Kinostarts der Woche (14. August 2014): Planes 2, Saphirblau

planes-fire-and-rescue-14b

Diese Woche sind zwei neue Kinderfilme in den Kinos gestartet, beides Sequels: die Disney-Produktion Planes 2 – Immer im Einsatz sowie der zweite Teil der Trilogie Liebe geht durch alle Zeiten nach den Büchern von Kerstin Gier, Saphirblau. Hier ein kurzer Blick auf die Stimmung der Kritiker_innen:

Planes 2 kommt im Grunde recht gut an, aber Christopher Diekhaus sieht zumindest den Anfang des Films durchaus problematisch:

Obwohl schon in den ersten Minuten einige waghalsige Flugeinlagen zu bestaunen sind, kommt Planes 2 zunächst nur schwer in die Gänge. Die bereits bekannten Figuren, Dustys Freunde, spielen ihre üblichen Rollen, und viele der hier bemühten Gags laufen völlig ins Leere, da sie ganz einfach erschreckend platt ausfallen (selbst die Kinder bei der Pressevorführung konnten im ersten Drittel wenig lachen). Für einen positiven Umschwung sorgt schließlich der unvermeidliche Ortswechsel.

Und für Hilde Ottschofski geht es im Grunde alles zu flott:

Eine langsamere Erzählweise, die an sensiblen Stellen des Films verweilt, um Emotionen aufkommen zu lassen, hätte dem Film gut getan. Die übertriebene Dynamik führt dazu, dass selbst erwachsene Zuschauer bei der Fülle an Dialogen arg mithalten müssen, während an Kindern die Pointen schon vorbeigerast sind.

Saphirblau ist – mit seiner Fantasy-Zeitreisen-Herzschmerzgeschichte – ja eher etwas für Teenager, aber da funktioniert es für Michael Meyns doch recht gut:

Doch auch wenn der Film des Regieduos Felix Fuchssteiner und Katharina Schöde kein abgeschlossenes Ende hat, unterhaltsam sind die Abenteuer von Gwendolyn und Gideon durchaus. Während ihre amourösen Verstrickungen eher an eine Soap-Opera oder eine Teenie-Romanze erinnern, kann sich die Fantasyebene durchaus mit den offensichtlichen Vorbildern a la Harry Potter und Co. messen.

Annekatrin Liebisch hingegen bemängelt, dass der Film ein gewissermaßen zwangsläufiges Problem hat:

Viel muss erklärt und zurück ins Gedächtnis gerufen werden, bevor die Handlung endlich voranschreiten kann, und dann endet sie ohne richtiges Finale – das klassische Problem eines “mittleren” Films, mit dem auch “Saphirblau” so seine liebe Not hat. Selbst wenn “Rubinrot” noch recht frisch im Gedächtnis ist, fällt es nicht immer leicht, dem Geschehen auf der Leinwand zu folgen, Personen zuzuordnen und das Verhalten der Figuren nachzuvollziehen.

(Foto: Disney)

Autor: Rochus Wolff

Filmkritiker seit 2004. Vater seit etwas später. (Homepage)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.