Kurzfilm zum Wochenende: Dynamics of the Subway (2012)

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Film ist ja keineswegs immer nur das Medium konkreter und erzählerischer Formen – stattdessen gehören künstlerische Experimente gerade auch zum ganz frühen Kino, etwa Versuche wie Rhythmus 21 (1921-23) von Hans Richter oder Lichtspiel: Opus 2 (1921) von Walter Ruttmann.

In seinem Musikvideo Dynamics of the Subway arbeitet Keita Onishi letztlich, bei aller Abstraktion, viel gegenständlicher: Hier sind die Formen klar in einem Raum verortet, gruppieren sich zu (anscheinend) wiedererkennbaren Strukturen, und all das noch in klarem Kontext zur elektronischen Musik der japanischen Band Haisuinonasa (hier noch ein paar Infos auf Englisch).

This music video, “Dynamics of the Subway, is from Haisuinonasa’s 1st Album, “Animal Bodies,” which was released in May, 2012. Each note from the instruments is represented by a geometric shape in the animation; while these shapes move in sync with the song, they also form the parts that create the subway itself.

Mir scheint das Video ein schöner, zeitgenössischer Einstieg in solche abstrakten Filmformen zu sein; zugleich wird es durch die Musik und die Kürze für Kinder nicht langweilig. Meine jedenfalls klebten gebannt davor.

Die oben beschriebenen Trickfilme sind übrigens auf einer DVD dieser großartigen Reihe enthalten, nämlich Folge 1: Animierte Avantgarde. Der künstlerische Animationsfilm der 20er und 30er Jahre (amazon).

Schönes Wochenende!

Bild und Video: Keita Onishi

Kurzfilm zum Wochenende: Im Flug Erobert (2012)

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Vergangene Woche hatten wir einen Oscargewinner in dieser Rubrik, nun einen der fünf für die Kategorie Animierter Kurzfilm nominierten Shorts – und was für einen! Disneys jüngster Beitrag zum Kurzfilmgenre ist Im Flug Erobert (Paperman), der vor Ralph reichts (meine Kritik) gezeigt wurde: eine bezaubernde kleine Liebesgeschichte, verträumt-slapstickhaft, traditionelle Zeichentechniken und computergenerierte Animation verbindend. Ein kleiner Papierflieger des Glücks. Und auch wenn es kein Kinderthema sein mag, das verhandelt wird: Verstehen tun die jungen Leute es doch.

Foto: Disney (via)

Kurzfilm zum Wochenende: The Fantastic Flying Books of Mr Morris Lessmore (2011)

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In vier Wochen, am 26. Februar, werden die diesjährigen Oscars verliehen, und da ist es jedenfalls nicht verfehlt, die heiße Phase der Preisverleihungen (in den USA wie hierzulande) mit einem Oscargewinner einzuleiten. The Fantastic Flying Books of Mr Morris Lessmore wurde 2011 mit dem Academy Award als bester animierter Kurzfilm ausgezeichnet; der Animationsfilm der damals frisch gegründeten Moonbot Studios basiert auf dem gleichnamigen Bilderbuch des Autors und Illustrators William Joyce (amazon) – ein wunderbarer, schweigsamer, poetischer Blick auf das Leben mit Büchern und Geschichten.

Den Trailer gibt es direkt hier, den Film kann man sich in voller Länge kostenlos ansehen.

Schönes Wochenende!

Foto: Moonbot Studios

Kurzfilm zum Wochenende: Ormie (2010)

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Ormie ist ein knapp vierminütiger computeranimierter Kurzfilm, auf sein Kernwesen reduziert und zurechtgebrannt, nicht mehr und nicht weniger als ein Schwein und ein Glas voll Kekse – unerreichbar oben auf einem Kühlschrank. Rob Silvestri, der als Animator schon einige größere Projekte begleitet hat, hat sich hier erstmals und sehr erfolgreich als Regisseur und Autor versucht.

Produktion und Copyright: Arc Productions

Schönes Wochenende!

Live-Action Toy Story

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Das ist zu schön, um es hier nicht zu teilen.

Ich bin, es wird sich hier immer wieder zeigen, ein großer Fan von Pixar-Filmen, und sehe den Macher_innen dort sogar ihre schlimmsten Versagen nach (Cars zum Beispiel finde ich, im Gegensatz zu vielen Kindern, eher doof, und von Cars 2 fange ich lieber gar nicht erst zu schimpfen an). Toy Story gehört zu meinen liebsten Pixariana, zudem ist der Film mit seinen beiden Fortsetzungen ein Beispiel dafür, wie man eine Filmreihe macht, die nicht nur ihre Themen und Figuren nicht totreitet, sondern sogar mit jeder Fortsetzung an Tiefe und Komplexität gewinnt. Toy Story 3 ist deshalb womöglich sogar der beste Film der drei – sein Lob habe ich seinerzeit hier gesungen.

Und jetzt das: Zwei Jungs aus Arizona, Jonason Pauley und Jessie Perrotta, haben noch als Teenager begonnen, Toy Story mit realen Spielzeugfiguren und Menschen Szene für Szene nachzudrehen. Über zwei Jahre haben sie dafür gebraucht, und das Ergebnis, eine echte labour of love, ist so charmant wie hemdsärmelig, vor allem aber: beeindruckend.

„Live-Action Toy Story“ weiterlesen

Kurzfilm zum Wochenende: Oktapodi (2007)

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Ein bezaubernder kleiner Kurzfilm, 2009 für den Oscar nominiert, von Julien Bocabeille, François-Xavier Chanioux, Olivier Delabarre, Thierry Marchand, Quentin Marmier und Emud Mokhberi. Alle Infos und mehr auf der Homepage des Films. Nicht für die ganz Kleinen geeignet, am besten vorher mal schnell selbst anschauen.

Schönes Wochenende!