menschen ihren Wald zerstören und damit ihre Lebensgrundlage vernichten, beschließen die Tiere, sich zu solidarisieren. Mit dem Fuchs als Anführer brechen Eule, Otter, Krähe, Wiesel, Kröte und die anderen in Richtung Weißhirschpark auf. Sie erleben unterwegs, und später dort, viele gefährliche Abenteuer.

Am Freitag dieser Woche erscheint Michel & Ida aus Lönneberga auf DVD, den ich anläßlich der Berlinale hier bereits besprochen hatte; der Film (eher Episodenfilm) ist eine sehr wenig aufregende Zeichentrickverfilmung der Geschichten von Astrid Lindgren, aber vielleicht gerade daher für sehr kleine Kinder gut geeignet. Die eigentliche Besonderheit, dass nämlich Astrid Lindgrens Stimme als Erzählerin zu hören ist, geht natürlich in der deutschen Synchronisation notwendigerweise verloren. (amazon)

Sehr schön ist es, dass Mister Twister – Wirbelsturm im Klassenzimmer, der im vergangenen September auf dem Michel-Festival lief (meine Kritik zum Film), jetzt schon fürs Heimkino erscheint; eine lustige Schulgeschichte, etwas albern und darin sehr niederländisch. (amazon: Blu-ray, DVD)

Und jetzt alle: “Ich werde Feuerwehrmann!” Der ganze Grisu in einer Box, ab 19. Mai im Handel. Schööön. (amazon)

(Foto: Polyband)