Die Konferenz der Tiere (1969)

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Welche Herausforderung es sein kann, Kinderbücher zu verfilmen, Klassiker zumal, habe ich vor einigen Wochen in einer Kolumne schon beschrieben – Filmemacher_innen haben da sicher keine leichte Aufgabe, zumal wenn sie auf schier nicht erfüllbare Erwartungen seitens der Zuschauer_innen – Erwachsene wie Kinder – treffen. Unmittelbar beobachten kann man das bei Die Konferenz der Tiere: Die recht neue Verfilmung, computeranimiert und in 3D, nimmt sich große, sehr große Freiheiten heraus (was nicht per se schlecht ist), schafft aber nicht mehr als eine aktualisierte und reduzierte Version von Erich Kästners Kinderbuch auf die Leinwand zu schicken, die sich zu sehr in Effekten und Action verliert.

Curt Lindas Verfilmung von 1969 hingegen ist nicht nur ein Klassiker, sondern schafft es außerdem sehr präzise, dicht am Text zu bleiben, ohne deshalb Sklave des Textes zu sein; stattdessen fügt sie in Ton und Bild viel hinzu und entwickelt daraus ein Ganzes, das für sich wieder ganz harmonisch schwingt.

Auf der Bildebene nutzt er eine ganz eigene Ästhetik und groteske Komik, die sich direkt aus der Technik des Zeichentricks ergibt; da fliegt ein Affe schier minutenlang herum, bis ihn jemand darauf hinweist, dass er ja nicht fliegen könne; und kindliche Phantasiemaschinen und -fabriken stehen in großer Zahl herum, die zugleich in ihren mechanistischen Abläufen die Strukturen einer unmenschlich organisierten Gesellschaft widerspiegeln. „Die Konferenz der Tiere (1969)“ weiterlesen

Kauwboy – Kleiner Vogel, großes Glück (2012)

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Der zehnjährige Jojo (Rick Lens) lebt allein mit seinem Vater Ronald (Loek Peters) in einem kleinen niederländischen Ort auf dem Land; die Mutter ist fort. Jojo ist viel allein zu Hause, während der Vater sein Geld als Wachmann verdient. Dann hört der Junge die Musik seiner Mutter, abends und nachts sieht man ihn auch mit ihr telefonieren, davon erzählen, wie glücklich und entspannt sein Vater sei, auch wenn wir zugleich sehen, dass dem nicht so ist; als bereite er die Rückkehr der Mutter vor. Im gleichen Geiste bereitet er eine Geburtstagsfeier für sie vor, der sich der Vater aus unerfindlichen Gründen entgegenstellt.

Jojos Leben beginnt sich dann zu ändern, als er eine junge Dohle aufsammelt, die aus dem Nest gefallen war, und sich mit Yenthe (Susan Radder) anfreundet, die neu in seinen Wasserball-Verein gekommen ist. Aber das Verhalten aller Figuren scheint in diesem Film seltsam dunkel und unverständlich zu sein; bis nach ziemlich genau einer Stunde jemand eine Wahrheit ausspricht, die sonst niemand zu sagen wagt. Dann wird Kauwboy schlagartig auch rückblickend klar und blendend und tieftraurig. „Kauwboy – Kleiner Vogel, großes Glück (2012)“ weiterlesen

Kurzfilme vom ITFS 2013: Telefonbuchpolka

Telefonbuchpolka von Benjamin Swiczinsky (Österreich 2012): Der Film entstand im Rahmen des Projektes “Kreislers musikalische Stolpersteine” und verfilmt das gleichnamige Lied von Georg Kreisler in Bildern, die dem schwarzen, satirischen Blick Kreislers auf die Welt Bild verleihen. Mehr zum Film bei arte.

(mehr zum ITFS 2013)

Im Schreckenstal der Prinzessinnenakademie

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So ein Schulspind ist toll, da ist alles drin, was man braucht. Gerade eben noch wurde Blair von einer Mitschülerin wegen ihrer von zuhause mitgebrachten Kleidung gehänselt, schon eröffnen sich ihr die Möglichkeiten, die dieser kleine Schrank bietet: Alles was eine Schülerin der Prinzessinnenakademie braucht. Bücher, Stifte, Schminkutensilien, die neueste Glitzertaschenkollektion, und dann schließlich auch Bürsten, Schuhe, Parfum und so weiter und so fort. Willkommen in der Welt von Barbie.

Es war ein Selbstversuch: Ist es wirklich so schlimm, sich vier Filme lang in rosa und pink zu wälzen? Würde da überhaupt alles rosa und pink sein, oder sind das alles Vorurteile? (Es sind Vorurteile. Barbie kennt auch noch andere Farben, so lange es Pastelltöne sind.)

Meine neue Kinderfilm-Kolumne Sitzplatzerhöhung ist auf kino-zeit.de erschienen. Hier bitte weiterlesen!

Foto: Mattel

Kurzfilm zum Wochenende: Lion Dance (2012)

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Lion Dance von Duan Wenkai und Ma Weijia (China 2012) wurde auf dem ITFS 2013 im Rahmen der Sektion “Tricks for Kids” gezeigt. Es ist ihr Abschlussfilm von der School Of Animation And Digital Arts an der Communication University Of China.

Eine Zirkus-, vielleicht Theatervorstellung nimmt einige wilde Wendungen, weil die junge Darstellerin sich nicht auf eine Nebenrolle beschränken will. Chaos und Slapstick sind die Folge…

Schönes Wochenende!