Berlinale 2013: Generation – Ein paar Tipps

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Morgen beginnt in Berlin der Vorverkauf für die ersten Tickets der Internationalen Filmfestspiele aka Berlinale. Deshalb weise ich gerne auf einige der Filme hin, die in diesem Jahr in der Sektion “Generation“, dem Kinder- und Jugendfilm vorbehalten, gezeigt werden. Wer es nicht kennt: die Filme dort sind in zwei Untersektionen, “Kplus” für Kinderfilme und “14plus” für Jugendfilme, unterteilt. Die detaillierten Programmhefte beider Untersektionen kann man hier herunterladen; die Altersempfehlungen, die im Heft für die Kplus-Filme angegeben sind, sollte man nicht ohne Weiteres ignorieren.

Ich hatte die Gelegenheit, sechs der Filme bereits vorab zu sehen; ausführliche Kritiken von mir sind ggf. verlinkt oder folgen noch, aber hier sind schon einmal ultrakurze Anmerkungen. Die Inhaltsangaben stammen wortwörtlich von der Berlinale-Website. Die Links führen zu den Berlinale-Seiten mit den genauen Programmterminen.

  • Kplus
    • Kopfüber (Deutschland 2012, Bernd Sahling; Weltpremiere)
      Sascha ist zehn, klaut wie ein Großer, lesen kann er kaum. Als Ärzte Medikamente gegen ADHS verschreiben, hoffen alle, dass endlich Ruhe in Saschas Leben kommt. – Ab 8 Jahren
      Sehenswert, aber sicher nicht für unruhige Kinder geeignet.
    • Nono, Het Zigzag Kind/The Zigzag Kid (Niederlande/Belgien 2012, Vincent Bal; Europapremiere)
      Nono soll vor seiner Bar Mitzwah bei Onkel Sjmoel gutes Benehmen lernen. Doch ein mysteriöser Herr bringt ihn auf die Spur der geheimnisvollen Vergangenheit. – Ab 7 Jahren
      Sehr leichtfüßige Abenteuergeschichte mit ernstem Hintergrund.
    • The Rocket (Australien 2013, Kim Mordaunt; Weltpremiere)
      Der kleine Ahlo und seine Familie sind gezwungen, ein neues Zuhause zu finden. Die Reise durch das kriegszerrüttete Laos führt zum hochexplosiven Raketenfestival. – Ab 11 Jahren
      Harte Themen, harte Momente – mutet Kindern ganz schön was zu.
    • Don’t Expect Praises (VR China/Südkorea 2012, Yang Jin; Europapremiere)
      Xiaobo und Yang verbringen die Ferien auf dem Land. Mit charmantem Humor entfaltet sich die nicht enden wollende Odyssee zweier ungleicher und doch unzertrennlicher Freunde. – Ab 7 Jahren
      Sehr ruhiges Minidrama um zwei Schulfreunde in den Sommerferien.
  • 14Plus
    • Shopping (Neuseeland 2013, Louis Sutherland, Mark Albiston; Europapremiere)
      Die halbsamoanischen Brüder Willie und Solomon stehen zwischen den Fronten. Der Einfluss eines Gangführers auf Willie nimmt zu, und Solomon muss sich gegen ihren Vater behaupten.
      Flatterhafte, unentschiedene Coming-of-Age-Geschichte.
    • Jîn (Türkei 2013, Reha Erdem; Weltpremiere)
      Seit über 30 Jahren tobt in den kurdischen Gebieten der Türkei der Krieg zwischen Guerilla und Armee. Wie ein Tier auf der Flucht, bewegt sich die jugendliche Kämpferin Jîn instinktiv in der gewaltigen Naturlandschaft von Gefahr zu Gefahr.
      Visuell atemberaubend starker Film, schweigsam und intensiv.

Kontinuierliche Pressespiegel während des Festivals liefert übrigens jeden Morgen film-zeit.de auf seiner Festivalseite.

Autor: Rochus Wolff

Filmkritiker seit 2004. Vater seit etwas später. (Homepage)

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