Der Mondmann (2012)

dermondmann-presse3

Der Mondmann ist etwas einsam auf seinem Mond, und langweilig ist ihm womöglich auch. Er greift nach dem Schweif eines vorbeifliegenden Kometen und lässt sich zur Erde tragen, wo er Gerüche, Pflanzen und Tänze kennenlernt und schließlich den Erfinder Bunsen van der Dunkel. Allerdings erfährt auch der Präsident, der über die ganze Erde herrscht, von der Ankunft des Mondmannes, und eröffnet bald die Jagd auf ihn – denn da die Erde nun ganz erobert ist, bleibt als nächstes nur, wie eine Frau mit roten Haaren im einflüstert: “der Mond, der Mond”.

Es ist ein kleines Wunder und womöglich ein Wunder der Handlungsentwicklung, wie man aus einem schmalen, eher bescheidenen Bändchen wie Der Mondmann von Tomi Ungerer (amazon) einen Film von 95 Minuten machen kann; und weil die wenigen Seiten tatsächlich nicht genug Stoff hergeben, finden sich im Drehbuch von Stephan Schesch, der auch Regie führte, so allerhand andere Figuren, die zum Teil direkt (die Verführerin mit den roten Haaren), zum Teil weniger direkt aus anderen Werken des Ungerer-Kosmos entsprungen zu sein scheinen und sich hier mehr oder minder gut einfügen. (Dem Autor scheint’s gepaßt zu haben, Ungerer ist als Erzähler eingesprungen und immer wieder zu hören. Wie überhaupt illustre Namen zu den Sprecher_innen gehören: Katharina Thalbach (als Mondmann), Ulrich Tukur, Ulrich Noethen und Corinna Harfouch.) „Der Mondmann (2012)“ weiterlesen

Verlosung: Der kleine Rabe Socke

rabesocke

Seit dieser Woche gibt es Der kleine Rabe Socke auch als DVD und Blu-ray für daheim (eine ausführliche Besprechung folgt in den nächsten Tagen, aber ich darf schon versprechen: sie wird sehr positiv gibt es hier).

Rabe-BecherAnhänger_SchafWolleBrustbeutelRabeSocke

Aus diesem Anlaß hat Universum Film diesem Blog freundlicherweise zwei kleine Päckchen zur Verfügung gestellt, in denen sich jeweils befinden:

  • 1x Socke-Becher mit Socke-Deckel (nicht in der Abbildung)
  • 1x Plüsch-Schlüsselanhänger (kann Schaf Wolle sein, aber auch Rabe Socke oder Eddi Bär)
  • 1x Brustbeutel
  • und obendrauf noch 1x die DVD Der kleine Rabe Socke.

Um einen der beiden Preise zu gewinnen, bitte einfach eine Frage hier in den Kommentaren beantworten: Habt Ihr mit Euren Kindern schon Filme in 3D gesehen? Welche waren das, und wie haben die Kinder reagiert? Bitte unbedingt eine gültige E-Mail-Adresse angeben. Die Verlosung läuft bis Samstag, den 16. März 2013, um 22:30 Uhr. Der Rechtsweg ist natürlich ausgeschlossen.

(Bild: Universum)

Kurzfilm zum Wochenende: Monster and Dumpling (2011)

monsteranddumpling

Der Film sieht ganz anders aus, als es das obige, aus dem Abspann stammende Bild erahnen lässt, und die computergenerierten Bilder aus dem Kurzfilm des jungen amerikanischen Filmemachers Jihwan Jung scheinen auf den ersten Blick aus den Tiefen des Uncanny Valley zu stammen… aber dann sind die Augen vor allem deshalb so leblos, weil der eine Protagonist blind ist. Hier also: wie ein Monster und ein blindes Kind zueinander finden. Sicher nichts für die ganz Kleinen, und insgesamt etwas gewöhnungsbedürftig, aber doch zurecht mehrfach preisgekrönt:

Schönes Wochenende!

Madagascar 3: Flucht durch Europa (2012)

Madagascar_3_–_Flucht_durch_Europa_04

Ich muss gestehen, dass ich nicht eben ein großer Fan der Madagascar-Filme bin; vor allem der erste Streifen war mir zu schlicht in seiner Grundanlage und dann zu chaotisch und zu laut, um sich, trotz einzelner wunderbarer Ideen (bezeichnenderweise vor allem in den Nebenfiguren sichtbar), wirklich in mein Herz zu zaubern. Hinzu kommt, dass ich Franchise-Unternehmungen vor allem im Kinderfilm immer sehr skeptisch gegenüberstehe – gerade im Trickfilm folgten oft auf mediokre, aber halbwegs erfolgreiche Erstlinge ein Schwung billiger Direct-to-Video-Produktionen, die man keinem Kind ernsthaft mehr zumuten möchte.

Madagascar 3 nun überraschte mich insofern, dass es auf der einen Seite gar nicht erst ernsthaft versuchte (was viele Franchises machen), mehr des Gleichen zu bieten, sondern sich an der konsequenten Austreibung von Handlungselementen versuchte. Auf der anderen Seite verlangt es (auch deshalb) aber genaues Wissen darüber, mit wem man es hier eigentlich zu tun hat und was diese Figuren antreibt. Mit anderen Worten: der Löwe Alex, das Zebra Marty, die Giraffe Melman und die Nilpferddame Gloria werden überhaupt nicht mehr vorgestellt (ebensowenig wie die Pinguine, die Affen und alle anderen Figuren, die aus den ersten beiden Filmen bekannt sind), und es wird auch nicht erklärt, nur ein wenig gezeigt, warum die Tiere unbedingt nach New York (zurück) wollen. „Madagascar 3: Flucht durch Europa (2012)“ weiterlesen

Verlosung: Madagascar 3: Flucht durch Europa

Madagascar_3_–_Flucht_durch_Europa_01b

Bereits seit zwei Wochen sind DVD und Blu-ray von Madagascar 3: Flucht durch Europa im Handel erhältlich, der dritte Film um den Löwen Alex, das Zebra Marty, die Giraffe Melman und die Nilpferddame Gloria – das Quartett, das es im ersten Film versehentlich aus dem New Yorker Zoo nach Madagascar verschlagen hatte (daher der Name), ist im dritten Film nunmehr sehr willens, nach Amerika zurückzukehren. Der Umweg führt über Europa und direkt in einen Zirkus, und auf diesem Weg ins größtmögliche Chaos. Sehr laut und wild, sehr unterhaltsam; eine genaue Besprechung folgt hier in den nächsten Tagen.

Zu verlosen gibt es hier drei Pakete mit jeweils einer DVD des Films, einer Butterbrotdose, einem Koffer- und einem Schlüsselanhänger, wie hier im Bild zu sehen:

2013-03-03 11.50.35-1

„Verlosung: Madagascar 3: Flucht durch Europa“ weiterlesen

Traumatische Momente im Kinderfilm

Bildschirmfoto 2013-03-01 um 15.51.21

Die wenigsten Kinderfilme sind ganz frei von erhöhten Spannungsmomenten – es macht ja oft den Genuß entscheidend aus, dass Konflikte aufgebaut und wieder gelöst werden (oder eben nicht). Aber manche Momente sind auch in Filmen für Kindern schon sehr hart am Existentiellen. Fünfzig solcher Augenblicke hat die amerikanische Seite collegehumor.com zusammengetragen und in einem kleinen Video hintereinandergeschnitten. Nicht alle Filme sind dezidierte Kinderfilme und würden hier herpassen, manche sind in Deutschland praktisch unbekannt – aber der eine oder andere Moment wird wahrscheinlich allen meinen Leser_innen bekannt vorkommen.

(Direktlink zu den Traumata; danke, Daniel!)