Hannover ist überall

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Ich bin ja eigentlich ein Hochdeutsch-Fan; aber als in München geborener Exil-Halbbayer, den alle ob seiner sprachlichen Sozialisierung für einen Hannoveraner mit leicht rheinischem Einschlag halten müssen, fehlt im deutschen Film ein gelegentliches, saftiges “Saupreiß, elendiger!” Vielleicht ist es mir deshalb neulich so sehr aufgefallen, wie selten man im deutschen Kinderfilm – oder im deutschen Film überhaupt – Menschen Mundart sprechen hört.

Der Anlass war ein genauer Blick auf Tom und Hacke, der dieser Tage auf DVD erscheint – ein Kinderkrimi, dessen Handlung eng an Mark Twains Geschichten vom Tom Sawyer und Huckleberry Finn angelehnt ist. Er spielt in einem bayerischen Provinzstädtchen kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Da wird auf dem Schwarzmarkt gehandelt, die Jungs schwänzen Schule, und all das im breitesten Dialekt der Region.

Weiterlesen: In meiner Kolumne Sitzplatzerhöhung auf kino-zeit.de beschäftige ich mich diesmal mit der Abwesenheit von Dialekten im deutschen Kinderfilm.

(Foto: Zorro Medien/good!movies)

Autor: Rochus Wolff

Filmkritiker seit 2004. Vater seit etwas später. (Homepage)

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