Verlosung: Shaun das Schaf – Pizza-Party

Shaun The Sheep Series 5

Ich muss hier vermutlich Shaun das Schaf nicht wirklich vorstellen – wer Kinder hat, kennt Shaun. Wer Shaun noch nicht kennt, sollte das ändern. Ich habe die wunderbare Serie mit ihren Mini-Episoden hier schon einmal gepriesen, und an der Begeisterung hat sich nichts geändert (auch wenn man zum Film auch Kritischeres sagen kann).

Nun gibt es ab 3. November 2016 sieben neue Folgen aus der fünften Serienstaffel auf DVD! Aus der Beschreibung:

In der Folge „Die trojanische Pizza“ bauen sich die Schafe in einem großen Heuballen eine geheime Kneipe und amüsieren sich mit Musik und Pizza. Das entgeht natürlich auch den drei Schweinen nicht, die prompt einen Überfall planen, denn auch sie lieben Pizza. In den sechs weiteren Folgen geht es nicht weniger turbulent zu. Ein echter Rockmusiker strandet mit einer Reifenpanne auf dem Hof und während der Bauer sein Glück kaum fassen kann – sein Lieblingsstar! – ist die Schafherde überzeugt davon, dass in diesem Fall „Kunst“ ganz sicher nicht von „Können“ kommt. Und so weiter…

nici_shaun_kuscheltier shaun-das-schaf-pizza-party_dvdpackshot3d__20257 Zusammen mit Concorde kann ich hier im Blog zwei schöne Gewinnpäckchen verlosen in denen jeweils ein Plüsch-Shaun und eine DVD “Pizza-Party” mit den sieben neuen Folgen verpackt sind.

Um an der Verlosung teilzunehmen, müßt Ihr nur hier im Formular Eure Daten eingeben und eine einfache Frage beantworten. Die Verlosung läuft bis einschließlich 3. November 2016. Der Rechtsweg ist natürlich ausgeschlossen. Nur eine Teilnahme pro Haushalt!
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Der Gigant aus dem All (1999)

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Ein 15 Meter hoher Roboter stürzt aus dem All ins Meer, nicht weit entfernt von der amerikanischen Küste! Es sind die 1950er Jahre, Sputnik umkreist noch die Erde und im überall im Westen herrscht Angst vor der kommunistischen Sowjetunion. Der neunjährige Einzelgänger Hogarth trifft durch Zufall auf den gigantischen Blechmann, der sich als fühlendes, sanftes Metallwesen entpuppt. Hogarth bringt ihm nicht nur das Sprechen bei, sondern auch, was „richtig“ und was „falsch“ ist. Das geht so lange gut, bis die US-Regierung in ihrer Kommunisten-Paranoia ein riesiges Militärarsenal gegen den Gigant aus dem All aufmarschieren lässt…

Regisseur Brad Bird hat erzählt, dass er bei seinem ersten Animationsfilm Der Gigant aus dem All damals alles anders machen wollte, als es in Hollywood und speziell bei Disney üblich war: keine Prinzessinnen, kein Gesang, ein bedachteres Tempo, ernsthafte Themen. Dabei kam dem Filmemacher damals zu Gute, dass man bei Warner eh nicht so recht wusste, was man mit dem Projekt eigentlich anfangen soll.

Was daraus für ein wunderbarer Film entstand, hatte ich für meinen letzten Familientipp auf filmstarts.de ausführlich aufgeschrieben.

Der Gigant aus dem All (The Iron Giant), USA 1999. Regie: Brad Bird, 86 Minuten, FSK 6. Kinostart 16.12.1999. Empfohlen ab 8 Jahren.

(Fotos: Warner)

KUKI präsentiert: Der Maulwurf am Meer (2012)

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Am 13. November beginnt das diesjährige, bereits neunte Internationale Kinder- und Jugendkurzfilmfestival Berlin (KUKI). In Vorbereitung auf das und Zusammenarbeit mit dem Festival zeige ich in den kommenden Wochen als “Kurzfilm zum Wochenende” jeweils einen Film, der in einem der vergangenen Jahre bereits auf dem KUKI gelaufen ist. Wen das nicht überzeugt, dass das Festival allein schon wegen der Qualität der dafür ausgewählten Filme einen Besuch wert ist, dem/der ist nicht zu helfen. ;-)

ku9_rgb_de_logo1_bunt-transparent Wir beginnen diese Woche mit Krot na more von Anna Kadykova. Eine kleine, schweigsame und zugleich sehr sprechende Animation über einen Maulwurf, den die Sehnsucht nach dem Meer packt und vor Ort womöglich feststellt, dass er nicht allein der Versuchung durch schöne Werbung erlegen ist… Macht glücklich und channelt in seinen besten Momenten nicht zuletzt musikalisch Die Ferien des Monsieur Hulot. Der Kurzfilm lief 2013 auf dem KUKI-Festival im Programm für Kinder ab vier Jahre.

Schönes Wochenende!

Michel-Kinderfilmfest: Adama (2015)

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Helles Licht, Brauntöne, Grün, blaues Wasser: Adamas Welt ist voller Farbe. Der 12jährige lebt mit seinen Eltern und seinem großen Bruder Samba ein anscheinend weitgehend sorgenfreies Leben in einem Dorf irgendwo in Westafrika. Geschützt liegt der Ort auf einer Tiefebene, rundherum steile Felswände, dahinter die Welt der Winde: Die Außenwelt, vor der die Älteren im Dorf warnen. Von dort kommt Unglück und Versuchung.

michel-logo Samba will sich damit nicht zufriedengeben. Er sucht die Weite, ist ihrem Ruf längst erlegen, als die Feier zu seiner Initiation unterbrochen wird, weil der Dorfälteste eine Möwe als schlechtes Omen versteht. Noch in der gleichen Nacht bricht er auf, zu einem fremden Volk als Krieger will er dazustoßen – seinen Sold in Goldstücken, den er vorab bekommen hat, lässt er für seine Familie da.

Das Dorf ist am nächsten Morgen in Aufruhr und gibt den aufsässigen jungen Mann verloren. Adama erträgt das nicht: Er greift sich Sambas Gold und läuft ihm hinterher – durch die Wüste zu einer Küstenstadt, in ein riesiges Schiff hinein (dem seinen hinterherfahrend), nach Paris, an die Front…

Wir schreiben das Jahr 1916, die Geschichte von Adama und Samba ist eine fiktionale Variation auf die gern vergessenen Schicksale der „Force noire“ bzw. „Tirailleurs sénégalais“. Frankreich rekrutierte – mehr oder minder freiwillig – in seinen schwarzafrikanischen Kolonien Kämpfer für seine Armeen, die im ersten (und später auch zweiten) Weltkrieg an der Seite französischer Soldaten kämpften.

Adamas Reise führt vom Licht und den offenen, sonnigen Himmeln Afrikas hin zu den wolkenverhangenen Tagen und Nächten in Frankreich, hin zu den zunehmend düsteren, dunklen Schützengräben von Verdun. Regisseur Simon Rouby nimmt sich in seinem ersten Langfilm dabei so einige historische Freiheiten (bis hin zur insgesamt völlig unwahrscheinlichen Erzählung über Adama selbst, die eine Coming-of-Age-Geschichte als Mysteriendrama und Abenteuerfilm erzählt), aber neben seiner eigentlichen Erzählung fungiert der Film erfolgreich als historisches Denkmal.

Die Filmbilder haben stellenweise die Qualität von Ölgemälden – das bewirkt die Produktionsweise der Animationsbilder. Die Figuren wurden zuerst von Hand modelliert und dann als 3D-Modelle per Computer animiert, während die Hintergrundbilder in 2D gemalt wurden. So stechen die Figuren deutlich heraus, wirken aber, als seien sie mit ständig wechselnden Pinselstrichen gemalt, manchmal gar, als seien sie immer neu aus changierendem Lehm geformt. Immer sind sie dicht an der Erde, nie ganz scharf bis ins letzte Detail konturiert: Unvollständig, werdend.

Es gibt viel Ungerechtigkeiten und auch einige Gewalt in diesem Film; am Ende steht eine Auflösung, die wunderbare Rettung sein könnte oder Tod, unendliches Glück oder Wahnvorstellung der Todgeweihten. Man weiß es nicht. Abdu, der Narr, geleitet Adama und Samba, endlich wieder vereint, dorthin; und dieser Narr, von Anfang an unschuldig und wirr, klar und wahnsinnig, erdet alles, was in Adama geschieht. Er warnt vor den falschen Götzen, vor Gier und Irrtum: „Ihr werdet alle ins Feuer geworfen. Rettet diejenigen, die nicht vergessen haben, woher sie kommen.“

Retten, und: gegen das Vergessen anrennen.

Adama. Frankreich 2015. Regie: Simon Rouby. 82 Minuten, empfohlen ab 12 Jahren.

(Fotos: Ocean Films)

Kurzfilm zum Wochenende: Isabelle au bois dormant (2007)

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Der Titel – in den Titelkarten auch Englisch als Sleeping Betty angegeben – ist nicht gut übersetzbar (Vorschläge gerne in die Kommentare), weil das zugrunde liegende Märchen, das auf Charles Perraults “La belle au bois dormant” zurückgeht, natürlich bei uns als “Dornröschen” bekannt ist. Da lässt sich hier nur schwer eine passende Analogie im Titel bilden.

Isabelle jedenfalls schläft, und nichts und niemand scheint, zur Verzweiflung von Königin und König, sie wecken zu können. Ein Arzt muss her! Oder ein rettender Prinz! Claude Cloutier schmeißt Märchenmotive wild mit der technischen Gegenwart zusammen, kombiniert Zerstörung, wie sie nur Cartoon kann, mit einer fast schon dadaistischen Spielfreude, da passiert lauter Quatsch, aber es stecken halt auch schon mal Beile in Köpfen, ohne das jemand Schaden nimmt. Eine große kurze Freude (via).

Schönes Wochenende!