Kurzfilm zum Wochenende: Living Room (2011)

livingroom

Nach einer Urlaubs- und anschließend Krankheitsbedingten (Zwangs-)Pause – pardon! – meldet ich mich mit einem Gruß zum Wochenende wieder zurück, einem kleinen Animationsfilm, den Andreas Kaufmann im Rahmen seiner Hochschulausbildung gemacht hat. Sehr zurückhaltend, unaufgeregt, ein bißchen unvollkommen: Wenn Kaugummis Musik machen.

(via)

Kurzfilm zum Wochenende: Dynamics of the Subway (2012)

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Film ist ja keineswegs immer nur das Medium konkreter und erzählerischer Formen – stattdessen gehören künstlerische Experimente gerade auch zum ganz frühen Kino, etwa Versuche wie Rhythmus 21 (1921-23) von Hans Richter oder Lichtspiel: Opus 2 (1921) von Walter Ruttmann.

In seinem Musikvideo Dynamics of the Subway arbeitet Keita Onishi letztlich, bei aller Abstraktion, viel gegenständlicher: Hier sind die Formen klar in einem Raum verortet, gruppieren sich zu (anscheinend) wiedererkennbaren Strukturen, und all das noch in klarem Kontext zur elektronischen Musik der japanischen Band Haisuinonasa (hier noch ein paar Infos auf Englisch).

This music video, “Dynamics of the Subway, is from Haisuinonasa’s 1st Album, “Animal Bodies,” which was released in May, 2012. Each note from the instruments is represented by a geometric shape in the animation; while these shapes move in sync with the song, they also form the parts that create the subway itself.

Mir scheint das Video ein schöner, zeitgenössischer Einstieg in solche abstrakten Filmformen zu sein; zugleich wird es durch die Musik und die Kürze für Kinder nicht langweilig. Meine jedenfalls klebten gebannt davor.

Die oben beschriebenen Trickfilme sind übrigens auf einer DVD dieser großartigen Reihe enthalten, nämlich Folge 1: Animierte Avantgarde. Der künstlerische Animationsfilm der 20er und 30er Jahre (amazon).

Schönes Wochenende!

Bild und Video: Keita Onishi

Berlinale 2013: Generation – Ein paar Tipps

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Morgen beginnt in Berlin der Vorverkauf für die ersten Tickets der Internationalen Filmfestspiele aka Berlinale. Deshalb weise ich gerne auf einige der Filme hin, die in diesem Jahr in der Sektion “Generation“, dem Kinder- und Jugendfilm vorbehalten, gezeigt werden. Wer es nicht kennt: die Filme dort sind in zwei Untersektionen, “Kplus” für Kinderfilme und “14plus” für Jugendfilme, unterteilt. Die detaillierten Programmhefte beider Untersektionen kann man hier herunterladen; die Altersempfehlungen, die im Heft für die Kplus-Filme angegeben sind, sollte man nicht ohne Weiteres ignorieren.

Ich hatte die Gelegenheit, sechs der Filme bereits vorab zu sehen; ausführliche Kritiken von mir sind ggf. verlinkt oder folgen noch, aber hier sind schon einmal ultrakurze Anmerkungen. Die Inhaltsangaben stammen wortwörtlich von der Berlinale-Website. Die Links führen zu den Berlinale-Seiten mit den genauen Programmterminen. „Berlinale 2013: Generation – Ein paar Tipps“ weiterlesen

Kurzfilm zum Wochenende: Im Flug Erobert (2012)

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Vergangene Woche hatten wir einen Oscargewinner in dieser Rubrik, nun einen der fünf für die Kategorie Animierter Kurzfilm nominierten Shorts – und was für einen! Disneys jüngster Beitrag zum Kurzfilmgenre ist Im Flug Erobert (Paperman), der vor Ralph reichts (meine Kritik) gezeigt wurde: eine bezaubernde kleine Liebesgeschichte, verträumt-slapstickhaft, traditionelle Zeichentechniken und computergenerierte Animation verbindend. Ein kleiner Papierflieger des Glücks. Und auch wenn es kein Kinderthema sein mag, das verhandelt wird: Verstehen tun die jungen Leute es doch.

Foto: Disney (via)

Lotte und das Geheimnis der Mondsteine (2011)

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Weil das Hundemädchen Lotte nicht schlafen kann, ertappt sie zwei geheimnisvolle Figuren in Kapuzenmänteln dabei, wie sie versuchen, ihrem Onkel Klaus einen Stein zu entwenden. Dieser Stein, erzählt Klaus, hat eine besondere Geschichte: Er hat ihn vor vielen Jahren auf einer Expedition ans Ende der Welt gefunden, in einer geheimnisvollen Anlage im Inneren eines Berges. Es gibt noch zwei weitere dieser Steine, so dass Lotte und Klaus aufbrechen, um sie zu versammeln und das Geheimnis der Steine zu lösen – immer heimlich verfolgt von den beiden Kapuzenwesen.

Unterwegs kann Lotte von Klaus allerhand über das Reisen lernen (“Auf Reisen findest Du alles, was Du brauchst, am Wegesrand.”) und lernt Dinge kennen, die sie sich vorher nicht hatte vorstellen können (“Wer auf Reisen ist, muss an das Unglaubliche glauben.”). Es treten auf: ein verliebter Musiker, ein Forscher, der Wassertropfen sammelt und umsorgt, und viele Absonderlichkeiten mehr. „Lotte und das Geheimnis der Mondsteine (2011)“ weiterlesen