Vom Glück, mit euch Filme anzusehen

klassenzimmer

Kürzlich kam ich mit einem Vater ins Gespräch, der sich fragte, welche Filme er mit seinem kleinen Sohn ansehen solle. Er fragte zum einen, weil das Kind erst drei Jahre alt ist – da gibt es in der Tat noch kein großes Angebot, Tom und das Erdbeermarmeladebrot mit Honig kam dann aber wohl ziemlich gut an. Zum anderen aber fragte er sich auch, falls ich ihn richtig verstanden habe, ob es wohl richtig sei, mit seinem Kind jene Filme und Serien anzusehen, die er selbst als Kind geliebt habe.

Ich habe es leider versäumt, nach dem tieferen Hintergrund dieser Skepsis zu fragen; aber ich fing daraufhin an, mir Gedanken darüber zu machen, warum wir wohl unserem eigenen (kindlichen und nur aus der Ferne erinnerten) Geschmacksurteil misstrauen könnten. Womöglich verkläre ich ja nostalgisch, was die Erinnerung von vor, naja, zwanzig, dreißig Jahren hergibt? Klar, das kann passieren – ich habe neulich in ein paar Folgen von Herr Rossi sucht das Glück und war über einiges seltsam irritiert.

Weiterlesen: In meiner Kolumne Sitzplatzerhöhung habe ich mir diesmal die Frage gestellt, welche Filme wir mit unseren Kindern zusammen anschauen sollten.

(Foto: MFA+)

Autor: Rochus Wolff

Filmkritiker seit 2004. Vater seit etwas später. (Homepage)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.