Kinostart diese Woche (26. September 2013): V8 – Du willst der Beste sein, Keinohrhase und Zweiohrküken

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Heute startet V8 – Du willst der Beste sein mit lautem Motorenbrüllen in den deutschen Kinos, und hier im Blog werden noch bis kommenden Dienstag allerlei Merchandise-Artikel zum Film verlost. Die mir wichtigere Frage ist jedoch eigentlich: Taugt der Film auch was? Und bisher scheinen die vorsichtig positiven Stimmen zu überwiegen, auch wenn in dem Film niemand ein Highlight des Kunstkinos sehen mag (was aber wahrscheinlich auch niemand erwartete).

Michael Meyns sieht auf programmkino.de den Film als möglichen Auftakt einer Nachfolgeserie zu Die wilden Kerle – aber das sei eigentlich kein Problem:

Ganz deutlich soll „V8 – Du willst der Beste sein“ nur der Auftakt zu einer Filmreihe sein, die die vier Hauptdarsteller irgendwann zur legendären Burg führen wird, die immer wieder erwähnt, aber nie gezeigt wird. Doch das macht nichts, denn die schönsten Momente des Films drehen sich ohnehin weniger um magische Elemente und wilde Autorennen, sondern um ganz normale Alltagsprobleme eines Fast-Teenagers.

Bianka Piringer hingegen fragt sich, ob Kindern “die stichwortartige, bedeutungsschwere und nebulöse Erzählweise schick vorkommen” möge, und resümiert durchaus ambivalent:

Die Geschichte wirkt wie ein Tagtraum aus langweiligen Schulstunden oder ein Spiel auf einsamem Brachgelände. […] Das ganze aufgemotzte Brimborium ist sowieso mehr schillernde Oberfläche, als dass es Tiefgang besitzt. Aber es beweist Experimentierfreude.

Peter Osteried sieht durchaus die Schwächen des Films, der vor allem bei Erwachsenen wohl nicht ankommen werde:

Aller erzählerischen Diskrepanz zum Trotz ist V8 – Du willst der Beste sein ein flott erzählter Film, der älterem Publikum zwar nur bedingten Unterhaltungswert zu bescheren vermag, für Kinder aber einen phantasie- und humorvollen Spaß darstellt.

Außerdem startet diese Woche auch Til Schweigers Keinohrhase und Zweiohrküken, für den es mangels flächendeckender Pressevorführungen auch bisher erst wenige Kritiken gibt.

Christoph Petersen ist von dem Film durchaus angetan gewesen:

Trotz einiger amüsant eingesetzter Anachronismen (wie etwa eine „Google“-Recherche) und kleiner Slapstick-Einlagen mit dem Fuchs und dem Bären sowie eines vibrierenden Handy-Frosches hat „Keinohrhase und Zweiohrküken“ in Anbetracht seiner sehr jungen Zielgruppe überraschend wenige ungetrübte Spaß-Momente zu bieten. Stattdessen herrschen bittersüße Traurigkeit und reichlich Melancholie vor.

Dorit Koch hat schließlich für dpa noch eine Kritik geschrieben, mehr ist zu dem Animationsfilm bisher nicht zu sagen. Man wird sehen.

Autor: Rochus Wolff

Filmkritiker seit 2004. Vater seit etwas später. (Homepage)

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