Michel – Kinder- und Jugendfilmfest Hamburg

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Während des Filmfests Hamburg findet auch in diesem Jahr wieder, vom 27. September bis 5. Oktober, das Michel Kinder- und Jugendfilmfest statt. Das Filmprogramm ist seit gestern online einsehbar und enthält einige vielversprechende Schätze.

Aus dem Programm bereits gesichtet und hier besprochen habe ich den deutschen Beitrag Kopfüber, demnächst wird hier außerdem ein Beitrag zu Sputnik erscheinen.

Die restlichen Filme, jeweils mit Trailer (so vorhanden) und der Inhaltsangabe aus dem Programm:

Meine Mutter ist in Amerika und hat Buffalo Bill getroffen (Ma maman est en Amérique, elle a rencontré Buffalo Bill, Frankreich/Luxemburg 2013, ab 7 J.)

Jean und sein kleiner Bruder Paul leben bei ihrem Vater. Er muss total viel arbeiten und deshalb kümmert sich die liebe Yvette, ihr Kindermädchen, um die beiden Jungen. Seine Mutter hat Jean schon sehr lange nicht mehr gesehen und eigentlich weiß er nur wenig über sie. Daher freut er sich umso mehr, als ihm Michèle, das Nachbarsmädchen eines Tages eine Postkarte vorliest, die seine Mutter heimlich aus Amerika geschickt hat.
In seiner Vorstellung reist Jean ihr nun jeden Tag nach: er entdeckt unbekannte Orte, galoppiert auf einem Wildpferd durch die Prärie und bestaunt exotische Tiere. Doch auch das wirkliche Leben hält Abenteuer für ihn bereit: Seinen ersten Schultag kann er kaum erwarten. Endlich wird er Lesen und Schreiben lernen und dann kann er die Postkarten selber lesen und seiner Mutter antworten! Aber seine strenge Lehrerin und seine gemeinen Klassenkameraden machen es ihm nicht leicht…

Der rätselhafte Junge (Zagonetni dječak, Kroatien 2013, ab 10 J.)

Der 14-jährige Koko ist eine echte Spürnase und immer auf der Suche nach neuen Abenteuern. Bei seinem neusten Fall wird der abenteuerlustige Tomo zu seinem Komplizen. Denn irgendetwas stimmt nicht mit ihrem neuen Klassenkameraden, da sind sich die beiden sicher und sie beschließen, der Sache auf den Grund zu gehen. Das Ganze wird immer rätselhafter, als sie entdecken, dass der Junge zwei Schulhefte mit verschiedenen Namen führt. Es ist klar, das „Barbarossa“, wie sie den schweigsamen Mirko nennen, ein mysteriöses Geheimnis umgibt. Als sich dann noch die gewiefte Marijana in den Fall einmischt ist das Chaos perfekt, denn Marijana hat ihre eigenen Ziele und bringt die Pläne der Jungen gehörig durcheinander. Gemeinsam müssen die drei lernen, die Schwächen der anderen zu akzeptieren und ihre Stärken gemeinsam einzusetzen, wenn sie das Rätsel um Mirko lüften wollen.

Die Schwarzen Brüder (Schweiz/Deutschland 2013, ab 9 J.)

Die Verfilmung des Kinderbuches von Lisa Tetzner und Kurt Held aus dem Jahre 1941. Zum Film gibt es bisher nur eine Facebook-Seite.

Tessin im 19. Jahrhundert: Der 14-jährige Giorgio lebt in armen, aber glücklichen Verhältnissen. Als seine Mutter einen teuren Arzt braucht, verkauft ihn sein Vater aus Geldnot an den Mann mit der Narbe. Dieser will den Jungen als Kaminfegerjunge arbeiten lassen. Zum Glück ist Giorgio mit seinem Schicksal nicht allein. Alfredo, den er auf der gefährlichen Reise nach Mailand kennenlernt, macht ihm Mut.
Doch schon am Tag ihrer Ankunft im bunten Treiben der Stadt wird Giorgio in einer beispiellosen Feilscherei an den Kaminfegermeister Battista verkauft. Mit ihm versteht sich der Junge zwar gut, doch seine Frau und ihr Sohn sind eine wahre Plage. Auch die „Wölfe“, eine Bande Mailänder Straßenjungen, machen Giorgio das Leben schwer. Doch dann trifft er Alfredo wieder, der die „Schwarzen Brüder“ gegründet hat, die gemeinsam gegen alle Anfeindungen kämpfen. Als die „Schwarzen Brüder“ versuchen ihre Flucht zu planen, will der Mann mit der Narbe mit allen Mitteln verhindern, dass sich sein „Eigentum“ aus dem Staub macht…

Felix (Südafrika 2013, ab 9 J.)

Der Name Felix bedeutet „der Glückliche“, und das passt ziemlich gut auf den jungen Südafrikaner Felix Xaba. Als er das Stipendium einer Privatschule bekommt, weiß er gar nicht, wohin mit all seiner Freude. Doch zwischen seinen reichen Mitschülern fühlt sich der sonst so vergnügte Junge vom ersten Tag an fremd und allein. Da kommt ihm ein Jazz-Musikwettbewerb in der Schule gerade recht, denn Musik liegt Felix im Blut. Nun kann er zeigen, was in ihm steckt! Als er dann auch noch erfährt, dass sein verstorbener Vater in einer berühmten Jazzband gespielt hat, und er dessen altes Saxophon findet, ist er nicht mehr zu bremsen. Weil er für den Schulwettbewerb noch lernen muss nach Noten zu spielen, bittet er die ehemaligen Bandmitglieder seines Vaters um Hilfe. Leider verbietet ihm seine Mutter den Kontakt mit den Musikern und verkauft sein geliebtes Saxophon. Warum nur reagiert sie immer so heftig, wenn es um seinen Vater geht? Und wieso will sie nicht, dass Felix im Schulorchester spielt?

For no eyes only (Deutschland 2012; ab 14 J.)

Nachdem sich der 16-jährige Informatik-Nerd Sam beim Hockeytraining übel verletzt hat, verbringt er seine Freizeit fast ausschließlich vor dem Computer. Durch einen Zufall stößt er auf eine Hack-Software, mit der er völlig unbemerkt auf fremde Webcams zugreifen kann. Und seine Klassenkameraden zu beobachten – wie er es nennt „Deutschlands schrägste Homevideos“ zu schauen – ist auf jeden Fall spannender als fernzusehen. Dem Reiz einen solch intimen Einblick in die Privatsphäre und Geheimnisse seiner Opfer zu gewinnen, verfällt nicht nur Sam, sondern auch seine Mitschülerin Livia, für die Sam heimlich schwärmt. Aber bald sehen die Jugendlichen mehr, als gut für sie ist. Sie beobachten ihren neuen Mitschüler Aaron, der beiden gleich suspekt vorkommt. Als Aaron plötzlich ein Messer in seinem Zimmer hat und dann noch dessen Vater verschwindet, wächst bei Sam und Livia nicht nur die Neugier, sondern auch ein schlimmer Verdacht…

Horizon Beautiful (Schweiz/Äthiopien 2013, ab 9 J.)

Straßenkind Admassu hat keine Lust mehr, mit selbst gebastelten Bällen aus alten Socken in den staubigen Straßen seines Viertels zu spielen oder die Autos reicher Leute zu waschen. Sein größter Wunsch ist es, Fußballstar in Europa zu werden. Als er erfährt, dass ein wichtiger Manager aus der Schweiz für eine Kampagne in seine Heimatstadt kommt, ist sein Traum plötzlich zum Greifen nahe. Admassu will sich von nichts und niemandem davon abhalten lassen, Franz Arnold kennenzulernen. Doch der Schweizer sieht den Besuch in Addis Abeba einzig als Chance, um sein schlechtes Image aufzubessern und interessiert sich gar nicht für die Talente der afrikanischen Kinder. Ein Plan muss her! Eine Jugendgang soll Franz entführen und Admassu soll dann als sein großer Retter auftreten. Aus lauter Dankbarkeit wird ihn Franz dann sicher mitnehmen nach Europa. Doch nichts läuft wie geplant und so finden sich Franz und Admassu inmitten der afrikanischen Wildnis wieder und müssen lernen, miteinander auszukommen. Ein spannendes Abenteuer quer durch Äthiopien beginnt.

Mike verabschiedet sich (De Groeten Van Mike!, Niederlande 2012, ab 9 J.)

Nach einem monatelangen Krankenhausaufenthalt wird der zehnjährige Mike endlich entlassen. Glücklich und mit gepackten Koffern wartet er vor dem Hospital, doch seine Mutter Natasja ist nicht da, um ihn abzuholen. Als sie nach drei Tagen auftaucht, hat die Krankenschwester bereits das Jugendamt eingeschaltet.
Die strenge Sozialarbeiterin Celia, die Mike wegen ihrer Locken nur noch „den Pudel“ nennt, möchte ihn in eine Pflegefamilie schicken, bis geklärt ist, ob sich seine Mutter um ihn kümmern kann. Wenn nicht, dann müsste Mike das bevorstehende Weihnachtsfest mit völlig fremden Menschen verbringen!
Total überflüssig, findet der selbstbewusste Junge. Zu Hause kann er doch für sich selber sorgen. Er weiß, dass seine Mutter ein paar Probleme hat und nicht immer zuverlässig ist, aber er ist schon alt genug, um zu kochen, die Wäsche zu waschen und seine Medikamente zu nehmen. Mit allen Mitteln versucht er das Jugendamt davon zu überzeugen wieder nach Hause zu dürfen und Weihnachten mit seiner Mutter zu feiern.

Mister Twister (Mees Kees, Niederlande 2012, ab 6 J.)

Tobias geht wirklich nicht gerne zur Schule. Seine hochschwangere Klassenlehrerin Frau Sanne ist mit der frechen 2B komplett überfordert und die blöde Direktorin hat es auf Tobias und seinen besten Freund Sep abgesehen. Dabei ist Tobias extrem clever und lustig. Klar gibt es ein paar Probleme zu Hause, doch daran will er doch in der Schule nicht denken. Eines Tages steht ein neuer Vertretungslehrer vor der Klasse. Der schüchterne Herr Kees, der mit seiner Lehrerausbildung noch nicht einmal fertig ist, kann einem fast ein bisschen leidtun! Doch schnell schließen die Schüler den jungen Mann ins Herz und sind von dessen ungewöhnlichem Unterricht begeistert. Auch Tobias beginnt sich zu öffnen und freundet sich mit dem neuen Lehrer an. Aber ob die Lehrmethoden von Herrn Kees auch bei der Direktorin auf Zustimmung stoßen? Und dann meldet sich auch schon ein Inspektor von der Schulbehörde an…

Sputnik (Deutschland 2013, ab 8 J.)

Ein beschauliches Dorf in Ostdeutschland im Herbst 1989: Die zehnjährige Rike fällt aus allen Wolken, als ihr Lieblingsonkel Mike nach Westberlin ausreist. Das heißt, sie kann ihn erst wiedersehen, wenn sie groß ist! Solange möchte das technikbegeisterte Mädchen aber nicht warten. Inspiriert von ihrer Lieblingsserie „Raumschiff Interspace“ entwirft sie zusammen mit ihren besten Freunden Fabian und Jonathan eine Teleportationsmaschine, um Mike zurück zu holen. Während die drei im Dorf nach Ersatzteilen für ihre Erfindung suchen, überlegen sich Rikes Eltern sich selber „rüberzumachen“ und die DDR zu verlassen. Aber, dass etwas im Gange ist, merkt auch der strenge Volkspolizist Mauder, der den Kindern auf der Spur ist. Trotzdem gelingt es ihnen, ihren Teleporter fertig zu bauen. Gespannt starten sie die Maschine, doch dann läuft etwas schief und plötzlich sind alle Erwachsenen aus dem Dorf verschwunden!

Außerdem gibt es noch ein Kurzfilmprogramm sowie einige Folgen der TV-Serie Die Pfefferkörner zu sehen.

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