Lotte und das Geheimnis der Mondsteine (2011)

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Weil das Hundemädchen Lotte nicht schlafen kann, ertappt sie zwei geheimnisvolle Figuren in Kapuzenmänteln dabei, wie sie versuchen, ihrem Onkel Klaus einen Stein zu entwenden. Dieser Stein, erzählt Klaus, hat eine besondere Geschichte: Er hat ihn vor vielen Jahren auf einer Expedition ans Ende der Welt gefunden, in einer geheimnisvollen Anlage im Inneren eines Berges. Es gibt noch zwei weitere dieser Steine, so dass Lotte und Klaus aufbrechen, um sie zu versammeln und das Geheimnis der Steine zu lösen – immer heimlich verfolgt von den beiden Kapuzenwesen.

Unterwegs kann Lotte von Klaus allerhand über das Reisen lernen (“Auf Reisen findest Du alles, was Du brauchst, am Wegesrand.”) und lernt Dinge kennen, die sie sich vorher nicht hatte vorstellen können (“Wer auf Reisen ist, muss an das Unglaubliche glauben.”). Es treten auf: ein verliebter Musiker, ein Forscher, der Wassertropfen sammelt und umsorgt, und viele Absonderlichkeiten mehr.

Lotte und das Geheimnis der Mondsteine ist nicht der erste Film um die junge Hundedame; schon vor ein paar Jahren gab es Lotte im Dorf der Erfinder (amazon), den ich leider noch nicht gesehen habe, und der auch auf eine zweiteilige Fernsehserie zurückgeht, die auch im Kika ausgestrahlt wurde.

Die Welt von Lotte ist voller Seltsamkeiten und Details: Wasser, das klingt wie Glöckchen, bizarre Erfindungen wie aus Wallace & Gromit, ein Labyrinth aus Regen und ein Museum für aus Spinnweben geschaffenen Kunstwerken. Das ist bezaubernd und voller Figuren, die sowohl nachvollziehbar als auch nie bedrohlich agieren – es gibt hier zwar verschiedene, auch widersprüchliche Interessen, aber keine echten Bösewichter und Angstmomente.

Der Film mischt verschiedene Animationstechniken: die Figuren und einzelne Gegenstände sind klassisch-flächig gezeichnet, während die meisten Räume und viele Objekte, vor allem jene, die sich bewegen, offenbar am Computer entstanden und mit 3D-Effekten versehen sind. Der Effekt ist zunächst ein wenig irritierend, fügt sich dann aber meist zu einem amüsanten und stimmigen Ganzen.

Lotte und das Geheimnis der Mondsteine lief 2012 in der Kindersektion der Berlinale; seit Anfang der Woche kann man den Film nun fürs Heimkino erwerben (amazon: Blu-ray, DVD); bis 2. Februar 2013 werden hier auch noch zwei Exemplare des Films verlost.

Wie fandet Ihr den Film? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!

Lotte und das Geheimnis der Mondsteine (Lotte ja kuukivi saladus), Estland, Lettland 2011. Regie: Heiki Ernits, Janno Põldma. 75 Minuten, FSK 0.

Fotos: Ascot Elite

Autor: Rochus Wolff

Filmkritiker seit 2004. Vater seit etwas später. (Homepage)

3 Gedanken zu „Lotte und das Geheimnis der Mondsteine (2011)“

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