Kurzfilm zum Wochenende: Mein seltsamer Großvater (2011)

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Ein wunderschöner, bittersüßer Traum von Wind und Musik, in traditioneller Stop-Motion-Technik animiert. Von der jungen russischen Filmemacherin Dina Velikovskaya (hier ein Interview mit ihr) gibt es auf Vimeo auch noch eine Reihe anderer Filme zu sehen, dieser hier, der auch Mitte April auf den Flensburger Kurzfilmtagen laufen wird, ist ihr jüngster Streich.

Schönes Wochenende!

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Kalif Storch (2012)

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Pepperl muss als Strafarbeit den Dachboden seines Großvaters aufräumen, statt dieser Arbeit widmet er sich aber lieber dem Studium der geheimnisvollen Schätze, die da herumliegen. Gerade als sein Freund Kasperl ihn zum Fußballspielen abholen will, stößt er auf ein Buch, das anscheinend Zaubersprüche enthält; und ehe die beiden recht wissen, wie ihnen geschieht, reisen sie auf einem fliegenden Teppich gen Afrika.

Kalif Storch braucht eine ganze Weile und eine große geographische Ungenauigkeit (samt nicht unproblematischer kultureller Stereotype), um seine beiden Hauptfiguren an den Schauplatz der eigentlichen Handlung zu verfrachten, die sich an Wilhelm Hauffs gleichnamigem Märchen orientiert: Drei böse Zauberer wollen den Kalifen von Bagdad mit einem Trick dazu bringen, sich in ein Tier zu verwandeln, damit ihr Anführer seine Position einnehmen kann. Pepperl und Kasperl werden zufällig Zeuge davon, wie die drei ihre Pläne schmieden und wollen den Kalif warnen, werden aber selbst in Frosch und Storch verwandelt. „Kalif Storch (2012)“ weiterlesen

Kurzfilm zum Wochenende: Living Room (2011)

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Nach einer Urlaubs- und anschließend Krankheitsbedingten (Zwangs-)Pause – pardon! – meldet ich mich mit einem Gruß zum Wochenende wieder zurück, einem kleinen Animationsfilm, den Andreas Kaufmann im Rahmen seiner Hochschulausbildung gemacht hat. Sehr zurückhaltend, unaufgeregt, ein bißchen unvollkommen: Wenn Kaugummis Musik machen.

(via)

Kurzfilm zum Wochenende: Dynamics of the Subway (2012)

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Film ist ja keineswegs immer nur das Medium konkreter und erzählerischer Formen – stattdessen gehören künstlerische Experimente gerade auch zum ganz frühen Kino, etwa Versuche wie Rhythmus 21 (1921-23) von Hans Richter oder Lichtspiel: Opus 2 (1921) von Walter Ruttmann.

In seinem Musikvideo Dynamics of the Subway arbeitet Keita Onishi letztlich, bei aller Abstraktion, viel gegenständlicher: Hier sind die Formen klar in einem Raum verortet, gruppieren sich zu (anscheinend) wiedererkennbaren Strukturen, und all das noch in klarem Kontext zur elektronischen Musik der japanischen Band Haisuinonasa (hier noch ein paar Infos auf Englisch).

This music video, “Dynamics of the Subway, is from Haisuinonasa’s 1st Album, “Animal Bodies,” which was released in May, 2012. Each note from the instruments is represented by a geometric shape in the animation; while these shapes move in sync with the song, they also form the parts that create the subway itself.

Mir scheint das Video ein schöner, zeitgenössischer Einstieg in solche abstrakten Filmformen zu sein; zugleich wird es durch die Musik und die Kürze für Kinder nicht langweilig. Meine jedenfalls klebten gebannt davor.

Die oben beschriebenen Trickfilme sind übrigens auf einer DVD dieser großartigen Reihe enthalten, nämlich Folge 1: Animierte Avantgarde. Der künstlerische Animationsfilm der 20er und 30er Jahre (amazon).

Schönes Wochenende!

Bild und Video: Keita Onishi

Berlinale 2013: Generation – Ein paar Tipps

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Morgen beginnt in Berlin der Vorverkauf für die ersten Tickets der Internationalen Filmfestspiele aka Berlinale. Deshalb weise ich gerne auf einige der Filme hin, die in diesem Jahr in der Sektion “Generation“, dem Kinder- und Jugendfilm vorbehalten, gezeigt werden. Wer es nicht kennt: die Filme dort sind in zwei Untersektionen, “Kplus” für Kinderfilme und “14plus” für Jugendfilme, unterteilt. Die detaillierten Programmhefte beider Untersektionen kann man hier herunterladen; die Altersempfehlungen, die im Heft für die Kplus-Filme angegeben sind, sollte man nicht ohne Weiteres ignorieren.

Ich hatte die Gelegenheit, sechs der Filme bereits vorab zu sehen; ausführliche Kritiken von mir sind ggf. verlinkt oder folgen noch, aber hier sind schon einmal ultrakurze Anmerkungen. Die Inhaltsangaben stammen wortwörtlich von der Berlinale-Website. Die Links führen zu den Berlinale-Seiten mit den genauen Programmterminen. „Berlinale 2013: Generation – Ein paar Tipps“ weiterlesen

Kurzfilm zum Wochenende: Im Flug Erobert (2012)

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Vergangene Woche hatten wir einen Oscargewinner in dieser Rubrik, nun einen der fünf für die Kategorie Animierter Kurzfilm nominierten Shorts – und was für einen! Disneys jüngster Beitrag zum Kurzfilmgenre ist Im Flug Erobert (Paperman), der vor Ralph reichts (meine Kritik) gezeigt wurde: eine bezaubernde kleine Liebesgeschichte, verträumt-slapstickhaft, traditionelle Zeichentechniken und computergenerierte Animation verbindend. Ein kleiner Papierflieger des Glücks. Und auch wenn es kein Kinderthema sein mag, das verhandelt wird: Verstehen tun die jungen Leute es doch.

Foto: Disney (via)