Die Situation in unserer Familie ist vergleichbar:
Nachdem im Studium der weiblichen Seite “Manfred Spitzer” etwas Raum bekam, und kurz darauf ein Schlüsselerlebnis folgte (die Mutter bemerkte eines Morgens (?), dass das Kind die Titelmelodie von “Gute Zeiten, Schlechte Zeiten” freudig begrüßte) wurde der Fernseher von eben dieser Seite aus abgeschafft.
Dies ist nun etwa 7 Jahre her, und seit dem hat ein Fernsehgerät wieder den Weg in unseren Haushalt gefunden. Allerdings ist das Gerät nicht in der Lage normales Fernsehprogramm zu empfangen, weshalb wir auf Aufnahmen und Mediatheken als Quellen setzen.
Auch bei uns gibt es nur ein bewußtes Entscheiden, kein “Zappen”. Der Konsum ist derzeit bei etwa 40min pro Werktag und fest in den (abendlichen) Tagesablauf integriert, zwischen Zähnputzen und dem Vorlesen vor dem Zubettbringen/Vorsingen. Filme kommen hier durchaus auch vor, werden dann aber gestückelt geschaut. Ausnahmen bilden hier Wochenenden, wenn Wetterlage, Tagesplanung oder einfach der “Lustkonsens” der Familie, es sinnhaft erscheinen lassen.
Geschaut wird grundsätzlich zusammen, und nur vorgesichtetes Material. Wobei wir natürlich auch auf Kinderwünsche eingehen:
So kam zum Beispiel die Serie “Phineas und Pherb” ins Haus, da die Kinder darüber geklagt hatten, dass sie oftmals nicht mitreden können. Die aus dem gleichen Grund in Betracht kommende neue Version der “TMNT” wurde aber bei der Vorsichtung einvernehmlich (-Kinder) verworfen.

Allerdings muss auch gesagt werden, dass sich das Gerät im Laufe der Zeit immer mehr Raum “freigeschaufelt” hat: Mit Älterwerden des Kindes wuchsen auch die Ansprüche, weshalb die ursprünglichen 15min pro Tag inzwischen bei den heutigen 40min angekommen sind.
Ursprünglich sah der Plan auch vor kein Kind unter 5 Jahren vor die “Glotze zu setzen” mit dem heranwachsen des Geschwisterkindes (und dessen “Unrechtsbewußtseins”) haben wir diesen Vorsatz allerdings irgendwann aufgegeben, so dass dieser auch bereits seit er etwa 4 1/2 ist am allabendlichen Fernsehschauen teilnehmen darf (wir achten aber darauf, dass es auch für das jüngere Kind angemessen ist).
Zu guter letzt trägt auch das Zeitmanagement dazu bei, dass die Vorsätze nicht immer einzuhalten sind: So kommt es auch in letzter Zeit durchaus häufiger vor, dass das “immer zusammen Fernsehen” dadurch aufgeweicht wird, dass die Erwachsenen zwar mit im Raum sind, und ab und zu einen Blick auf den Fernseher werfen, aber nebenbei Alltagsaufgaben erledigt werden.