21. Internationales Trickfilm-Festival Stuttgart

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Das Internationale Trickfilm-Festival in Stuttgart (ITFS), dessen 21. Iteration morgen beginnt, ist eines der in der Öffentlichkeit sicher unterschätztesten Filmfestivals in Deutschland; außerhalb der Region und recht enger Fachkreise hört man wenig davon, und das ist eine Schande, denn es ist eines der weltweit wichtigsten Festivals für den Animationsfilm. (Am Bemühen des Festivalteams liegt es übrigens nicht, und am Programm wahrlich noch weniger.)

Im Rahmen der kommenden sechs Tage werden jede Menge Animationsfilme für Erwachsene vorgestellt (der umfangreiche Gesamtkatalog des Festivals steht hier als PDF zum Download bereit), es gibt aber natürlich, wie schon im vergangenen Jahr, auch ein umfangreiches Kinderprogramm mit Lang- und Kurzfilmen, darunter zahlreiche Streifen, die in Deutschland bislang noch nicht zu sehen waren.

Zum Kinderfilmprogramm, genannt “Tricks for Kids”, gehört so ein Kurzfilmwettbewerb, dessen Kandidatenfilme in vier Vorstellungen gezeigt werden. Wie im vergangenen Jahr werde ich einige der Kurzfilme hier in den nächsten Tagen vorstellen, so sie online frei zugänglich sind.

Neben den Kurzfilmen werden auch beispielhafte Episoden aus aktuellen, internationalen Fernsehserien für Kinder vorgeführt. Ein Best-Of der Kurzfilme aus den vergangenen Festivaljahren gehört ebenso dazu wie ein ganzer Schwung Specials (unter anderem zu Barbapapa).

Workshops und sonstige Angebote für Kinder runden das Angebot ab; alle Events sind hier zusammengefasst.

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Auf dem Stuttgarter Schlossplatz werden als Openair kostenlos(!) eine ganze Reihe von Animationsfilmen gezeigt, darunter auch einige sehr kindertaugliche. Nachmittags um 15 Uhr ist dort zu sehen Keinohrhasen & Zweiohrküken (Mittwoch, 23. April; Kritik), Das kleine Gespenst (24. April; Presseschau) und Die Wolfskinder (Ame & Yuki) am Freitag. Für die etwas älteren Kinder bieten sich auch Filme des Abendprogramms an (ab 20 Uhr; es sind ja noch Osterferien): Die Monster Uni (22.4.; Kritik), Epic – Verborgenes Königreich (23.4.), Die Croods (25.4.), Die Eiskönigin am Samstag, den 26.4. (Kritik), und zum Abschluß am Sonntagabend Planes (Presseschau).

Schließlich bietet das Programm AniMovie Kids aktuelle Langfilme für Kinder, die ich hier ohne große Erklärung mit ihren Trailern kurz vorstellen möchte (die Trailer sind meist in der Originalsprache, weil für Festivals selten eigene deutsche Trailer erstellt werden). Und schon für diese paar Vorstellungen wünschte ich mir schon, die ganze Woche in Stuttgart sein zu können:

Khumba (Südafrika 2013; ab 4 Jahren)
Mi, 23.4., 17 Uhr, Metropol 1 – Deutschlandpremiere

Tante Hilda! (Aunt Hilda!, Frankreich 2013; ab 4 Jahren)
Do, 24.4., 17 Uhr, Metropol 1 – Berlinale Generation 2014

Giovannis Insel (Giovanni no Shima, Japan 2014; ab 12 Jahren)
Freitag, 25.4., 17 Uhr, Metropol 1

Minuscule – Das Tal der verlorenen Ameisen (Minuscule – La Vallée des Fourmies Perdues, Frankreich 2013; ab 4 Jahren)
Samstag 26.4., 16 Uhr, Metropol 2 – Deutschlandpremiere

Das Weihnachtsfest von Solan & Ludwig (Solan og Ludvig – Jul i Flåklypa, Norwegen 2013; ab 4 Jahren)
Samstag 26.4., 17 Uhr, EM2 – Deutschlandpremiere

Das magische Haus (The House of Magic, Belgien, Frankreich 2013; ab 12 jahren)
Sonntag, 27. April, 16 Uhr, Metropol 2 – Deutschlandpremiere (Kinostart 22.05.2014)

(Fotos: ITFS, Disney)

Autor: Rochus Wolff

Filmkritiker seit 2004. Vater seit etwas später. (Homepage)

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