Kinostart diese Woche (19. September 2013): Das Pferd auf dem Balkon

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Heute startet in den deutschen Kinos Das Pferd auf dem Balkon nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Milo Dor (amazon) über einen Wiener Jungen mit Asperger-Syndrom.

Sophie Charlotte Rieger war von dem Film recht angetan:

Das Pferd auf dem Balkon ist ein Kinderfilm durch und durch. Die schnörkellose Geschichte ist auch für ein junges Publikum nachvollziehbar, gestaltet sich spannend und doch nicht haarsträubend aufregend. […] [Der Film] hat vielleicht nicht das Zeug zum Kinderfilmklassiker, bietet aber pädagogisch wertvolle Unterhaltung für die ganze Familie und kann kleinen wie großen Zuschauern ein bisschen dabei helfen, die Welt eines Kindes mit Asperger-Syndrom besser zu verstehen.

Auf programmkino.de hingegen sind die drei Autor_innen recht unterschiedlicher Meinung; Caren Pfeil etwa sieht

den Film immer wieder auseinanderbröckeln, denn die Grundidee der Geschichte, dass in einer wirklichen Welt auch Ungewöhnliches passieren kann, funktioniert nicht, wenn sowieso andauernd und in undurchschaubarer Beliebigkeit ungewöhnliche Dinge passieren.

Thomas Volkmann hingegen stellt positiv fest:

Statt in Bezug auf das Asperger Syndrom in eine Betroffenheits-Dramaturgie zu verfallen, wird Mikas Zustand als ein normaler angenommen. Überhaupt schlägt der Film sein Kapital nicht daraus, dass er die Schwächen der Krankheit ausbreitet […]

Das Urteil der Kritiker_innen ist also alles andere als eindeutig; auf film-zeit.de werden sicher im Laufe des Tages noch weitere Kritiken verlinkt, vielleicht wird so eine Tendenz sichtbar. José García hat ein Interview mit dem Regisseur Hüseyin Tabak geführt.

Auf kinofenster.de gibt es, wie so oft, pädagogische Handreichungen und Hintergrundinformationen zum Film – auf jeden Fall einen Blick wert, gerade bei diesem Film, der ein doch recht sensibles Thema angeht.

(Foto: Neue Visionen)

Autor: Rochus Wolff

Filmkritiker seit 2004. Vater seit etwas später. (Homepage)

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