Filmfest München: Rettet Raffi! (2015)

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Hamster Raffi verhält sich eines Morgens nicht wie gewohnt, und der schnell aufgesuchte Tierarzt stellt fest: Die Hauptschlagader, die Aorta des Tieres, weist eine Fehlbildung auf. Es wird operiert, Raffi soll sich eigentlich schonen, stattdessen wird es jedoch erst recht aufregend. Der frisch aus dem Gefängnis entlassene Straftäter Rocky stiehlt das Auto mitsamt Hamster. Rockys Freundin nimmt den Nager in ihre Obhut. Das arme Tier wird aber noch eine Regenrinne hinabgleiten und von einer Katze gejagt werden, unfreiwillig im Hafenbecken schwimmen und wird schließlich aufs Neue gefangen, um verloren gegangene Schmuggelzigaretten zu erschnüffeln.

kffmuc-2015-schwarz Dabei ist die Geschichte vom Hamster auf unfreiwilliger Wanderschaft natürlich nur das, was alles andere antreibt: Der kleine Sammy (Nicolaus von der Recke), sein Besitzer, macht sich auf die Suche nach dem Tier und vermisst außerdem den Vater, der sich eine “Auszeit” von der Familie genommen hat und derzeit in Afghanistan ist. Und am Ende versammeln sich alle in einer Fernsehshow, in der mehrere Hamster bestimmte Aufgaben durchführen… Sie merken schon, die Handlung von Rettet Raffi! wird ziemlich schnell ein wenig kompliziert.

Warum die etwas überfrachtete Handlung ein Problem ist und was sonst noch über Rettet Raffi! zu sagen ist, habe ich für kino-zeit.de aufgeschrieben.

Rettet Raffi!, Deutschland 2015. Regie: Arend Agthe, 97 Min. FSK 0, empfohlen ab 6 Jahren. Kinostart: 22. Oktober 2015

(Fotos: MFA+)

Zusammenfassung
Datum
Film
Rettet Raffi! (2015)
Bewertung
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Autor: Rochus Wolff

Filmkritiker seit 2004. Vater seit etwas später. (Homepage)

2 Gedanken zu „Filmfest München: Rettet Raffi! (2015)“

  1. Leider kann ich Ihre Kritik nicht nachvollziehen. Rettet Raffi ist ein intelligenter, emotionaler und gut durchdachter Kinderfilm, der meinen Kindern sehr gut gefallen hat und nicht nur ihnen. Selten habe ich so einen ehrlichen, feinfühligen und gut besetzten Kinderfilm gesehen. Der Hauptdarsteller Sammy macht eine Entwicklung durch- ist schwach zu Beginn und am Ende stark. Seine Schwester dominiert ihn, ist zickig- jeder der so ein Geschwisterverhältnis kennt, kann auch die komischen Momente nachvollziehen. Selten habe ich eine so gut recherchierte überforderte Mutter gesehen, die eben sehr differenziert ihre Doppelbelastung darstellt. Eben nicht wie in deutschen Kinderfilmen: überdeutlich und holzschnittartig ausgestellt- eher französisch zurückgenommen. Alles stimmt in diesem Film. Ich empfehle ihn weiter.

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