Die Goonies (1985)

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In der Rücksicht erscheint es mir so, als seien Die Goonies schon immer Teil meiner Kindheit gewesen sein. Aber die Geschichte weiß eine einfache Antwort darauf: der Film kam erst 1985 heraus, so dass ich ihn erst gesehen haben kann, als ich das Alter von zwölf Jahren auch erreicht hatte, dass man haben muss, um den Film legal sehen zu dürfen.

Wie die Fügung es will, war das auch das Jahr, in dem ich meinen Heimcomputer bekam, einen Commodore 64, und das Spiel „Die Goonies“ ist eine jener Vergnügungen, die mir von damals immer noch sehr in lebendiger Erinnerung geblieben ist. – Hier kann man jemandem dabei zusehen, der es ganz durchspielt: „Die Goonies (1985)“ weiterlesen

Der kleine Rabe Socke (2012)

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Der kleine Rabe Socke ist, wie soll man das sagen: Kein Kind von Traurigkeit? Nicht eben der nachdenkliche Typ? Ach, machen wir kein großes Federlesen drum: er ist frech, vorlaut, von sich selbst eingenommen und gelegentlich schlicht und ergreifend rücksichtslos. Er lügt und schummelt und nutzt auch schon mal seine Freunde schamlos aus, wenn er das brauchen kann. Nur richtig bösartig, das ist er eben eigentlich nicht, er hat auch Angst, vor allem vor dem Alleinsein, nur eingestehen kann er das weder sich selbst noch seinen Freunden so richtig. Und damit ist er: eine ganz und gar großartig ambivalente Figur, sicher in höchstem Maße zur Identifikation geeignet, denn wie sollte ein Rabe mit gestreifter Socke noch näher an unseren eigenen Schwächen sein?

Für den bezaubernden Animationsfilm Der kleine Rabe Socke durchlebt Socke nun ein besonderes Abenteuer: Weil er ein wenig zu forsch dabei vorgeht, sich aus dem Staudamm oberhalb der Siedlung im Wald Holz für seine eigenen Zwecke zu rupfen, bringt Socke alle in Gefahr. Der Staudamm droht zu bersten, und da können nur die Biber noch helfen. Die aber wohnen außerhalb des Waldes, wo noch keiner von Sockes Freunden war; mit Tricks und Mühen überredet er Wolle und Eddi, mit ihm zu kommen – aber auch dann ist es noch nicht ganz einfach, die Biber auch nur zu finden. Zumal Socke sich mit seinen Lügengeschichten irgendwann furchtbar selbst im Wege steht. Derweil sind daheim ihre Freunde sehr damit beschäftigt, die Schäden am Staudamm vor Mutter Dachs geheimzuhalten… „Der kleine Rabe Socke (2012)“ weiterlesen

Der Mondmann (2012)

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Der Mondmann ist etwas einsam auf seinem Mond, und langweilig ist ihm womöglich auch. Er greift nach dem Schweif eines vorbeifliegenden Kometen und lässt sich zur Erde tragen, wo er Gerüche, Pflanzen und Tänze kennenlernt und schließlich den Erfinder Bunsen van der Dunkel. Allerdings erfährt auch der Präsident, der über die ganze Erde herrscht, von der Ankunft des Mondmannes, und eröffnet bald die Jagd auf ihn – denn da die Erde nun ganz erobert ist, bleibt als nächstes nur, wie eine Frau mit roten Haaren im einflüstert: “der Mond, der Mond”.

Es ist ein kleines Wunder und womöglich ein Wunder der Handlungsentwicklung, wie man aus einem schmalen, eher bescheidenen Bändchen wie Der Mondmann von Tomi Ungerer (amazon) einen Film von 95 Minuten machen kann; und weil die wenigen Seiten tatsächlich nicht genug Stoff hergeben, finden sich im Drehbuch von Stephan Schesch, der auch Regie führte, so allerhand andere Figuren, die zum Teil direkt (die Verführerin mit den roten Haaren), zum Teil weniger direkt aus anderen Werken des Ungerer-Kosmos entsprungen zu sein scheinen und sich hier mehr oder minder gut einfügen. (Dem Autor scheint’s gepaßt zu haben, Ungerer ist als Erzähler eingesprungen und immer wieder zu hören. Wie überhaupt illustre Namen zu den Sprecher_innen gehören: Katharina Thalbach (als Mondmann), Ulrich Tukur, Ulrich Noethen und Corinna Harfouch.) „Der Mondmann (2012)“ weiterlesen

Madagascar 3: Flucht durch Europa (2012)

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Ich muss gestehen, dass ich nicht eben ein großer Fan der Madagascar-Filme bin; vor allem der erste Streifen war mir zu schlicht in seiner Grundanlage und dann zu chaotisch und zu laut, um sich, trotz einzelner wunderbarer Ideen (bezeichnenderweise vor allem in den Nebenfiguren sichtbar), wirklich in mein Herz zu zaubern. Hinzu kommt, dass ich Franchise-Unternehmungen vor allem im Kinderfilm immer sehr skeptisch gegenüberstehe – gerade im Trickfilm folgten oft auf mediokre, aber halbwegs erfolgreiche Erstlinge ein Schwung billiger Direct-to-Video-Produktionen, die man keinem Kind ernsthaft mehr zumuten möchte.

Madagascar 3 nun überraschte mich insofern, dass es auf der einen Seite gar nicht erst ernsthaft versuchte (was viele Franchises machen), mehr des Gleichen zu bieten, sondern sich an der konsequenten Austreibung von Handlungselementen versuchte. Auf der anderen Seite verlangt es (auch deshalb) aber genaues Wissen darüber, mit wem man es hier eigentlich zu tun hat und was diese Figuren antreibt. Mit anderen Worten: der Löwe Alex, das Zebra Marty, die Giraffe Melman und die Nilpferddame Gloria werden überhaupt nicht mehr vorgestellt (ebensowenig wie die Pinguine, die Affen und alle anderen Figuren, die aus den ersten beiden Filmen bekannt sind), und es wird auch nicht erklärt, nur ein wenig gezeigt, warum die Tiere unbedingt nach New York (zurück) wollen. „Madagascar 3: Flucht durch Europa (2012)“ weiterlesen

Kalif Storch (2012)

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Pepperl muss als Strafarbeit den Dachboden seines Großvaters aufräumen, statt dieser Arbeit widmet er sich aber lieber dem Studium der geheimnisvollen Schätze, die da herumliegen. Gerade als sein Freund Kasperl ihn zum Fußballspielen abholen will, stößt er auf ein Buch, das anscheinend Zaubersprüche enthält; und ehe die beiden recht wissen, wie ihnen geschieht, reisen sie auf einem fliegenden Teppich gen Afrika.

Kalif Storch braucht eine ganze Weile und eine große geographische Ungenauigkeit (samt nicht unproblematischer kultureller Stereotype), um seine beiden Hauptfiguren an den Schauplatz der eigentlichen Handlung zu verfrachten, die sich an Wilhelm Hauffs gleichnamigem Märchen orientiert: Drei böse Zauberer wollen den Kalifen von Bagdad mit einem Trick dazu bringen, sich in ein Tier zu verwandeln, damit ihr Anführer seine Position einnehmen kann. Pepperl und Kasperl werden zufällig Zeuge davon, wie die drei ihre Pläne schmieden und wollen den Kalif warnen, werden aber selbst in Frosch und Storch verwandelt. „Kalif Storch (2012)“ weiterlesen

Lotte und das Geheimnis der Mondsteine (2011)

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Weil das Hundemädchen Lotte nicht schlafen kann, ertappt sie zwei geheimnisvolle Figuren in Kapuzenmänteln dabei, wie sie versuchen, ihrem Onkel Klaus einen Stein zu entwenden. Dieser Stein, erzählt Klaus, hat eine besondere Geschichte: Er hat ihn vor vielen Jahren auf einer Expedition ans Ende der Welt gefunden, in einer geheimnisvollen Anlage im Inneren eines Berges. Es gibt noch zwei weitere dieser Steine, so dass Lotte und Klaus aufbrechen, um sie zu versammeln und das Geheimnis der Steine zu lösen – immer heimlich verfolgt von den beiden Kapuzenwesen.

Unterwegs kann Lotte von Klaus allerhand über das Reisen lernen (“Auf Reisen findest Du alles, was Du brauchst, am Wegesrand.”) und lernt Dinge kennen, die sie sich vorher nicht hatte vorstellen können (“Wer auf Reisen ist, muss an das Unglaubliche glauben.”). Es treten auf: ein verliebter Musiker, ein Forscher, der Wassertropfen sammelt und umsorgt, und viele Absonderlichkeiten mehr. „Lotte und das Geheimnis der Mondsteine (2011)“ weiterlesen