Kurzfilm zum Wochenende: Leitmotif (2009)

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Kein dezidierter Kinderfilm, aber eine kleine musikalisch erzählte Geschichte von einem einsamen Jazzmusiker, der nur eine weiße Katze zur Gesellschaft hat, sich aber nach seiner Jazzband zurücksehnt. Der Film entstand 2009 als Abschlußarbeit von Jeanett Nørgaard, Marie M. T. Tørslev, Marie Jørgensen und Mette Ilene Holmriis am dänischen Animation Workshop (hier mehr Infos zum Film; gefunden via). Leitmotif lief anschließend auf zahlreichen Festivals und gewann auch ein paar Preise. Für Kinder ab vier, fünf Jahren sollte das ein unproblematischer Genuss sein.

Schönes Wochenende!

Kurzfilm zum Wochenende: Monster and Dumpling (2011)

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Der Film sieht ganz anders aus, als es das obige, aus dem Abspann stammende Bild erahnen lässt, und die computergenerierten Bilder aus dem Kurzfilm des jungen amerikanischen Filmemachers Jihwan Jung scheinen auf den ersten Blick aus den Tiefen des Uncanny Valley zu stammen… aber dann sind die Augen vor allem deshalb so leblos, weil der eine Protagonist blind ist. Hier also: wie ein Monster und ein blindes Kind zueinander finden. Sicher nichts für die ganz Kleinen, und insgesamt etwas gewöhnungsbedürftig, aber doch zurecht mehrfach preisgekrönt:

Schönes Wochenende!

Kurzfilm zum Wochenende: Mein seltsamer Großvater (2011)

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Ein wunderschöner, bittersüßer Traum von Wind und Musik, in traditioneller Stop-Motion-Technik animiert. Von der jungen russischen Filmemacherin Dina Velikovskaya (hier ein Interview mit ihr) gibt es auf Vimeo auch noch eine Reihe anderer Filme zu sehen, dieser hier, der auch Mitte April auf den Flensburger Kurzfilmtagen laufen wird, ist ihr jüngster Streich.

Schönes Wochenende!

(via)

Kurzfilm zum Wochenende: Living Room (2011)

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Nach einer Urlaubs- und anschließend Krankheitsbedingten (Zwangs-)Pause – pardon! – meldet ich mich mit einem Gruß zum Wochenende wieder zurück, einem kleinen Animationsfilm, den Andreas Kaufmann im Rahmen seiner Hochschulausbildung gemacht hat. Sehr zurückhaltend, unaufgeregt, ein bißchen unvollkommen: Wenn Kaugummis Musik machen.

(via)

Kurzfilm zum Wochenende: Dynamics of the Subway (2012)

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Film ist ja keineswegs immer nur das Medium konkreter und erzählerischer Formen – stattdessen gehören künstlerische Experimente gerade auch zum ganz frühen Kino, etwa Versuche wie Rhythmus 21 (1921-23) von Hans Richter oder Lichtspiel: Opus 2 (1921) von Walter Ruttmann.

In seinem Musikvideo Dynamics of the Subway arbeitet Keita Onishi letztlich, bei aller Abstraktion, viel gegenständlicher: Hier sind die Formen klar in einem Raum verortet, gruppieren sich zu (anscheinend) wiedererkennbaren Strukturen, und all das noch in klarem Kontext zur elektronischen Musik der japanischen Band Haisuinonasa (hier noch ein paar Infos auf Englisch).

This music video, “Dynamics of the Subway, is from Haisuinonasa’s 1st Album, “Animal Bodies,” which was released in May, 2012. Each note from the instruments is represented by a geometric shape in the animation; while these shapes move in sync with the song, they also form the parts that create the subway itself.

Mir scheint das Video ein schöner, zeitgenössischer Einstieg in solche abstrakten Filmformen zu sein; zugleich wird es durch die Musik und die Kürze für Kinder nicht langweilig. Meine jedenfalls klebten gebannt davor.

Die oben beschriebenen Trickfilme sind übrigens auf einer DVD dieser großartigen Reihe enthalten, nämlich Folge 1: Animierte Avantgarde. Der künstlerische Animationsfilm der 20er und 30er Jahre (amazon).

Schönes Wochenende!

Bild und Video: Keita Onishi

Kurzfilm zum Wochenende: Im Flug Erobert (2012)

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Vergangene Woche hatten wir einen Oscargewinner in dieser Rubrik, nun einen der fünf für die Kategorie Animierter Kurzfilm nominierten Shorts – und was für einen! Disneys jüngster Beitrag zum Kurzfilmgenre ist Im Flug Erobert (Paperman), der vor Ralph reichts (meine Kritik) gezeigt wurde: eine bezaubernde kleine Liebesgeschichte, verträumt-slapstickhaft, traditionelle Zeichentechniken und computergenerierte Animation verbindend. Ein kleiner Papierflieger des Glücks. Und auch wenn es kein Kinderthema sein mag, das verhandelt wird: Verstehen tun die jungen Leute es doch.

Foto: Disney (via)