Kinostart diese Woche (24. Januar 2013): Frankenweenie

FRANKENWEENIE

Eine ausführliche Besprechung zu Frankenweenie von Tim Burton habe ich ja bereits vergangenes Wochenende hier gebracht; aber natürlich bin ich nicht der einzige, der den Film gesehen hat – und die meisten haben eine noch bessere Meinung von dem Film als ich. Nino Klingler hat auf critic.de den Film vor allem in eine Reihe von anderen Arbeiten eingeordnet, die sich an der Filmgeschichte abarbeiten und schreibt:

Es gibt viel zu entdecken und zu genießen an Frankenweenie, seine von grotesken Cartoonfiguren bevölkerte 1950er-Jahre-Kleinstadt etwa oder seine Flirts mit der Trash- und B-Movie-Filmgeschichte, die für Burton so essenziell ist. Monster- und Science-Fiction-Filme, altmodischer Grusel, Slapstick-Humor: [Frankenweenie] betrauert nicht den Verfall einer großen, wertvollen Kultur, sondern feiert die Widerständigkeit einer billigen.

Dieter Oßwald schreibt auf programmkino.de:

Die ganz große Liebe bis ins kleinste Detail sorgt für eine grandiose Stimmigkeit in diesem Stop-Motion-Abenteuer, die technische Perfektion bereitet das visuelle Vergnügen derweil die Verspieltheit des Regisseurs die zusätzlichen Bonuspunkte einer humorvollen Hommage an das Horrorgenre bietet.

Und schließlich die liebe Kollegin Sophie Charlotte Rieger auf kino-zeit.de:

Frankenweenie ist ein gelungener Film, kann aber nicht die Faszination älterer Tim Burton Werke reproduzieren. Dies liegt vor allem daran, dass trotz – oder vielleicht gerade wegen – der gelungenen Ästhetik und der vielfältigen Anspielungen und Interpretationsansätze keine Nähe zu den Figuren entsteht. So kann Frankenweenie zwar kurzweilige Unterhaltung bieten, den Zuschauer aber nur schwer anhaltend an seine Protagonisten binden.

Eine ausführliche Presseschau bietet wie stets film-zeit.de, und die Kinderfilmwelt spricht direkt die jungen Zuschauer an.

Foto: Disney

Mullewapp – Das große Kinoabenteuer der Freunde (2008)

Mullewapp

Johnny Mauser hat kein Glück auf den Bühnen der großen Stadt. Als er bei einem Vorsprechen vor die Tür gesetzt wird, weil er für die Hauptrolle als Pirat schlichtweg zu klein geraten ist, macht er sich trübsinnig auf den Weg und landet bei seinen Wanderungen auf dem Hof Mullewapp. Da leben der dicke Waldemar, Franz von Hahn nebst diversen anderen Tieren und dem Schäfchen Wolke ein ziemlich sorgenfreies, obgleich auf die Grenzen des Hofes begrenztes Leben. Johnny präsentiert sich den neuen Bekannten als weltgewandter Held, und so wird gleich sein Typ gefragt, als eines Tages Wolke entführt wird. Zusammen mit dem mißtrauischen Hahn und dem gemütlichen Waldemar machen die drei sich auf den Weg, das Schaf zu retten.

Dass aus Helme Heines beliebten Freunde-Geschichten (einige davon gibt es in diesem wohlfeilen Band versammelt), die ja schon für reichlich Merchandise, Spielzeug und Printprodukte gut waren, irgendwann auch ein Film werden würde, war vermutlich abzusehen. Und auch, dass auf dem Weg vom schmalen Bilderbuch zu etwas über einer Stunde Film natürlich die ursprünglich doch mit nur wenigen erzählerischen Pinselstrichen charakterisierten Figuren mehr Substanz bekommen müßten, ist dafür schon zwingend. „Mullewapp – Das große Kinoabenteuer der Freunde (2008)“ weiterlesen

DVD-Starts der Woche (21.1.2013)

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Diese Woche gibt es keine wirkliche Empfehlung unter den Neuerscheinungen – wobei der Klassiker Susi und Strolch sicher einen Blick wert ist; und Fans von Greg’s Tagebuch werden vermutlich auch den dritten Teil der Reihe unbedingt sehen wollen. Nunja. DVD-Starts der Woche (21.1.2013)“ weiterlesen

Frankenweenie (2012)

FRANKENWEENIE

Der kleine Victor Frankenstein, in seiner Schulklasse eher ein Außenseiter, liebt seinen Hund Sparky über alles, und ist untröstlich, als dieser bei einem Unfall ums Leben kommt. Nach einer Schulstunde zum Thema Elektrizität und Nervenbahnen entwickelt er die Idee, Sparky mit Hilfe eines hinreichend starken Stromstoßes wieder zum Leben zu erwecken. Das Experiment, ganz in der Tradition des großen Frankensteins, glückt, und Victor muss seinen Liebling zunächst vor allem vor seinen Eltern verstecken, die mit seiner Experimentierfreude sicher nicht ganz einverstanden wäre – aber dann erweisen sich einige Klassenkameraden als das größere Problem.

Es hat im vergangenen Jahr schon eine ganze Reihe von Filmen gegeben, die klassische Motive des Grusel- und Horrorfilms auf tendenziell kinderfreundliche Art und Weise im Animationsfilm aufnehmen, von Hotel Transsylvanien bis hin zu ParaNorman, und denen das jeweils auf unterschiedliche Art und Weise gelingt oder mißlingt, zuweilen beides auf einmal. Frankenweenie nun sticht dadurch heraus, dass er noch einmal besonders nostalgisch und nah an den Quellen bleibt, wenn man so will: Die klassischen Frankenstein-Filme stehen immer wieder sehr sichtbar Pate, und das liegt nicht nur an den ganz in Schwarz-Weiß gehaltenen Bildern. „Frankenweenie (2012)“ weiterlesen

Kurzfilm zum Wochenende: Ormie (2010)

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Ormie ist ein knapp vierminütiger computeranimierter Kurzfilm, auf sein Kernwesen reduziert und zurechtgebrannt, nicht mehr und nicht weniger als ein Schwein und ein Glas voll Kekse – unerreichbar oben auf einem Kühlschrank. Rob Silvestri, der als Animator schon einige größere Projekte begleitet hat, hat sich hier erstmals und sehr erfolgreich als Regisseur und Autor versucht.

Produktion und Copyright: Arc Productions

Schönes Wochenende!

Live-Action Toy Story

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Das ist zu schön, um es hier nicht zu teilen.

Ich bin, es wird sich hier immer wieder zeigen, ein großer Fan von Pixar-Filmen, und sehe den Macher_innen dort sogar ihre schlimmsten Versagen nach (Cars zum Beispiel finde ich, im Gegensatz zu vielen Kindern, eher doof, und von Cars 2 fange ich lieber gar nicht erst zu schimpfen an). Toy Story gehört zu meinen liebsten Pixariana, zudem ist der Film mit seinen beiden Fortsetzungen ein Beispiel dafür, wie man eine Filmreihe macht, die nicht nur ihre Themen und Figuren nicht totreitet, sondern sogar mit jeder Fortsetzung an Tiefe und Komplexität gewinnt. Toy Story 3 ist deshalb womöglich sogar der beste Film der drei – sein Lob habe ich seinerzeit hier gesungen.

Und jetzt das: Zwei Jungs aus Arizona, Jonason Pauley und Jessie Perrotta, haben noch als Teenager begonnen, Toy Story mit realen Spielzeugfiguren und Menschen Szene für Szene nachzudrehen. Über zwei Jahre haben sie dafür gebraucht, und das Ergebnis, eine echte labour of love, ist so charmant wie hemdsärmelig, vor allem aber: beeindruckend.

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