Verlosung: Minions

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Die Minions, Grus gehorsame gelbe Gefolgsleute aus Ich – Einfach Unverbesserlich, schaffen es, viele – bei weitem nicht alle – Elter und Kinder gleichermaßen für sich zu gewinnen, und möge ihre allumfassende Präsenz derzeit auch vor allem Folge exzessiven Marketings sein. Oder, wie Katrin Rönicke es neulich schrieb:

Die Miniomanie unter uns Eltern […] Es schweißt uns zusammen. Untereinander, aber auch mit unseren Kindern.

Am 2. Juli bekommen die Minions nun einen ganz eigenen Film – da wird sich zeigen, ob gelbe Niedlichkeit und Bananenbegeisterung auch über Spielfilmlänge tragen.

Die Minions existieren seit Anbeginn der Zeit. Im Laufe der Evolution suchten sie sich immer wieder die übelsten Bösewichter als Herren – vom Tyrannosaurus Rex bis zu Napoleon. Doch die Herrschaft eines jeden Superschurken geht zu Ende. Ohne einen Meister, dem sie dienen können, verfallen die kleinen Latzhosenträger in tiefe Depression. Aber dann hat ein Minion namens Kevin einen Plan! Gemeinsam mit dem rebellischen Stuart und dem liebenswerten Bob macht er sich auf in die weite Welt, um einen neuen Anführer für sich und seine Mitstreiter zu finden.

Plakat Minions Suitcase - Bob Front View_screen Minions Suitcase - Bob Back View_screen Minions von Sadie Chesterfield

Mit freundlicher Unterstützung von Universal Pictures kann ich zum Filmstart ein Fanpaket verlosen, mit folgendem Inhalt: ein Film-Teaserplakat, ein Minions-Trolley und ein Minions-Hörbuch aus dem Hörverlag.

Im Hörbuch wird, so wurde mir glaubhaft versichert, auch Oliver Rohrbeck zu hören sein, die deutsche Synchronstimme von Gru, so dass die Dialoge sich nicht auf “Banana?” – “Bananaaaaa!” beschränken werden.

Um an der Verlosung teilzunehmen, müßt Ihr nur hier im Formular Eure Daten eingeben und eine Frage beantworten. Die Verlosung läuft bis einschließlich 5. Juli 2015. Der Rechtsweg ist natürlich ausgeschlossen. Nur eine Teilnahme pro Haushalt!
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Filmfest München: Ooops! Die Arche ist weg… (2014)

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Es gehört eine gewisse Chuzpe dazu, die Geschichte von Noahs Arche nicht nur ohne jeden Verweis auf religiösen Kontext zu erzählen, sondern die Menschen darin – bis auf eine kurze Erwähnung – ebenfalls völlig verschwinden zu lassen. In Ooops! Die Arche ist weg… steuert der „König der Tiere“ nicht nur höchstselbst das Schiff, sondern sitzt auch dem Gremium vor, das darüber entscheidet, welches Tier an Bord gehen darf. Ein Nashorn sitzt auch dabei, und irgendwie wird, wenn man die vielen Arten hier in der Schlange stehen sieht, natürlich auch deutlich, wie absurd die Erzählung eigentlich ist, wenn man sie mal auf reale Biodiversität runterbricht, auf also die de-facto Vielfalt tierischen Lebens auf der Erde, die sich natürlich in der Arche überhaupt nicht wiederfindet.

kffmuc-2015-schwarz Aber egal, dies ist ja kein Dokumentarfilm, sondern animierte Familienunterhaltung. Protagonisten sind die Nestrier Finny und sein Vater Dave – Spezialisten im Nestbau, aber ansonsten haben sie ihren Platz in der Welt noch nicht so recht gefunden. Dave ist ein recht nervöser Phobiker, der eigentlich vor allem und insbesondere um seinen Sohn Angst hat – Finny wiederum sucht vor allem Freunde. An Bord der Arche dürfen sie nicht (erst am Ende wird klar, warum eigentlich), also verkleiden sie sich und schließen sich zwei Grympkatzen (Mutter Kate und Tochter Leah) an, eine Art, die gleichwohl nicht für ihre Gastfreundschaft bekannt ist.

Dann kommt eins zum anderen, Pech zur Neugier, so dass Leah und Finny beim Start der Arche zurückbleiben und nun auf einem immer kleiner werdenden Stückchen Land nach Wegen zur Arche suchen – während gleichzeitig Kate und Dave versuchen, den eitlen Löwen dazu zu bewegen, die Arche zu wenden, um ihre Kinder einzusammeln.

Das ist, für einen (auch) in Deutschland produzierten Kinderfilm, alles gar nicht so dumm und langweilig gemacht – aber eben auch nicht wirklich interessant. Die Entwicklungen der Figuren sind recht vorhersehbar (Finny und Dave werden mutiger, die Grympkatzen erkennen den Wert von Freundschaft an), die Kämpfe und Auseinandersetzungen immer cartoonish-jugendfreundlich. Ästhetisch orientiert sich das stark an Figuren, wie man sie aus dem Hause Dreamworks kennt – auch daran ist ja zunächst nichts verkehrt.

Allerdings geht Ooops! Die Arche ist weg… halt niemals darüber hinaus, sondern bleibt streng im Durchschnitt ähnlicher Animationsabenteuer: Nicht gänzlich herz- und seelenlos, aber mit einem klar absehbaren Ablauf, Standardstrukturen und Figuren, deren Eigenheiten man schon in unzähligen anderen Filmen genau so gesehen hat.

Ooops! Die Arche ist weg… (Ooops! Noah is gone…), Belgien, Deutschland, Irland, Luxemburg 2014. Regie: Toby Genkel und Sean McCormack, 87 Min. FSK 0, empfohlen ab 6 Jahren. Kinostart: 30. Juli 2015. Am 1. und 3. Juli vorab auf dem Filmfest München zu sehen.

(Fotos: Filmfest München)

Wolfgang Groos über gute und “besondere” Kinderfilme

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Was macht eigentlich einen guten Kinderfilm aus? Vor zwei Jahren wurde die Förder-Initiative “Der besondere Kinderfilm” gestartet; Ziel des Modells:

Es soll ein zusätzlicher Baustein in einer Reihe von Maßnahmen sein mit dem Ziel, dem Kinderfilm in Deutschland wieder mehr Präsenz und ein stärkeres Gewicht zu verleihen. In dieser Initiative stehen Kinderfilme im Mittelpunkt, die nicht auf bekannten literarischen Vorlagen, sondern auf originären Stoffen beruhen.

Während die Definition des “besonderen” Kinderfilms auf der Website der Initiative eher fad liest, bringt das Projekt keineswegs nur Gutmenschen-Filme mit dem kleinsten ästhetischen Nenner zustande; der erste fertiggestellte Kinofilm, Winnetous Sohn, war durchaus gelungen.

Wolfgang Groos, Regisseur von Rico, Oskar und das Herzgebreche, der seit Donnerstag in den Kinos (und unter der Flagge von Lieblingsfilm und 20th Century Fox) läuft, ist von dem Projekt und vor allem dem Namen des Projekts alles andere als begeistert.

Diesen Namen, “der besondere Kinderfilm”, finde ich eine absolute Frechheit, weil das würde ja bedeuten, dass “Rico, Oskar und das Herzgebreche kein besonderer Kinderfilm ist. … Die Diskussion verstehe ich auch nicht so ganz, weil, wenn jemand einen Film machen will, und der kostet Geld. … Man kann natürlich auch einen voll subventionierten Film machen, aber dann kann ich auch nicht verlangen, dass ich zwei oder vier oder fünf Millionen Euro Budget habe. … Dass dann aber zu ignorieren und zu sagen, nur weil wir jetzt keine Romanverfilmung sind, müssen wir einen anderen Status bekommen und wir müssen mehr protektiert werden, finde ich wirklich bekloppt. “Ostwind” zeigt uns, dass es ganz anders geht.

Sein vollständiges Statement hier im Video:

Was denkt Ihr dazu? Wie steht es um die Qualität des deutschen Kinderfilms, gibt es zuviele Adaptionen und Romanverfilmungen? Findet Ihr Groos’ Argumente nachvollziehbar, oder seht Ihr die Initative “Der besondere Kinderfilm” eher positiv?

(Foto: aus dem Interview)

Verlosung: Rico, Oskar und das Herzgebreche

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Am kommenden Donnerstag startet Rico, Oskar und das Herzgebreche in den deutschen Kinos, die Fortsetzung des wunderbaren Rico, Oskar und die Tieferschatten, der im vergangenen Jahr mit Recht (auch hier) groß gefeiert wurde. Nun gibt es einen neuen kleinen Kriminalfall, den die Hauptfiguren lösen wollen:

Die beiden Jungs sind durch Zeitungsberichte ein wenig bekannt geworden, weshalb Oskar (Juri Winkler) inzwischen auf seinen Helm verzichtet und sich lieber inkognito bewegt – und hinter einer großen Sonnenbrille versteckt. Weil sein Vater ein wenig “Abstand” braucht (“wahrscheinlich von mir”), verbringt Oskar einige Tage mit Rico (Anton Petzold) – und kommt dabei mit seiner Beobachtungsgabe einem Kriminalfall auf die Spur, in den nicht zuletzt auch Ricos Mutter (Karoline Herfurth) verwickelt ist.

ROUDH_T-Shirt_MU ROUDH_T-Shirt_MU_pink Rico_Herzgebreche_Hörbuch ROUDH_Sonnenbrille Mit der freundlichen Unterstützung von 20th Century Fox kann ich hier im Blog vier Gewinnpakete verlosen, die jeweils zwei Kino-Freitickets, ein Hörbuch zum Film, eine Sonnenbrille (eine solche, wie Oskar sie im Film trägt) und einem “Inkognito”-T-Shirt. Von den T-Shirts gibt es jeweils zwei Exemplare in Blau und Rosa; grundsätzlich sind die Größen 105–110, 111–116 und 117–122 verfügbar. Ihr könnt eine Wunschgröße angeben, ob Ihr sie auch erhaltet, kann ich allerdings leider nicht garantieren.

Um an der Verlosung teilzunehmen, müßt Ihr nur hier im Formular Eure Daten eingeben und eine Frage beantworten. Die Verlosung läuft bis einschließlich 15. Juni 2015. Der Rechtsweg ist natürlich ausgeschlossen. Nur eine Teilnahme pro Haushalt!
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Rico, Oskar und das Herzgebreche (2015)

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Unter allen deutschen Kinderfilmen des vergangenen Jahres ragte Rico, Oskar und die Tieferschatten wie ein einsamer Leuchtturm heraus. Natürlich brachte der Film schon mit seiner Buchvorlage allerbeste Voraussetzungen mit: Andreas Steinhöfels Erzählung wird nicht umsonst gerne in der Tradition von Erich Kästners Emil und die Detektive gesehen. Eine Abenteuer- und Kriminalgeschichte im Berlin der Gegenwart, die auf allen Effekt-Schnickschnack verzichtet und wesentlich von ihren starken Figuren lebt und einem trockenen, zugleich humorvollen sozialen Realismus, wie man ihn in der Kinderliteratur nur selten findet. Regisseurin Neele Leana Vollmar machte daraus einen Film, der den Ton des Buches genau traf – und so ist es geradezu zwingend, dass die Erwartungen an die Verfilmung des zweiten Bandes aus Steinhöfels Trilogie natürlich recht hoch hängen.

Wolfgang Groos, der in diesem Film für Vollmar übernahm (sie wird beim dritten Film wieder Regie führen), orientiert sich bei Rico, Oskar und das Herzgebreche sowohl im Ton als auch in der Ästhetik am ersten Film, bringt aber auch seinen eigenen Zungenschlag mit hinein. Dabei hilft ihm, dass es hier weniger düster zugeht, insgesamt leichtfüßiger, auch ein wenig unrealistischer und mit deutlich mehr Klamauk. (Das ist zugleich die einzige echte Schwäche des Films, nimmt aber glücklicherweise nicht überhand – dafür ist die Geschichte dann doch zu sehr geerdet.)

Weiterlesen: Meine ausführliche Kritik zu Rico, Oskar und das Herzgebreche ist auf kino-zeit.de erschienen.

(Interviews zum Film folgen in den nächsten Tagen hier; bis dahin schon einmal ein Clip aus dem Film und der Trailer:)

(Foto: 20th Century Fox)

Wie schaut Ihr zuhause Filme?

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Manche Leute, die zum ersten Mal in unsere Wohnung kommen, wundern sich darüber, dass in unserem Wohnzimmer kein Fernseher zu sehen ist, um nicht zu sagen: überhaupt kein Bildschirm. Eigentlich seltsam für jemanden, der sich so viel mit Film beschäftigt… Wir haben uns vor längerer Zeit dafür entschieden, keinen Fernseher im zentralen Wohnraum stehen zu haben, vielleicht als Versuch, gedankenlosen Fernsehkonsum zu reduzieren (und das funktioniert ganz gut).

Allerdings schauen wir dort natürlich trotzdem auch mit den Kindern Filme; auf dem Sofa lümmelnd bis kuschelnd, auf Bildschirmen unterschiedlicher Größe. Entweder trage ich den 24-Zoll-Fernseher-und-Monitor aus meinem Arbeitszimmer herüber, der dann entweder per Blu-ray-Player oder per Chromecast über einen Streaming-Service Filme zeigt; manchmal liegt aber auch der Laptop auf meinem Schoß oder ein kleiner portabler DVD-Player mit 7-Zoll-Bildschirm, der sich in der Tat nur für solche Sichtungen in kleinster Gruppe eignet.

Auf dem Sofa oder in der Kuschelecke, und nur in seltenen Ausnahmefällen nicht gemeinsam: So schauen wir mit den Kindern Filme. Und wie macht Ihr es? Wie unterschiedlich die Arten sein können, Filme anzusehen, ist mir gestern nochmal klar geworden, als ich dieses Posting im Kraftfuttermischwerk gesehen habe, in dem es darum geht, wie sich Leute aus ihren Smartphones und Tablets (sehr) kleine Heimkinos bauen. Das ist freilich nur zur sehr privaten Sichtung tauglich.

Macht Ihr aus den Filmen ein Ritual, habt Ihr dafür feste Zeitpunkte? Wie integriert Ihr Filme in Euren Familienalltag? Gibt es Serienfolgen als Betthupferl? Schaut Ihr im Wohnzimmer, im Kinderzimmer, oder gibt es zuhause gar keine Filme? Ich bin neugierig! Schreibt es mit in die Kommentare oder verlinkt einen eigenen Blogeintrag.

(Foto: Watching TV… von Michael Riedel, Lizenz: CC-BY)