3. Advent: Kinoempfehlungen zu Weihnachten

In einer Woche ist schon Heilig Abend – und vielleicht ist ja über die Feiertage mal Zeit, in Ruhe mit den Kindern ins Kino zu gehen. Wozu ich ja im Zweifelsfall raten würde: Ein Besuch in den weihnachtlichen Kindervorstellungen des örtlichen Programmkinos – wenn man denn eins hat. Die Leute dort wissen in den meisten Fällen sehr genau, was sie tun, es ist weder so teuer noch so stressig wie in den Großkinos, und gemütlicher, familiärer, weihnachtlicher ist es sowieso.

Leider habe ich die meisten der aktuellen Kinostarts noch nicht gesehen (außer Plötzlich Santa, von dem ich dringend abraten möchte), aber es gibt jedenfalls zwei klare Empfehlungen, bei denen man dem Vernehmen nach (und damit meine ich die Urteile der allermeisten Filmkritiker_innen) nicht viel falschmachen wird:

Paddington 2

Paddington ist wieder da: In der Fortsetzung des schon ziemlich großartigen Bärenfilms will der kleine Bär seiner Tante Lucy ein besonderes Geschenk machen – und landet darob, falsch des Diebstahls verdächtigt, im Knast. Die Kritiker_innen sind sich weitgehend einig: Nicht nur technisch perfekt gemacht und witzig erzählt, sondern auch eine berührende, aber nicht flache Geschichte. (Ab 8 Jahren; Trailer)

Coco

Der sehr geschätzte Alexander Matzkeit hat sich hier im Blog sehr deutlich über das Familienbild des neuen Pixar-Films aufgeregt; wenn man das (und die narrativen Schwächen, auf denen es beruht) auszuhalten bereit ist, gibt es aber sonst – so ist zu hören – ein farbenfrohes, lebensbejahendes Abenteuer zu sehen. (Ab 8 Jahren; Trailer)

Und sonst im Kino?

Leider habe ich bis auf Plötzlich Santa (Trailer) keinen der Filme gesehen – aber ein paar vage Einschätzungen kann ich doch abgeben, kondensiert aus den Reaktionen der Kolleg_innen:

  • Ferdinand – Geht STIERisch ab! ist wohl nett und nicht ganz dumm, aber auch nichts, was aus der Masse herausragt. (Ab 6 Jahren; Trailer)
  • Jumanji: Willkommen im Dschungel: Anscheinend solide erzähltes, sehr actionreiches und unterhaltsames Remake des Filmes von 1995 mit Robin Williams. Aber auch erst ab 12. (Trailer)
  • Bo und der Weihnachtsstern ist wahrscheinlich fürchterlich: Die Weihnachtsgeschichte aus Sicht des apokryphen Esels, in kreischendem Slapstick erzählt. Meine Arbeitshypothese: Braucht kein Mensch. (Ab 5 Jahren; Trailer)
  • Hexe Lilli rettet Weihnachten ebenso. (Ab 6 Jahren; Trailer)
  • Burg Schreckenstein 2: Ich habe noch überhaupt keine Meinung zu diesem Film. Der erste Film war weniger schlecht als befürchtet, aber das muss auch nichts heißen. (Ab 8 Jahren; Trailer)

Zu den zwei Filmen, die während der Ferien starten (Bamse – Der stärkste und liebste Bär der Welt und Die Dschungelhelden – Das große Kinoabenteuer) folgen hier in den nächsten Tagen noch Kritiken.

Viel Spaß im Kino!

Autor: Rochus Wolff

Filmkritiker seit 2004. Vater seit etwas später. (Homepage)

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