Kurzfilm zum Wochenende: TraumBringer (2011)

dreamgiver

Mal eine andere Form des Sandmännchens: Dieser Traumbringer liefert brav die Träume aus, sicher in kleine leuchtende Eier verpackt. Was sie berühren, machen sie zu Geschichten – das kann auch mal schiefgehen… Autor und Regisseur Tyler Carter hat den kurzen Film noch an der Brigham Young University gedreht. Empfindsamere Kinder sollten den Film nur mit Begleitung sehen: Es gibt durchaus ein paar beängstigende Szenen. Aber seht selbst! (via)

Schönes Wochenende!

Kinderfilme als Geschenk: Weihnachten 2016

ZOOTOPIA

Ein Geständnis: Ich finde es etwas seltsam, meinen Kindern Filme unter den Christbaum zu legen. Es fällt mir schwer, das so richtig zu begründen, zumal ich mir mit Begeisterung Filme schenken lasse und sie auch Freund_innen in Geschenkpapier packe. Vielleicht liegt es daran, dass den Kindern die DVD oder Blu-ray wenig gibt, sie ist in der Tat eher Transportmedium; das eigentliche Geschenk, das eigentliche Ereignis ist die (meist gemeinsame) Sichtung, der Heimkinoabend oder, im Winter, -nachmittag.

Aber das muss natürlich niemanden davon abhalten, zu Weihnachten Filme zu verschenken oder zu beschaffen, um sie dann eben zwischen den Jahren anzuschauen. Als kleine Orientierungshilfe habe ich hier ein paar Filme versammelt, die im ablaufenden Jahr auf DVD (meistens neu) erschienen sind – meine Empfehlungen vom vergangenen Jahr oder aus dem Dezember 2014 sind aber natürlich immer noch genauso gültig. Alternative Listen habe ich außerdem hier (meine “ewige” Bestenliste) und hier (Filme nicht nur für starke Mädchen – unbedingt auch in die Kommentare schauen!). Auf beiden finden sich auch Empfehlungen für jüngere Kinder.

Hier nun also meine Weihnachtsempfehlungen 2016 aus dem bunten Strauß der Kinderfilme (der Kauf über amazon.de spült ein wenig Geld in meine Richtung):

Zoomania

Einer der besten Disney-Filme der vergangenen Jahre, ein kindertauglicher Krimi in einer von vermenschlichten Säugetieren belebten Welt – voller Subtext zu Diskriminierung, Rassismus und Gerechtigkeit. Außerdem ein Riesenspaß. Zur ausführlichen Kritik.
(bei amazon.de; ab 8 Jahren)

Der kleine Lord

Nicht gerade ein neuer Film, aber seit diesem November erstmals auf DVD und Blu-ray zu haben: Wie der kleine Cedric seinen misanthropen Großvater verwandelt. Die BBC-Adaption von 1980 mit Sir Alec Guinness ist einer der klassischen Weihnachtsfilme.
(bei amazon.de; ab 6 Jahren)

Rico, Oskar und der Diebstahlstein

Der dritte Film aus der Oskar-und-Rico-Trilogie nach den wunderbaren Romanen von Andreas Steinhöfel. Kinderkrimis, sehr ehrliche Dramen, beglückendes Kino: Diesmal verschlägt es die zwei Jungs an die Ostsee und bis an den FKK-Strand. Wer die drei Filme noch nicht kennt, sollte das dringend nachholen. Zur ausführlichen Kritik.
(bei amazon.de; ab 8 Jahren)

Der Gigant aus dem All

Noch so ein Klassiker, nun neu aufgelegt – ein Animationsfilm von Brad Bird, dem Regisseur, der später wesentlich für die großen Pixar-Filme verantwortlich war. Eine berührende Geschichte über einen Jungen und seinen großen Roboter aus dem All. Zur ausführlichen Kritik.
(bei amazon.de; ab 8 Jahren)

Captain Future – Die TV-Serie

Das war eine der Science-Fiction-Serien, die meine Kindheit wesentlich mit geprägt haben – ab morgen gibt es die Abenteuer um den Captain, Joan, Grag, Otto und Professor Simon Wright endlich wieder in einer vollständigen Ausgabe als Komplettbox aller in Deutschland gezeigten Folgen auf DVD und Blu-ray. (Die limitierte Sonderausgabe enthält auch noch japanische Folgen mit deutschen Untertiteln.)
(bei amazon.de)

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Die Melodie des Meeres

Tomm Moores sehr irischer Animationsfilm ist einer der schönsten Filme der vergangenen Jahre. Getragen von einer ganz eigenen Ästhetik, einer spannenden, mythisch aufgeladenen Geschichte und wunderbarer Musik erzählt der Film ganz nebenbei von großen Dingen: Liebe, Verlust und Loslassen, Trauer und Hoffnung. Zur ausführlichen Kritik.
(bei amazon.de; ab 8 Jahren)

Alles steht Kopf

Pixars Reise durch den Kopf der 11-jährigen Riley, in dem die Emotionen plötzlich ohne “Freude” und “Traurigkeit” auskommen müssen – das ist pures, buntes, phantasievolles Kinoglück. Ein echtes “Must-See”. Zur ausführlichen Kritik.
(bei amazon.de; ab 8 Jahren)

Hördur – Zwischen den Welten

Sozialdrama als Pferdefilm: Das ist ja an und für sich nicht so ungewöhnlich. Aber Ekrem Ergüns Film über die 17-jährige Deutschtürkin Aylin, das zu Sozialstunden auf einem Pferdehof verdonnert wird und dort für sich einen Ausweg findet, ist ungewöhnlich dicht und glaubwürdig.
(bei amazon.de; ab 12 Jahren)

Hayao Miyazaki Collection

Wenn’s mal ein größeres Geschenk sein darf: In dieser Blu-Ray-Kollektion finden sich sämtliche Spielfilme des japanischen Großmeisters Hayao Miyazaki fürs Studio Ghibli: vom eher für kleinere Kinder geeigneten Ponyo – Das große Abenteuer am Meer bis zum härteren Prinzessin Mononoke. Lauter Meisterwerke ohne Ausnahme.
(bei amazon.de)

Und hier noch zwei Empfehlungen von Dauerbrennern aus unserer heimischen Bibliothek – mal andere Medien.

Gunnel Linde: Mit Jasper im Gepäck (Hörbuch)

Dieses von Dieter Mann eingesprochene Hörbuch ist ein ungeahntes Goldschätzchen. Die wilde Geschichte davon, wie Annelie und Nicklas mit ihrer Tante Tinne Urlaub in Kopenhagen machen, dort bei der Tombola im Zoo das Zwergpony Jasper gewinnen und dies dann heimlich ins heimische Stockholm bringen wollen… Es ist ein brüllend komischer Irrsinn in sanften Tönen. Ein großes Glück.
(bei amazon.de; ab 5 Jahren)

Jo Nesbø: Doktor Proktors Pupspulver

Das Buch hatte ich schon einmal anläßlich des leider ziemlich missratenen Films angesprochen und gepriesen; es ist auch perfektes Vorlesematerial für Kinder ab 5, nur sollte man kleineren Kindern das Kapitel ersparen, das aus Sicht der entschlichenen Anakonda geschrieben ist – das ist nämlich etwas zu gruselig. Ansonsten eine wunderbare, phantasievolle Lektüre.
(bei amazon.de; ab 8 Jahren)

(Bilder: Disney, Universum)

Kurzfilm zum Wochenende: Michi (2015)

michi

Michi ist der Studienabschlussfilm von Kaho Yoshida, einer japanischen Animatorin, die in Kanada lebt und arbeitet. Mit unterschiedlichen Materialien wird hier eine seltsame Welt zusammengezaubert, in der die kleine Titelheldin sich auf einen Weg macht: ein Wald, seltsame Wesen, die erst einmal nichts mit ihr zu tun haben wollen… Vielleicht lässt das Ende ratlos, aber voller Fragen zurück. Perfekt für die Tage nach dem Freitag.

Schönes Wochenende!

Podcast: Die Eiskönigin, Disney-Filme, Geschlechterrollen und Queer Readings

FROZEN

Ich habe schon wieder gepodcastet. Es ist sogar schon wieder eine ganze Woche her: Mit Bianca aka Spinatmädchen habe ich mich ausführlich über Die Eiskönigin, über Geschlechter- und andere Stereotype in Disney-Filmen sowie Queer Readings zu Elsa unterhalten. Das hat ziemlich viel Spaß gemacht, und wie immer würde ich mich sehr über Kommentare, Kritik und Anregungen freuen. Das motiviert mich nur umso mehr, weiter in Mikrofone zu sprechen.

Hier geht es zum Kinderfilmpodcast #002.

(Foto: Disney)

Verlosung: Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt

„Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt“

Ein Klassiker – wenn auch einer, der nicht mehr viel gelesen wird. Mit seinem Buch Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt hatte Boy Lornsen in den späten 1960er Jahren – die Mondlandung war noch nicht passiert, die Ölkrise fehlte auch noch – einen Treffer gelandet, aus dem dann 1972 eine elfteilige Fernsehserie wurde, die die heutigen Eltern wahrscheinlich alle gesehen haben. Aus heutiger Sicht ist sie vor allem bedächtig erzählt.

Am 1. Dezember kommt nun eine deutlich modernisierte Fassung ins Kino, die Lornsens Buch etwas freier interpretiert und im Filmformat konzentriert. Inszeniert wurde der Film von Wolfgang Groos, der zuletzt bei Rico, Oskar und das Herzgebreche und den ersten zwei Vampirschwestern-Filmen Regie geführt hatte.

Niemand kann sich so ungewöhnliche Erfindungen ausdenken, wie der 11-jährige Tobbi Findeisen… Eines Tages landet vor seinen Füßen der kleine Roboter Robbi, der beim Absturz seines Raumschiffes von seinen Roboter-Eltern getrennt wurde und sich nun auf die Suche nach ihnen machen muss. Zusammen ertüfteln Robbi und Tobbi ein Gefährt das zugleich fliegen, schwimmen und fahren kann: Ein Fliewatüüt eben! Doch inzwischen sind auch der skrupellose Sir Joshua und dessen Superagenten Brad Blutbad und Sharon Schalldämpfer dem Roboter auf den Fersen, um ihn für ihre Zwecke zu nutzen. Doch auch die klügsten Superagenten sollten nicht unterschätzen, wozu die besten Freunde der Welt fähig sind!

Mit freundlicher Unterstützung von Studiocanal kann ich hier im Blog drei kleine Geschenkpakete verlosen:

  1. Ein Flucht-Roboter-Bausatz von matches 21

    roboter_1 Der Flucht-Roboter Bausatz von matches21 enthält ein wahres Hightech Paket für smarte Bastler ab 12 Jahren! Enthalten sind alle erforderlichen Einzelteile zum Bau eines intelligenten Roboters, der sich selbstständig Fortbewegen kann und mittels Infrarotsensoren Hindernissen gezielt aus dem Weg geht. Das flexible, mit Rädern und mechanischen Beinen ausrüstbare Fahrwerk garantiert lange Spielfreude und große Entdeckungstouren. Mit einem riesigen, exklusiven Sortiment an Bastelsets und Bausätzen für Kinder von 3 bis 14 Jahren bietet matches21 kreativen Kids eine ideale Freizeitbeschäftigung und Spielspass pur! Über 800 verschiedenste Modelle vermitteln wertvolles Wissen, fördern die Kreativität und überzeugen durch einfache, bebilderte Anleitungen für den großen Bastelspaß.

  2. Zwei Kinogutscheine für Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt
  3. Ein Kinoplakat für Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt

robbitobbi_main_a4_rgb kinogutschein_robbitobbi roboter_2Um an der Verlosung teilzunehmen, müßt Ihr nur hier im Formular Eure Daten eingeben und eine einfache Frage beantworten. Die Verlosung läuft bis einschließlich 5. Dezember 2016. Der Rechtsweg ist natürlich ausgeschlossen. Nur eine Teilnahme pro Haushalt!
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Vaiana (2016)

Moana / Vaiana

Es beginnt mit einem dieser poetischen Momente, für die Disneys bessere Animationsfilme bekannt, gar berühmt sind: Vaiana, die kleine Tochter des Inselchiefs, kann gerade einigermaßen unbeholfen laufen, da lockt sie das Meer mit schönen Muscheln hinaus zwischen die Wellen. Es lockt wirklich: Das Wasser zieht sich zurück, damit sie auf trockenem Boden laufen kann, und schließlich steht sie da, auf drei Seiten von Wasserwänden umgeben, dahinter gleitet majestätisch eine riesige Meeresschildkröte vorbei – und ihr kleines Jungtier, das Vaiana gerade eben noch auf dem Weg über den Strand vor hungrigen Vögeln beschützt hat.

Damit sind die Themen des Films, der Titelsong ist kaum verklungen, schon gesetzt: Vaianas Furchtlosigkeit, das Wasser, die Natur. (Ein Schelm, wer auch ein bisschen an Moses dabei denkt.) Der Rest ist dann richtig gutes Erzählkino, diesmal mit einem Abenteuer von den Meeresweiten Polynesiens.

Vaiana (ab 22. Dezember 2016 im Kino) hat mir gut gefallen. Aber. Welche Gedanken der Film in mir ausgelöst hat, habe ich für kino-zeit.de aufgeschrieben.

(Foto: Disney)

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