Nachmittagsvorstellung in Münster, 14:30 Uhr. Strahlender Sonnenschein, trotzdem 8 Kinder und drei Erwachsene im Kino. Ich als kritischer Kinderfilmkonsument hoffe nur, dass ich nicht wieder grenzdebile Knallchargen, lustlos aufgesagte Einzeiler und romantisierte Settings sehen muss. Und was kommt? …. Grenzdebile Knallchargen, merkwürdig steif aufgesagte Einzeiler und ein romantisiertes Dorf mit riesigem See, Bahngleisen, Kopfsteinpflaster und seltsam zeit-entrückter Innenstadt. Aber halt, was geht hier ab? Plötzlich werden die jahrelang ertragenen Ingredienzien bis zur Persiflage überhöht, die Nebenfiguren (Eltern, Großeltern) bis zur Karikatur überzeichnet und die Kinder als anarchische Helden gefeiert. Gebt den Kindern das Kommando! Oder einem mutigen Regisseur, Drehbuchautor, Produzenten mit sehr viel kindlicher Kreativität einen Platz und ausreichend Geld, um diese mutige Idee umzusetzen. Ich hatte sehr viel Spaß. Und alle anwesenden Kinder übrigens auch. Unbedingte Empfehlung!