Sonntagsfrage: Wie wählt Ihr Kinderfilme aus?

Ich beschäftige mich gerade ein wenig damit, wie andere Eltern die Filme auswählen, die sie mit ihren Kindern zusammen ansehen bzw. die sie ihren Kindern zeigen. Bei mir ist das – durch meine Arbeit am Blog und anderswo – naturgemäß anders als bei den meisten Eltern auch aus meinem Bekannten- und Freundeskreis. Mit dieser Umfrage würde ich gerne mehr davon erfahren, wie ihr das so macht.

Bitte schreibt mir doch in die Kommentare recht zahlreich kurze (oder gerne auch lange) Antworten auf folgende drei Fragen:

  1. Wie wählt Ihr generell die Filme aus, die Ihr Euren Kindern zeigt bzw. mit Ihnen zusammen anschaut?
  2. Welche drei (oder fünf) Filme haben Eure Kinder zuletzt gesehen – und wo war das (Kino, Fernsehen…)
  3. Wie seid Ihr auf diese drei (oder fünf) Filme gestoßen, wurden sie Euch empfohlen, hat die Werbung Euch erreicht, kam die Wahl von den Kindern?

Schreibt mir gerne noch als Ergänzung dazu, wie alt Eure Kinder (ungefähr) sind und ob Ihr auf dem Land, in einer Klein- oder Großstadt lebt – ich nehme an, dass das die Wahl (bzw. Wahlmöglichkeiten) deutlich verändert. Ich bin gespannt auf Eure Antworten, vielen Dank im Voraus!

Zum Internationalen Frauentag: Heldinnen des Kinderfilms

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Heute ist Internationaler Frauentag, und zu diesem Anlass hatte ich vergangene Woche auf Twitter einmal herumgefragt, was Eure liebsten Heldinnen im Kinderfilm seien. Hier sind Eure Nennungen (und ein dickes Dankeschön an @Autofocus, @dasnuf, @grindcrank, @leitmedium, @luebue, @mkophal, @searchparty, @TiniDo, @Xoph_vienna und @ZuvielZeug für Eure Antworten!):

  • Prinzessin Mononoke
  • Die rote Zora
  • Mary Poppins (namentlich die fürs Frauenwahlrecht kämpfende Mutter)
  • Momo
  • Kletter-Ida (das dänische Original, nicht Catch That Kid)
  • Mulan
  • Bibi Blocksberg
  • Bianca aus Bernard und Bianca – Die Mäusepolizei

Außerdem schon leicht changierend in Richtung Jugendfilm:

  • Ostwind (Mika)
  • Juno

Ich würde gerne noch hinzufügen:

  • AninA
  • Coraline,
  • Die Hauptfigur aus Merida – Legende der Highlands
  • Sarah aus Die Reise ins Labyrinth,
  • Luzie, der Schrecken der Straße,
  • Chihiros Reise ins Zauberland (Chihiro) und natürlich – die hatte ich in meiner ersten Frage ausgeschlossen
  • die Lindgren’schen Heldinnen Ronja Räubertochter sowie Pippi Langstrumpf.

Fallen Euch noch weitere Kandidatinnen und starke Mädchen ein?

(Foto: Disney/Pixar)

Frohe Festtage und ein gutes neues Jahr!

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Es war hier ja ein wenig ruhiger in den vergangenen Wochen – das Übliche zum Jahresende, Kinder krank, Eltern krank, Jahresabschlussarbeit und irgendwo dazwischen diese tiefe, durchdringende Erschöpfung. Während man dann in den Seilen hängt, macht man sich außerdem wenigstens ein paar Gedanken zum vergangenen Jahr und zu dem, was kommt.

Für einen filmischen Jahresrückblick reicht die Kraft nicht so recht, ich muss mit meiner Erschöpfung 2015 offenbar etwas besser haushalten. Aber es gilt schon einmal: 2014 war mit dem Kinderfilmblog ein tolles Jahr, ich bin sehr dankbar für die große und freundliche Resonanz, die ich auch und gerade im zweiten Jahr dieses Blogs spüren durfte. Vielen Dank!

Ein wenig soll sich hier verändern in den kommenden Monaten. Den Berliner Kinderkino-Newsletter wird es so nicht mehr geben, aber wahrscheinlich anders; und ich werde mit dem einen oder anderen Format, mit neuen Rubriken herumspielen. (Die “Kurzfilme zum Wochenende” gibt es noch, sie mussten nur, gemeinsam mit mir, pausieren.) Ich mache mir dieser Tage so meine Gedanken, vor allem aber: Urlaub. Ab 5. Januar tauche ich wieder aus der Versenkung auf.

Macht Ihr das auch, erholt Euch, umarmt die Liebsten, dafür sind diese Tage da.

Auf ein friedliches, glückliches 2015.

(Foto: Universum Film)

Filmblog-Adventskalender: Türchen Numero Acht

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Alexander Matzkeit hat in diesem Jahr wieder einen Filmblog-Adventskalender organisiert, eine wunderbare Sache: “24 Tage, 24 Blogger_innen, 24 Geschenkideen”. Eine Geschenkidee muss also her, und das setzt mich ein wenig unter Druck, denn ich mag zu diesem Anlass eigentlich nicht jene Filme empfehlen, die ich schon das ganze Jahr über preise. Vergangenes Jahr habe ich mich aus diesem Dilemma in die Literatur geflüchtet, aber diesmal empfehle ich (in Kürze) einen Film, den ich eigentlich schon länger einmal ausführlicher lobpreisen wollte: Die geheimnisvolle Minusch.

Gesehen habe ich den Film das erste Mal, wenn meine Erinnerung nicht trügt, auf der Berlinale (das müsste dann 2002 gewesen sein), Vincent Bal, der vor zwei Jahren auch noch den ziemlich großartigen Nono, het Zigzag Kind gemacht hat, hat das Kinderbuch von Annie M. G. Schmidt flott, ein wenig träumerisch und märchenhaft inszeniert.

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Minusch schläft tagsüber, nachts unterhält sie sich auf den Dächern mit den Katzen – nicht unbedingt das, was eine junge, anscheinend etwas schreckhafte Dame sonst tun würde. So ist der äußerst schüchterne Kleinstadtreporter Tibbe auch fasziniert von ihr. Da sie ihn bald mit lauter interessanten Geschichten aus der Stadt versorgt, die sie von ihren felinen Freundinnen erfährt, mag er sie auch beruflich bald nicht mehr missen. Und dann kommt er dank Minusch einer wilden Story auf die Spur…

Carice van Houten (auch hierzulande viel zu unbekannt) spielt die junge Frau, die früher mal eine Katze war, mit Grazie und sehr kätzischer Gestik, immer einen hauch zu formal gekleidet, zugleich verbreitet ihr durch ihre Katzeninstinkte erratisches Verhalten gelegentlich höchst anarchisches Chaos. Die bezaubernde kleine Komödie bleibt so stets ein Abenteuer in kindlichen Dimensionen und ist zugleich ein spannender Krimi um Umweltzerstörung und Politik. Leider ist der Film lange nicht mehr neu aufgelegt worden, so dass es keine Blu-rays von Die geheimnisvolle Minusch gibt und auch die DVDs nicht mehr so leicht zu bekommen sind.

Aber das sollte niemanden abhalten: ein wunderbares kleines Weihnachtsgeschenk.

Die geheimnisvolle Minusch (Minoes), Niederlande 2001, Regie: Vincent Bal, 86 Min. FSK 0, empfohlen ab 7 Jahren. Erhältlich auf DVD.

(Foto: Warner Bros.)

Origin-Story mit Werner Herzog: Die Pinguine aus Madagascar

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Werner Herzog hat ja in Cineast_innenkreisen schon eine ganz eigene Position inne; von vielen nahezu kultisch verehrt, von einigen abgelehnt, immer aber tritt man diesem Menschen und seiner Arbeit mit einer gewissen Ehrfurcht entgegen, nicht zuletzt seinen Dokumentarfilmen.

Insofern ist es durchaus bezaubernd, dass Werner Herzog in diesem Ausschnitt aus Die Pinguine aus Madagascar auftritt – Herzog hat tatsächlich einmal eine Dokumentation über Pinguine gedreht, einen für ihn nicht untypisch seltsamen Ausschnitt kann man sich auf YouTube ansehen, und hier leiht er nun seine Stimme und sein (jüngeres) Gesicht einem animierten Dokumentarfilmer, der dem Schwung der Geschichte schon gerne mal ein wenig nachhilft.

Nebenbei wird dabei erzählt, wie die vier Pinguine (die aus den Madagascar-Filmen schon bekannt sind und hier nun ihren eigenen Film bekommen, auf den ich mich schon sehr freue) zueinander fanden – und auf ihre erste weite Reise gingen.

(via, via; Foto: 20th Century Fox)

“So was in der Richtung”

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Manchmal wirft mich der Chefredakteur ganz gehörig aus der Bahn. Schreib doch mal ein paar Tipps auf, “also deine Highlights für den kommenden Herbst oder so was in der Richtung”, sinngemäß also: Welche guten Kinderfilme gibt es denn demnächst? Und dabei hatte ich gerade dieser Tage in einem Interview auf die Frage, wonach ich denn bei einem guten Kinderfilm suchen würde, nur herumgekrächzt und -gestottert, weil mir genau dafür zunächst einmal keine Kriterien einfallen wollen.

Unterhaltsam sollen sie sein, mag ich hervorgebracht haben, und natürlich auch ästhetisch anspruchsvoll, aber das solle man bitte auch nicht zu verklemmt sehen… – Floskeln sind das natürlich, die eigentlich etwas bedeuten, aber was wollte ich damit genau sagen? Das genügt ja schon, um in schlaflosen Nächten graue Haare zu bekommen, als wäre das reine Vatersein nicht schon genug. Und jetzt will der Chef das auch noch schriftlich?

Weiterlesen: Mehr Gedanken dazu, was einen guten Kinderfilm ausmacht (und auf welche das zutreffen könnte), habe ich mir in meiner aktuellen Kolumne Sitzplatzerhöhung auf kino-zeit.de gemacht.

(Foto: Universal Pictures Germany)