Goldene Zeiten im Animationsfilm

Vielleicht war es der Moment, als die Gruppe Waisenkinder beim Winterausflug plötzlich stehenblieb. Alle blickten der Mutter nach, die mit ihrem Kind spricht, und in ihren großen Augen spiegelt sich Sehnsucht und Traurigkeit und Verzweiflung und Hoffnung. Vielleicht war es das aufregende Erlebnis, als sich Kubos Origami-Papierchen, von seiner Musik getrieben, zu Figuren falten und eine Geschichte ausagieren, vom tapferen Kämpfer und gefährlichen Monstren.

Diese zwei Szenen aus Mein Leben als Zucchini und Kubo – Der tapfere Samurai gehören zu den größten Augenblicken im Animationskino der vergangenen Monate. Und die beiden Filme stehen exemplarisch für die Pole, zwischen denen Animationsfilme pulsieren könne: Der eine ein ruhiges Drama, so melancholisch und ernsthaft wie lebensbejahend, der andere ein actionreiches Abenteuer mit phantastischen Figuren, Magie und Schwertkämpfen. Beide erzählen in wunderschönen, poetischen Bildern komplexe Geschichten mit Stop-Motion-Animation auf dem Stand der Zeit.

Ich durfte am Sonntag das zehnte Türchen des diesjährigen Adventskalenders auf kino-zeit.de befüllen und habe dafür ein Loblied auf den Animationsfilm im frühen 21. Jahrhundert geschrieben.

(Foto: Polyband)

2. Advent: Weitere Filmtipps

Vergangene Woche habe ich bereits jene Kinderfilme vorgestellt, die in diesem Jahr meine größten Geschenkempfehlungen je nach Altersgruppe sind – das waren mehr oder minder die besten aktuellen Filme, aber natürlich lange nicht alle. Den zweiten Adventssonntag will ich nutzen, um einige weitere Filme vorzustellen, die auch ganz wunderbare Geschenke sind – manche aus den letzten Monaten, einige schon deutlich älter.

Die drei Räuber (ab 5)

Die kleine Tiffany ist gerade zur Waise geworden und fährt nun mutterseelenallein in einer Kutsche ins Kinderheim. Plötzlich wird Tiffanys Kutsche überfallen – von drei grimmig dreinschauenden Räubern. Eine abenteuerliche Geschichte um eine sagenhafte Schatzkammer, Tortenschlachten und eine Kinderhausrevolte nimmt ihren Lauf.

Hayo Freitags Verfilmung des Kinderbuchklassikers von Tomi Ungerer (mit dem Autor selbst als Erzählerstimme) bleibt erst nah am Text und nimmt sich dann einige Freiheiten; aber heraus kommt ein wirklich ganz und gar wunderbares Stück Kinderkino: frech, flott, bunt und ein bißchen böse, ganz Ungerer in seiner nur milde für Kinder gezähmten Form.

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Findet Dorie (ab 8)

Ein wenig leidet Findet Dorie natürlich darunter, dass es eine Fortsetzung ist und also hauptsächlich die aus Findet Nemo bekannten Figuren und Konstellationen wiederzukäuen droht. Der Film ist deshalb an einigen Stellen etwas zu viel: Zu viel Action, zu viel Schmalz, zu viel Gekreische. Ausgeglichen wird das allein schon durch die beste Disney-Figuren seit Jahren, den nöligen Septopus Hank. Der allein ist es schon wert, den Film anzusehen. (Meine ausführliche Kritik.)

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Störche – Abenteuer im Anflug (ab 8)

Störche bringen heute nicht mehr die Babys, sondern sind Paketzusteller eines weltweit operierenden Online-Versands. Storch Junior hofft bereits auf eine Beförderung, als er aus Versehen die Babymaschine in Gang setzt, was zur Produktion eines völlig unautorisierten, wenn auch entzückenden Mädchens führt. Und dann einiges Chaos in Gang setzt.

Man darf nicht zu detailliert in die Hintergründe von Störche – Abenteuer im Anflug einsteigen, sonst fragt man sich sehr schnell, warum und wie und wann das Kinderkriegen von den Störchen an die Menschen übergeben wurde und… äh. Und auch die moralischen Botschaften sind gelegentlich etwas rabiat in der Story verankert – aber insgesamt ist der Film nicht nur unterhaltsam und witzig, sondern auch gar nicht so dumm, wie man auf den ersten Blick glauben möchte.

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Sing (ab 9)

Buster Moon will vor allem sein Theater vor dem finanziellen Ruin retten; seine letzte Hoffnung: eine Casting-Show. Leider nimmt er es bei der Ausschreibung nicht so genau mit der Wahrheit, und so hat er bald viele hoffnungsfrohe Talente versammelt, aber eigentlich keinen Preis…

So sehr wie Casting-Shows eigentlich als Thema durch sind, so wenig würde man sich von dieser Story erwarten. Aber dann sind da nicht nur großartig geschmetterte Songs, sondern auch witzige Momente, berührende Figuren und ein Finale, das wirklich Gänsehaut macht. Hach!

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Der Geheimbund von Suppenstadt (ab 9)

Der Geheimbund von Suppenstadt ist eine Abenteurer-Gemeinschaft, die eigentlich nur als Spiel von vier Kindern existiert. Doch dann mischt ein Unbekannter während des jährlichen Sommerfests etwas in die Getränke mischt; plötzlich benehmen sich die Erwachsenen plötzlich wie verzogene Kinder. Es gibt zwar ein Gegenmittel – doch der einzige Hinweis darauf ist ein altes Notizbuch.

Ein Abenteuerfilm, der ganz und gar modern daherkommt, seine Schatzsuche (denn das ist es natürlich) aber eher traditionell inszeniert – spannend, aber kindertauglich und auf Blickhöhe seiner Protagonist_innen. Man ahnt sowas ja gar nicht, weil niemand das estnische Kinderkino kennt.

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Das Mädchen Wadjda (ab 10)

Die 11-jährige Wadjda lebt in Riad, der Hauptstadt Saudi-Arabiens. Sie träumt davon, das schöne grüne Fahrrad zu besitzen, das sie jeden Tag vor einem Laden auf ihrem Schulweg sieht. Ein Radrennen gegen ihren Freund Abdullah, einen Nachbarsjungen, zu fahren und zu gewinnen, ist ihr größter Traum. Jedoch gilt es für Mädchen als unschicklich, Rad zu fahren, und Wadjdas Mutter verbietet es auch ihrer Tochter.

Es gibt viele gute Gründe, Das Mädchen Wadjda anzusehen – es ist eine spannende Geschichte, ein Blick in eine andere Kultur, ein Abenteuer. Vor allem ist es jedoch eine Geschichte, die Kinder selbst dann nachvollziehen und erleben können, wenn sie nichts über Saudi-Arabien wissen. (Und reichlich Hintergrund dazu habe ich von Miriam Seyffarth in unserem ausführlichen Podcast-Gespräch zum Film erfahren. Unbedingt anhören!)

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The Lego Batman Movie (ab 12, geht für viele Kinder aber auch schon ab 9)

Wieder einmal sieht sich Batman mit seinem Erzfeind Joker konfrontiert, der versucht, Gotham in seine Gewalt zu bringen – nicht ohne Batman darauf hinzuweisen, dass er ohne seinen Feind gar nicht leben könnte. Batman setzt alles daran, den Joker in die für große Bösewichte vorgesehene Phantomzone zu verbannen. Doch das ist komplizierter als gedacht…

Mit The Lego Batman Movie sollte das Erfolgsmodell von The Lego Movie wiederholt werden, was aus verschiedenen Gründen nicht ganz funktioniert; aber dieser Spin-Off ist dennoch (nicht nur, aber vor allem für Fans von Superheld_innen) ein Genuss. Eine so feine ironische Distanz zu den Topoi des Genres, eine so hohe Dichte an sprachlichen und visuellen Gags, eine so temporeiche Actiongeschichte – das findet man selten in einem Film versammelt. Fetzt einfach.

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(Fotos: Disney, Warner Bros., X-Verleih, Barnsteiner, Universal Pictures International Germany)

1. Advent: Geschenkempfehlungen für Weihnachten

Der Dezember hat begonnen, die erste Kerze brennt – wer sich noch keine Gedanken über Geschenke gemacht hat, fängt jetzt vermutlich an. Für alle, die gerne Kinderfilme verschenken wollen, habe ich für alle Altersstufen von fünf bis zwölf jeweils einen Film ausgewählt, der in den letzten zwölf Monaten auf DVD bzw. Blu-ray erschienen ist. Das sind nicht unbedingt die allerbesten Kinderfilme des Jahres (obwohl, meiner Meinung nach eigentlich schon), aber jedenfalls eine Auswahl verdammt guter Filme.

Zum 2. Advent kommen dann noch ein paar weitere Vorschläge nebst ein paar Klassikern. Wer mag, findet natürlich weitere Ideen in meiner “ewigen” Filmtipp-Liste mit wirklich hervorragenden Filmen oder in der Liste von Kinderfilmen mit starken Mädchenfiguren, die ich vergangenes Jahr zusammengestellt hatte.

Filme zum Fest, best of 2017:

Molly Monster (ab 5)

Molly lebt mit ihren Eltern im Monsterland. Als sich ein neues Geschwisterchen ankündigt, bricht in der Familie freudiger Trubel aus: Das Ei wird Vater Popocatepetel auf der weit entfernten Eier-Insel ausbrüten. Molly soll mit ihren Onkel Alfredo und Santiago zuhause zurückbleiben. Doch als die Onkel gerade mal nicht aufpassen, begibt sich die mutige Monsterin auf eigene Faust zusammen mit Edison auf die Reise.

Die kleine Monsterdame mit dem starken Willen schafft den Übergang von der sehr kleinen Form (Sandmännchen et al.) mit Bravour; Molly Monster – Der Kinofilm (meine ausführliche Kritik) ist ein wirklich zauberhafter, phantasievoller, auch widerspenstiger Kinderfilm für sehr junge Filmfans. (Jetzt bei amazon.de bestellen; Trailer)

Trolls (ab 6)

Poppy ist die Tochter des Königs der Trolle. Ihr Leben gerät aus den Fugen, als böse Nachbarn einige Trolle entführen. Mit anderen Trollen macht sie sich auf die gefährliche Reise; Poppys Lebensfreude wird auf die Probe gestellt, und ausgerechnet der pessimistische Branch muss das Glück zurückbringen.

Ich dachte echt, Trolls wird so ein fades Beispiel dafür, wie aus Geldgier und einem uralten Spielzeug ein schrecklich plastikhafter Film entsteht – und musste mich dann sehr überraschen lassen. Trolls ist nicht nur flott erzählt, sondern weder emotional flach noch in seiner Handlung glatt und ohne Widerstände (ich habe das hier schon einmal ausführlicher aufgeschrieben). Und die Lieder, die machen wirklich Spaß. (Jetzt bei amazon.de bestellen; Trailer)

Vaiana (ab 7)

Vaiana, die von Geburt an eine besondere Verbindung zum Meer in sich trägt macht sich mit dem legendären Halbgott Maui auf die Suche nach einer sagenumwobenen Insel. Auf ihrer faszinierenden Entdeckungsreise erleben sie sagenhafte Abenteuer, ergründen traumhafte Unterwasserwelten und erwecken alte Traditionen zu unerwartet neuem Leben…

Vaiana muss man eigentlich gar nicht weiter vorstellen – es war der Disney-Film (und -Hit) des vergangenen Weihnachtsfests – wahnsinnig unterhaltsam, wirklich spannend und lustig. Aber eben auch gar nicht so wenig ambivalent in seinem politischen Subtext. (Jetzt bei amazon.de bestellen; Trailer)

Auf Augenhöhe (ab 8)

Der zehnjährige Michi lebt in einem Kinderheim. Eines Tages entdeckt er zufällig einen Brief seiner verstorbenen Mutter an einen gewissen Tom. Michi ist sich sicher: Dieser Unbekannte muss sein Vater sein! Doch die Überraschung ist groß, als er feststellt: Tom ist kleinwüchsig! Tom ist genauso geschockt von seiner unverhofften Vaterschaft. Als sich die beiden schließlich doch auf Augenhöhe begegnen, bringt ein unerwartetes Ereignis noch einmal alles durcheinander…

Eine Seltenheit im deutschen Kinderfilm: Ein Drama, das es sich erlaubt, witzig und traurig zugleich zu sein, das mit den Themen Kleinwüchsigkeit, Ausgrenzung und Elternschaft hantiert, ohne in flache Stereotype abzurutschen. Auf Augenhöhe (hier meine ausführliche Besprechung) wurde von der Initiative “Der besondere Kinderfilm” gefördert und ist der mit Abstand beste der drei Filme, die aus diesem Projekt bisher entstanden sind. (Jetzt bei amazon.de bestellen; Trailer)

Mein Leben als Zucchini (ab 9)

Zucchini – so lautet der Spitzname eines neunjährigen Jungen, der nach dem Tod seiner Mutter ins Kinderheim muss. Dort wächst er fortan mit anderen Kindern auf und sucht seinen Platz in der Gesellschaft sucht. Das Zusammenleben ist nicht immer einfach, denn auch der freche Simon, die besorgte Béatrice, die schüchterne Alice, der etwas zerzauste Jujube und der verträumte Ahmed haben bereits viel erlebt.

Das ist vermutlich der schönste, berührendste, wunderbarste Animationsfilm des Jahres. Eine überschaubar große Geschichte, in der sich trotzdem Welten bewegen, in der der neunjährige Icare (genannt Zucchini) zuerst zur Vollwaise wird und dann ein neues Zuhause findet, vielleicht sogar ein wenig Glück… in traditioneller Animation wird das gezeigt, durch Figuren mit großen, ausdrucksstarken Augen. Selten waren Knetfiguren so lebendig. (Hier eine noch ausführlichere Lobpreisung.) Auch und gerade für Erwachsene ein Film, an dem man nicht vorbeigehen sollte. (Jetzt bei amazon.de bestellen; Trailer)

Die rote Schildkröte (ab 10)

Ein Schiffbrüchiger strandet auf einer einsamen Insel. Er baut sich ein Floss, um von der Insel fortzukommen, wird jedoch jedes Mal von einer roten Schildkröte, die sein Holzgefährt zerstört, daran gehindert. Als die Schildkröte eines Tages an Land kommt, versucht der Mann, sie zu überwältigen, so dass seine Flucht endlich gelingen möge. Doch dann geschieht Eigenartiges…

Es fällt kein Wort: Die rote Schildkröte kommt praktisch ohne gesprochene Sprache aus. Die Geschichte von einem Schiffbrüchigen, der sich mit einer roten Schildkröte misst, und aus der Auseinandersetzung wird dann etwas ganz anderes – das ist wie eine große Parabel über das Leben und jedenfalls beglückend schön animiert. Für geduldigere Geister ab 10 Jahren eine Riesenbereicherung. (Jetzt bei amazon.de bestellen; Trailer)

Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind (ab 11)

Der Autor und Zauberzoologe Newt Scamander, dessen phantastische Abenteuer 70 Jahre vor Harry Potters erstem Hogwarts-Lehrjahr in New York beginnen, hat einen Koffer voller magischer Kreaturen dabei – darf sie aber eigentlich gar nicht mit sich herumtragen…

Harry Potter-Fans kennen den Film vermutlich eh schon; die Abenteuer von Newt Scamander in New York fungieren ja gewissermaßen als Vorgeschichte zu den Büchern (und Filmen) über den jungen Zauberlehrling. Der Film Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind mit seinem etwas ungelenken Titel funktioniert wunderbar als magischer Abenteuerfilm (siehe meine ausführliche Kritik), sondern zeichnet sich nicht zuletzt durch seinen Protagonisten aus, der – hurra! – so gar nicht dem Bild typischer Kinohelden entspricht. Und auch nicht den Bildern klassischer Männlichkeit. Er ist eher zart, sanftmütig, schüchtern und zurückhaltend. Eine große Freude! (Jetzt bei amazon.de bestellen; Trailer)

Kubo – Der tapfere Samurai (ab 12)

Im Japan vor unserer Zeit: Der junge Kubo lebt in einer Stadt am Meer und kümmert sich um seine Mutter, seit sein Vater verstorben ist. Er lebt ein bescheidenes Dasein als Geschichtenerzähler; doch als er versehentlich einen Geist aus seiner Vergangenheit beschwört, stürmt dieser voller Zorn auf die Erde hinab, um eine uralte Blutrache zu vollstrecken.

Kubo ist im Vergleich zu Newt Scamander schon geradezu robust; allerdings muss der Junge eben auch erst noch lernen, dass Kampf nicht immer die beste Lösung ist. Der Film (aus den Laika-Studios, die z.B. auch für die Boxtrolls verantwortlich waren) ist gruselig und aufregend und spannend und berührend und zart und gelegentlich beängstigend; aber immer lebendig. Ein tolles Abenteuer, dessen phantasievolle Animationen eine Welt voller Zauberei entstehen lassen. (Jetzt bei amazon.de bestellen; Trailer)

(Wer sich für meine Weihnachtsempfehlungen der vergangenen Jahre interessiert, findet sie hier im Blog für 2016, 2015, 2014 und 2013.)

(Fotos: Polyband, Filmfest München, Warner Bros., Disney, Wild Bunch/Central, UIP, 20th Century Fox)

Plötzlich Santa! (2016)

Mitten im Wohnzimmer haben die beiden älteren Kinder von Tischler Andersen eine Schlinge ausgelegt. Sie wollen den angeblichen Weihnachtsmann – hinter dem sie sicher ihren Vater wissen – beim vorweihnachtlichen Ablegen von Süßigkeiten erwischen, und weil Andersen eher tollpatschig ist, löst er nicht nur die Falle aus, sondern schmeißt dabei auch noch den Weihnachtsbaum um.

Für seine Frau heißt das: Es ist Schluss mit den Weihnachtsmannspielchen! Seit seiner Kindheit ist Andersen geradezu besessen vom Fest, immer muss er sich gründlich als Weihnachtsmann verkleiden und im Jahr zuvor ist er deshalb während seinem großen Entree im Kamin des Hauses hängengeblieben. Dieses Jahr aber, verfügt sie streng, gibt es keinerlei Sperenzchen dieser Art, kein Verkleiden, nichts!

Das klingt eigentlich alles noch ganz nett, beschau- und weihnachtlich; warum ich den norwegischen Kinderfilm Plötzlich Santa! trotzdem überhaupt nicht leiden konnte, habe ich auf kino-zeit.de ausführlich begründet.

(Foto: Capelight/Central)

Mehr Albernheit! Nicht nur im Kinderfilm

Albernheit widersetzt sich den (vor allem: gesellschaftlichen) Erwartungen, indem sie sich weigert, Verhaltensregeln und Respektspersonen besonders ernst zu nehmen. Und wenn man ein wenig darüber nachdenkt, so ist gezielte Albernheit, so begeisternd sie auch sein mag, im Film zunächst einmal nicht besonders häufig. Denn Albernheit hat keinen besonders guten Ruf – schon historisch nicht. Während Horaz sie dem Vernehmen nach zumindest „im rechten Moment“ (um den sich Albernheiten eigentlich nicht scheren sollten) „köstlich“ fand, gilt sie heute meist als „kindisch“, jedenfalls oberflächlich und wenig erudiert.

Für meine jüngste Kolumne auf kino-zeit.de habe ich mir angeschaut, warum Albernheit im Kino einen so schlechten Ruf hat – und habe am Beispiel von Filmen wie Captain Underpants, Quatsch und die Nasenbärbande eine Lanze dafür gebrochen, auch mal für “Erwachsene” etwas mehr Albernheit zu wagen.

(Foto: 20th Century Fox/Dreamworks)

Verlosung: Coco – Lebendiger als das Leben!

Am 30. November – kommenden Donnerstag – startet mit Coco – Lebendiger als das Leben! der neue Film aus dem Hause Pixar in den deutschen Kinos. Ich habe ihn leider noch nicht vorab sehen können, habe aber aus berufenem Mund einiges an Lob gehört – also auf ins Kino! (Einen ersten vielversprechenden Ausschnitt aus dem Film hatte ich hier im März schon einmal gepostet.)

Die Macht einer geheimnisvollen Gitarre und der neugierige Hund Dante entführen uns in aufregende, unbekannte Welten, die ein Füllhorn an schrägen Typen, mitreißender Musik und Slapstick geladenen Begegnungen bereit halten und dabei einige altbekannte Mythen ziemlich auf den Kopf stellen…im wahrsten Sinne des Wortes: zum Totlachen!

Mit der freundlichen Unterstützung von Disney/Pixar kann ich hier im Blog zwei Fan-Pakete, in denen ihr jeweils vorfindet: zwei Tickets für den Film, ein Aufkleber-Set, ein Lesezeichen und eine Tasse.

Um an der Verlosung teilzunehmen, müßt Ihr nur hier im Formular Eure Daten eingeben und eine einfache Frage beantworten. Die Verlosung läuft bis einschließlich 30. November 2017. Der Rechtsweg ist natürlich ausgeschlossen. Nur eine Teilnahme pro Haushalt!
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