Hanni & Nanni (2010)

Hanni & Nanni gesehen. Gelitten. Live dazu getwittert. Eine Schmerzensgeschichte:

Oliver Pocher habe ich zwar erkannt, sein Name ist mir aber nicht mehr eingefallen, so lang ist der schon her.

Triple-F-Rated
Triple-F-Rated
All dem Leid zum Trotz gilt für den Film übrigens dennoch das Triple-F-Rating. Das Rating ist ja auch, wie beschrieben, kein Qualitätskriterium.

Dann, einige Arbeitsstunden später:

Anschließend wird das Pferd im Gartenhaus verstaut und spielt keine weitere Rolle mehr. Warum übrigens Katharina Thalbach glauben gemacht wurde, ihre Pseudofranzösisch dahinparlierende Lehrerin sei lustig, ist ein Rätsel der deutschen Filmgeschichte.

Es wurde Hockey gespielt. Ein Junge bekam kurz vorher den Laufpass, weil er meinte, Hockeyspielen passe nicht zu Mädchen. Einzige gute Szene des Films!

(Die Schule ist gerettet!)

Dieser Film ist ein einziges, furchtbares Gekröse.

Katja Lüthge fand übrigens in der Berliner Zeitung:

Die Schuluniform etwa – weiße Bluse, weiße Kniestrümpfe, Faltenminirock – scheint aus einem Mädchen-Manga nachgeschneidert, und die zarten weißen Schlafanzüge könnten glatt vom Mädchenkörper-Erotisierer David Hamilton fotografiert worden sein. In den Umziehpausen lernen die Zwillinge dann mal eben ein Instrument, werden zu respektierten Mitgliedern der Schulgemeinschaft und retten als solche schließlich noch ihr von der Schließung bedrohtes Institut.

(Foto: Universal)

Kurzfilm zum Wochenende: Von langer Wartezeit (2016)

Ein kurzer Film, über den man ein wenig sprechen muß: Was macht der Mann da? Warum macht er das wohl? Was ist sein Ziel? Warum kann er es nicht erreichen? Was passiert denn da?

Ein wenig steckt da Der alte Mann und das Meer drin, aber eben quer verhakt; Regisseurin Jill Goritschnig macht es sich und uns nicht leicht, es gibt auch kein versöhnliches Ende. Aber wunderschöne Bilder (via).

Schönes Wochenende!

Kurzfilm zum Osterwochenende: Freilandeier (2006)

Über zahllose Festivals ist Daniel Faigles zehnminütiger Animationsfilm schon getingelt, und mit Preisen beworfen worden zudem. Ein paar Eier machen sich vom Frühstückstisch auf in die Freiheit – gar nicht so einfach, und ziemlich lustig. Das passt nicht nur wegen der Eier zum Osterfest. (Danke, Monica, für den Tipp!)

@Murmelgnom hat mich (Danke!) außerdem noch auf eine Sammlung von osterbezogenen Filmen bei der Sendung mit der Maus aufmerksam gemacht. Das Wochenende ist ja diesmal etwas länger, da passt auch mehr als ein Kurzfilm rein.

Schöne Feiertage und ein gutes Wochenende!

Heimkino-Empfehlungen für März und April 2017

Monat für Monat erscheinen mal bessere, mal schlechtere Kinderfilme auf DVD und Blu-ray sowie auf VoD-Plattformen. Ich werde versuchen, hier in Zukunft jeweils monatlich ein paar besondere Highlights hervorzuheben. Bei der ersten Ausgabe hat das mit dem “monatlich” erst einmal nicht funktioniert – es ist gerade viel los, da zog der März vorbei. Naja, es sind aber tolle Filme, dafür ist die Liste etwas länger. (Außerdem ist es eine gute Gelegenheit, um ein paar Filme wenigstens kurz vorzustellen, für deren ausführliche Besprechung mir bislang noch die Zeit gefehlt hat. Wie gesagt, es ist viel los.)

Die Auswahl ist subjektiv und an tollen Filmen orientiert, die Reihenfolge relativ wurscht. Bestellungen über die amazon-Links machen mir das Leben finanziell ein wenig angenehmer oder leichter.

Der erste Blockbuster unter den Neuerscheinungen ist zweifellos Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind, das Harry Potter-Spinoff/Prequel, hier schon ausführlich besprochen. Weil davon eh alle schon gehört haben, braucht das hier nicht so viel Platz (seit 6. April; Empfehlung: ab 11 Jahren; auf amazon.de bestellen).

Blockbuster Nummer 2: Vaiana, Sie wissen schon: Disney-Prinzessin in der Südsee, viel Gesang, großmäuliger Halbgott, irres Huhn. Sehr lustig, irgendwie auch sehr gut und trotzdem sehr ambivalent, wie ich schon erläutert hatte (ab 20. April; Empfehlung: ab 8 Jahren; auf amazon.de bestellen).

Eine nicht genug zu preisende Freude ist Molly Monster – Der Kinofilm, und zwar nicht nur deshalb, weil man den Film weitgehend bedenkenlos mit kleinen Kindern ansehen kann und sich dennoch als Erwachsener nicht zu Tode langweilt oder nur genervt ist. Ein witziger Film, der ohne bösen Antagonisten und verknarzte Geschlechterstereotype auskommt, phantasiereich, bunt und sehr gloriös. Mehr Details in meiner Kritik (seit 28. März; Empfehlung: ab 5 Jahren; auf amazon.de bestellen)

Am anderen Ende des kindlichen Altersspektrums meine 1478400241_star_gold Empfehlung des Monats: Kubo, der tapfere Samurai. Ein wunderbarer Abenteuerfilm, gruselig und aufregend und spannend und berührend und zart. Mit Bildern von beglückender Fülle und Schönheit, in den zurecht vielgepriesenen Laika-Studios in Handarbeit gebaut und komponiert. Der junge Geschichtenerzähler Kubo muss sich auf den Weg machen, damit sein Großvater, der Mondkönig, nicht auch noch sein zweites Auge zu fassen bekommt. Unterwegs begegnet er einem Affen und einem riesenhaften Käfer, die ihm auf seinem Weg beistehen. Es geht um Leben und Tod, Liebe und Glück, Vergangenheit und Zukunft. Und wer am Schluß ohne Tränen dasitzt, dem ist nicht zu helfen (seit 2. März; Empfehlung: ab 12 Jahren; auf amazon.de bestellen)

Die Empfehlungen schließt, so sollte es eigentlich immer sein, mit Musik. Von Trolls hatte ich mir eigentlich nicht allzu viel erwartet als eine 08/15-Variation auf die Filmchen, in denen nostalgisch angehauchte 80er-Jahre-Themen aufgewärmt und irgendwie aufwändig verwurstet werden (man nehme nur den leider recht missratenen Pixels als Beispiel) – also in diesem Fall wenig mehr als eine Gelegenheit, mit “Zaubertrolle“-Merchandise nochmal schnell viel Geld zu verdienen. Das Merchandising gab und gibt es wahrscheinlich, aber der Film macht das schnell durch seine insgesamt sehr sympathische Gestalt vergessen. Trolls kann nicht unbedingt mit einer besonders originellen Geschichte aufwarten, aber es erzählt sie mit Gusto, mit doch klar fokussierten Figuren und vor allem einem Schaumbad voll guter Laune und ziemlich eingängiger Lieder. Zugleich hat der Film einige gar nicht so dumme Gedanken zum Thema Traurigkeit (wenn auch lange nicht so komplex und klug wie Alles steht Kopf) und bewohnt eine Welt, in der man trotz aller Fröhlichkeit theoretisch in jedem Moment von einer freundlichen Pflanze oder einem harmlosen Hügel aufgefressen werden kann. Gelegentlich nah an einem kinderfreundlichen LSD-Trip (seit 2. März; Empfehlung: ab 7 Jahren; auf amazon.de bestellen).

(Fotos: Warner Bros., Disney, Wild Bunch/Central, UIP, 20th Century Fox)

Kurzfilm zum Wochenende: Der Mond und ich (2015)

Ein kurzer Film über das Einschlafen. Oder das Wachsein, das Träumen, das schöne Dasein dazwischen. Mondballett mit Wandbemalung. Der achtjährige Darsteller Vincent Hagn ist für diese Rolle in Nancy Biniadakis Kurzfilm gerade mit dem Grimmepreis ausgezeichnet worden. (Danke an Monica vom KUKI für den Hinweis auf diesen Film!)

Schönes Wochenende!

Kurzfilm zum Wochenende: Dantes Mittagessen (2017)

Ich gestehe es gerne, Dante’s Lunch ist natürlich weniger ein eigenständiger Kurzfilm als mehr ein kleiner Werbespot und Teaser für Coco, den neuen Pixar-Film, der im November in die Kinos kommt (hier ein Trailer). Das Thema ist der mexikanische Tag der Toten (Dia De Los Muertos), der ja immer wieder mal auch in Kinderfilmen auftaucht, zuletzt in Manolo und das Buch des Lebens oder hier im Kurzfilm Dia De Los Muertos.

Jetzt also mit einem Hund und einem sich seltsam gebährenden Knochen. Man ahnt schon, worauf das hinauslaufen wird.

Schönes Wochenende!