Berlinale Generation 2017: Erste Kinderfilme angekündigt

Es ist nicht mehr lang bis zur Berlinale, die Halbzeit bei der Auswahl des Spielfilmprogramms, die in diesem Jahr vom 9. bis 19. Februar läuft, ist laut einer Pressemitteilung des Festivals erreicht. Und wie regelmäßige Leser_innen dieses Blogs wissen, ist die Berlinale eines der Festivals, auf dessen Kinder- und Jugendfilmprogramm, die Berlinale Generation, ich mich immer besonders freue. (Hier kann man sich übrigens für einen Newsletter anmelden, um das Programm der Generation sofort bei Erscheinen in der Mailbox zu haben.)

berlinale_logo Die Filmauswahl dort ist schon recht weit vorangeschritten: Für die Sektionen Kplus (die Kinderfilme) und 14plus (Jugendkino) wurden bereits 15 Langfilme bekanntgegeben. Ich habe sie für Euch hier zusammengestellt, ohne große eigene Kommentare, da ich keinen davon – die meisten laufen als Europa- oder Weltpremiere – schon habe sehen können. Die kurzen Texte stammen aus der Pressemitteilung der Berlinale; nur in wenigen Fällen habe ich kleine Anmerkungen und Links hinzugefügt. Außerdem habe ich versucht, zu den Filmen Teaser bzw. Trailer oder kurze Ausschnitte zu finden, die schon einmal ein realistischeres Bild über Form und Inhalt des Films geben – sie sind jedenfalls höchstens so fehlleitend wie die Beschreibungen des Festivals…

Habt Ihr schon Favoriten?

Generation Kplus – Kinderfilme

As duas Irenes (Two Irenes)

as-duas-irenes-2017Von Fabio Meira – Brasilien

In der flirrenden Hitze Brasiliens entdeckt die 13-jährige Irene ein dunkles Geheimnis ihres Vaters: Es existiert noch eine Familie und Tochter mit gleichem Namen. Irene beginnt ein gewagtes Spiel das jeden Moment aufzufliegen droht. Die träge sommerliche Stimmung von Fabio Meiras Langfilmdebüt kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass es unter der Oberfläche brodelt.


Die Häschenschule – Jagd nach dem Goldenen Ei

Von Ute von Münchow-Pohl – Deutschland
Deutscher Kinostart am 16. März 2017.

Den abgebrühten Stadthasen Max verschlägt es nach einer Flugzeughavarie in die versteckte Osterhasenschule. Dort wird das legendäre Goldene Ei bewacht, auf das es die fiesen Füchse abgesehen haben. Nach anfänglicher Langeweile wecken die geheimen Techniken der Osterhasen dann doch Max’ Neugier. Die liebevoll gezeichnete deutsche Animation, nach dem Klassiker von 1924, begeistert mit Fantasie und Tempo sowie den Stimmen von Senta Berger, Friedrich von Thun, Jule Böwe und Noah Levi.

Primero enero (January)

Von Darío Mascambroni – Argentinien

Primero enero ist das Erstlingswerk des argentinischen Filmemachers Darío Mascambroni. Das Leben des elfjährigen Valentino ist mit der Scheidung der Eltern aus den Fugen geraten und verlangt von ihm, die Welt mit anderen Augen zu sehen. In einer zärtlichen und anrührenden Vater-Sohn-Geschichte führt der Regisseur seine Protagonist*innen und das Publikum mit aufs Land und bringt ihnen hier die Qualität des sinnlichen Betrachtens näher.

Red Dog: True Blue

Von Kriv Stenders – Australien (mit Jason Isaacs und Levi Miller)

Mit einer legendären Geschichte um einen ganz besonderen Hund begeisterte der australische Regisseur schon 2011 das Generation-Publikum. Im Zentrum der Fortsetzung steht neben dem roten Hund nun auch der elfjährige Mick, dem ihre Freundschaft alles bedeutet. Das Schicksal führt sie auf einer Farm im australischen Outback zusammen, gemeinsam durchleben sie mystische Abenteuer und Micks erste Liebe. Ebenso humorvoll wie einfühlsam erzählt der Film vom Erwachsenwerden in einer Zeit des Wandels.

Richard the Stork / Überflieger – Kleine Vögel, großes Geklapper

Von Toby Genkel, Reza Memari – Deutschland / Belgien / Luxemburg / Norwegen

Auch wenn andere ihn für einen Spatz halten – Richard selbst sieht sich als Storch. Von einem Vogel, der zur Bewährungsprobe selbstsicher die winterliche Reise nach Afrika antritt, erzählen Toby Genkel und Reza Memari in einem rasanten Abenteuer, das zugleich eine einfühlsame Geschichte von Anderssein und Selbst(er)findung ist. Die internationale Co-Produktion bezaubert mit einer fantastischen und fantasievollen Fabel auf der Höhe der Animationskunst.

Shi Tou (Stonehead)

Von Xiang Zhao – Volksrepublik China

Der zehnjährige Shi Tou, Kind eines Wanderarbeiters, wächst allein bei seiner Großmutter auf. Was ist richtig und was ist falsch? Eine Belohnung mit den Klassenkameraden zu teilen oder bis zur Rückkehr des Vaters zu warten, dem Lehrer zu gehorchen oder den Freund zu beschützen? Mit einem dokumentarisch geschärften Blick zeichnet Xiang Zhao ein Bild vom Leben im ländlichen China und einer Gesellschaft, in der nicht selten eine ganze Generation in Abwesenheit ihrer Eltern aufwächst.

Tesoros

Von María Novaro – Mexiko

Die Geschwister Dylan und Andrea begeben sich mit ihren neuen Freunden auf eine sagenhafte Entdeckungsreise und suchen nach einem jahrhundertealten Piratenschatz. In erfrischend sonnigen Bildern erzählt María Novaro, in großer Nähe zur Welt ihrer Figuren, von lebensfrohen und neugierigen Kindern. In einer Gemeinschaft an der mexikanischen Pazifikküste dürfen sie ihre eigenen Wege gehen und finden zusammen etwas viel wertvolleres als einen Goldschatz.

Generation 14plus (Jugendfilme)

Almost Heaven

Von Carol Salter – Großbritannien

Weit weg von Zuhause übt die 17-jährige Ying Ling für die Prüfung zur Bestatterin an einem der größten Begräbnisinstitute Chinas. Der Alltag dieses außergewöhnlichen Berufes birgt für Ying Ling neben Skrupeln und Abschiedszeremonien immer wieder humorvolle und lebensbejahende Momente. Carol Salters Debütfilm ist ein einfühlsames, dokumentarisches Porträt über Ängste, Freundschaft und das Erwachsenwerden in mitten von Gespenstern und Toten.

Butterfly Kisses

Von Rafael Kapelinski – Großbritannien

Jake und seine Freunde vertreiben sich die Zeit in den Höfen ihrer Hochhaussiedlung, in Billard-Hallen, reden über Mädchen, gucken Pornos und betrinken sich. Jake trägt schwer an einem düsteren Geheimnis, das ihn mehr und mehr von den anderen entfernt und in eine gefährliche Isolation treibt. Rafael Kapelinski inszeniert seinen Debütfilm in kontraststarkem Schwarz-Weiß und in respektvoller Nähe zu seinen Figuren, beeindruckend dargestellt von Neuentdeckungen und jungen Talenten (u.a. Thomas Turgoose – This Is England, Generation 2007).

Ceux qui font les révolutions à moitié n’ont fait que se creuser un tombeau (Those Who Make Revolution Halfway Only Dig Their Own Graves)

Von Mathieu Denis und Simon Lavoie – Kanada

In epischer Breite und formaler Vielgestaltigkeit folgt der Film einer Gruppe junger Menschen in Québec, die sich im Nachgang studentischer Proteste zur revolutionären Zelle formieren. Mit ihnen exerziert der schonungslose Film von Mathieu Denis (Corbo, Generation 2015) und Simon Lavoie durch, was es heute bedeuten mag, eine Revolution anzufachen und für eine Sache zu kämpfen.

Emo the Musical

Von Neil Triffett – Australien

Die verbotene High-School-Liebe zwischen Ethan, dem schüchternen Emo mit suizidalen Neigungen, und der christlichen Aktivistin Trinity begeisterte schon 2014 als Kurzfilm [hier in Gänze zu sehen] das Generation-Publikum. Regisseur Neil Triffett bringt seine herzzerreißend komische, musikalische Groteske nun in abendfüllender Länge und einer noch breiteren Riege an schillernden Figuren auf die große Leinwand.

Krolewicz Olch (The Erlprince/Der Erlkönig)

Von Kuba Czekaj – Polen

Der Erlkönig baut und bauscht sich ebenso dramatisch auf wie Goethes titelgebende Ballade. Die Grenzen zwischen Realität, Wunsch und Schein verschwimmen in diesem futuristisch anmutenden Film über einen hochbegabten Jugendlichen und seine ebenso ambitionierte wie wundersame Mutter. In seiner Form so unangepasst wie seine Figuren, changiert der Film zwischen den Polen Wissenschaft und Natur sowie Liebe und Gewalt.

Mulher do pai (Nalu on the Border)

Von Cristiane Oliveira – Brasilien / Uruguay

Nach dem Tod der Großmutter muss sich die 16-jährige Nalu allein um ihren Vater kümmern. Ihre Hoffnung das trostlose Dorf verlassen zu können, scheint nun in weite Ferne gerückt zu sein. Cristiane Oliveiras Coming-of-Age-Drama, ein langsames, auf respektvolle Nähe bedachtes Kino von subtiler Körperlichkeit, zeichnet das komplexe Bild einer Beziehung zwischen einer adoleszenten Tochter und ihrem blinden Vater.

My Entire High School Sinking into the Sea

Von Dash Shaw – USA

Er ist nicht gerade beliebt, hat Freundschaftssorgen, will mit der Schülerzeitung hoch hinaus und heißt, wie sein Erfinder, Dash. Im Keller seiner Schule entdeckt er ein Geheimnis, das seine ganze Welt ins Wanken bringt. Graphic Novelist Shaw hofft, dass sein Film 15-jährige Nerds erreicht die, genau wie er in diesem Alter, auf Zeichnungen und Malerei stehen. Der vor Einfallsreichtum übersprudelnde Animationsfilm mit den Stimmen von Jason Schwartzman, Maya Rudolph, Lena Dunham und Susan Sarandon wird nicht nur diese begeistern.

On the Road

(Eröffnungsfilm 14plus) Von Michael Winterbottom

Mit einer Sondervorführung seines sinnlichen Musikdokumentarfilms On the Road wird Michael Winterbottom das Programm von Generation 14plus im jüngst sanierten Haus der Kulturen der Welt eröffnen. In einer für Winterbottom charakteristischen Hybridität folgt der Film der Band Wolf Alice, die dort seit einigen Jahren für Furore sorgt, auf ihrer Tour quer durch Großbritannien. Einfühlsam porträtiert On the Road dabei die Ekstasen und Erschöpfungszustände eines Lebens unterwegs. Die Beziehung zwischen den Musikern und ihren Fans ist spürbar, sowohl das Konzert- als auch das Kinopublikum erlebt ein sensibles Zusammenspiel von Zuschauen und Hören.

Weirdos

Von Bruce McDonald – Kanada

Nach Ende des Vietnamkriegs und inmitten der Feierlichkeiten zum 200. Geburtstag der USA 1976, trampen Ausreißer Kit und seine Freundin Alice an die kanadische Ostküste. Bruce McDonald (The Tracey Fragments, Panorama 2007 [meine Kritik]) inszeniert einen Coming-of-Age-Film, der zugleich Road Movie ist und von einem fantastischen Soundtrack seiner Tage angetrieben wird. Eine rebellische Reise in Schwarz-Weiß, auf der viele Gewissheiten auf der Strecke bleiben werden.

Kurzfilm: Die Abenteuer von Rosetta und Philae (2016)

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Zwischen den Jahren waren wir im Berliner Naturkundemuseum, wo derzeit nicht nur ein T-Rex zu sehen ist, sondern auch eine kleine Ausstellung zu Kometen sich vor allem auf die Raumsonden Rosetta und ihr Landemodul Philae konzentriert. Die ESA selbst hat die Reise der Sonde zum Komet 67/P – auch als Tschurjumow-Gerassimenko bekannt – nun in einer kindertauglichen Animation aufbereiten lassen, die zwar nicht ganz und gar gelungen ist, aber doch einen ganz hübschen Ausblick in die Weite des Universums gibt – mit 25 Minuten etwas länger, als die Filme, die ich sonst hier vorstelle, aber es gibt ja auch einiges zu erzählen (via). Mehr Infos zum Beispiel hier bei der ESA.

Schönes Wochenende!

Kurzfilm zum Jahresende: Lotte (2015)

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Die Woche, die das Jahr beschließt. Ein letzter Kurzfilm, bevor die Korken und die Knaller knallen. Welch besseren Moment könnte es geben, um mit einem ganz, ganz kurzen Film, die Zeit im Jahr wird knapp, eine der großen Gestalten des Animationsfilms zu ehren, eine Pionierin, wie nach ihr lange niemand kam. Lotte Reinigers Filme sind viel zu wenig bekannt, der berühmteste ist noch Die Abenteuer des Prinzen Achmed, den man bitte doch mal wieder auf großer Leinwand sehen möchte. Oder wenigstens im Heimkino.

Diese kurze Hommage mit politischem Einschlag (auch dies ist aktuell nicht fehl am Platze) ist an der Gobelins-Hochschule in Paris entstanden, beteiligt waren Hadrien Bonnet, Nicolas Capitaine, Charlène Chesnier, Céline Desoutter und Samuel Klughertz.

Schönes Wochenende und einen guten Rutsch in ein schönes, wunderbares, zauberhaftes 2017!

Kurzfilm zum Wochenende: Das Geschenk (2014)

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Das Thema Geschenke passt jetzt ja ganz gut. The Present macht nicht ganz, was man nach den ersten Sekunden erwartet – und wird dann doch ein wenig schmalzig zum Ende, aber eben nicht so, wie du denkst. Regisseur Jacob Frey hat den Film 2014 als Abschlussarbeit am Animationsinstitut der Fimakademie Baden-Württemberg erstellt, der kurze Streifen wurde mit über 70 Preisen ausgezeichnet. Bei INDAC gibt es auch noch ein Interview mit Frey zu sehen.

Die wenigen Dialogzeilen des Films sind leider auf Englisch (eine deutsche Fassung gibt es zwar wohl, wie man in dem verlinkten Interview hören kann, aber online habe ich sie nicht aufgefunden), aber die kann man leicht simultan übersetzen – und Kindern mit ein wenig Englischkenntnissen wird sich der Sinn in den meisten Fällen wie von selbst erschließen.

Schönes Wochenende und tolle Feiertage Euch allen!

Weihnachten 2016: Ein paar TV-Vorschläge

weihnachtsstern

Es gibt ja so einige Film, die sich fest mit Weihnachten verbunden haben, und natürlich sind sie alle auch dieses Jahr dann und wann und manchmal mehrfach (und manche eigentlich andauernd) über die Feiertage zu sehen: Sissi, Der kleine Lord und Drei Haselnüsse für Aschenbrödel ebenso wie Die Weihnachtsgans Auguste und Ist das Leben nicht schön? Von den unendlich vielen, meist unerträglichen Märchenverfilmungen zu schweigen.

Ich habe mal ein wenig übers Fernsehprogramm der nächsten Tage geschaut und ein paar Vorschläge zusammengetragen – manche sind auch eher für den Videorecorder geeignet (halb fünf, seit Ihr noch ganz bei Sinnen, ZDF und SAT.1?). KIKA macht es zur schönen Weihnachtstradition, die drei großartigen Knerten-Filme zu zeigen, und auch sonst sind ein paar übliche Verdächtige dabei… besondere Empfehlungen habe ich mit einem Sternchen 1478400241_star_gold markiert.

Vielleicht habt Ihr noch andere Vorschläge?

23. Dezember
19.30 KIKA – Die Legende vom Weihnachtsstern

24. Dezember
09.20 ZDF – 1478400241_star_gold Der Grüffelo
13.15 ZDF – Michel in der Suppenschüssel
14.45 RTL II – Das letzte Einhorn
17.40 Disney Channel – Bernard & Bianca – Die Mäusepolizei

25. Dezember
08.10 RTL II – Das letzte Einhorn
17.45 RTL II – Die Goonies
18.45 Disney Channel – Aristocats

26. Dezember
04.30 SAT.1 – Mimzy – Meine Freundin aus der Zukunft
04.35 ZDF – Der Grinch
09.50 RTL II – Die Goonies
20.15 RTL 1478400241_star_gold Die Eiskönigin (unser Podcast dazu)

27. Dezember
09.50 RTL 1478400241_star_gold Die Eiskönigin (unser Podcast dazu)

28. Dezember
10.00 KIKA – Ritter Trenk
15.00 KIKA – 1478400241_star_gold Mein Freund Knerten

29. Dezember
13.00 WDR – Der wunderbare Wiplala
15.00 KIKA – Knerten in der Klemme

30. Dezember
08.20 WDR – 1478400241_star_gold Der wunderbare Wiplala
15.00 KIKA – Knerten traut sich

31. Dezember
13.50 KIKA – 1478400241_star_gold Antboy – Der Biss der Ameise

1. Januar
20.15 Disney Channel – 1478400241_star_gold Mary Poppins

6. Januar
20.15 SAT.1 – 1478400241_star_gold Rico, Oskar und die Tieferschatten

(Foto: polyband)

Zeit für ein Lied, oder vier

Sing

Vielleicht liegt es daran, dass ich nach sehr vollen Wochen noch bis morgen arbeiten darf und deshalb kaum in Festtagsstimmung bin. Oder daran, dass so viel in den letzten Tagen und Wochen so belastend war, vor allem im Weltgeschehen. Jedenfalls brauche ich gerade ein paar Lieder, ein paar Songs. Über Weihnachtsgesänge hinaus, die ich mir ab morgen en gros in die Hörkanäle schieben werde.

Nachdem ich aber berufsbedingt in den letzten Wochen des öfteren Helene Fischer im Ohr hatte, deren schmalztriefende Verschmockungen von traditionellen Weihnachtsliedern mir das Blut zu Gelatine erzittern ließen, dürfen es auch mal Disney-Songs sein: Immer noch leicht schmalzig, aber mit Sicherheit gekonnt.

Warum also nicht die aus Vaiana? Der Soundtrack ist nämlich, jedenfalls in der Originalfassung, ziemlich großartig; und der Film ist wirklich auch eine schöne Wahl für die Feiertage. (Und womöglich außer den Phantastischen Tierwesen auch der einzige aktuelle Kinderfilm, den man wirklich im Kino mit den Kindern ansehen möchte.) Er ist natürlich, das habe ich hier schon aufgeschrieben, Eskapismus pur; aber vielleicht ist das für die Feiertage auch mal in Ordnung. Die Welt da draußen kommt dann schnell genug – so ging es mir, als ich Montagabend aus dem Kino kam.

(Und außerdem geben die Clips, die direkt aus dem Film stammen und hier in der Reihenfolge ihres Auftretens sortiert sind, einen ganz guten Eindruck davon, was uns im Kino so erwartet. Außer natürlich, dass in der deutschen Fassung der Titelsong im Abspann von – da ist sie wieder! – Helene Fischer gesungen wird.)

(Hier zum Beispiel: Ein wunderbares Beispiel für clevere Exposition und Hintergrund-Erzählung in Text und abwechslungsreichen Bildern, die fast schon in Richtung Bollywood-Musical gehen; im weiteren Verlauf fungieren die Tattoos des Halbgottes auch noch als Widerpart zu seiner doch recht eingebildeten Art.)

(Zu guter Letzt dies: Eine großartige Glam-Rock-Hymne, die man auch mit einer Tüte Straßsteine voll Selbstironie singen kann. Hach!)

Uns allen friedliche Feiertage.

(Foto: Universal Pictures International Germany)