Verlosung: Paddington 2

Heute startet Paddington 2 in den deutschen Kinos, die Fortsetzung des wunderbaren Paddington, den ich vor drei Jahren so gepriesen hatte. Und dem Vernehmen nach ist der zweite Film ebenfalls ganz großartig…

Der liebenswerte Bär Paddington hat nicht nur bei Familie Brown ein Zuhause gefunden, er ist auch in der Nachbarschaft ein geschätztes Mitglied: Höflich, zuvorkommend und immer fröhlich – außerdem lieben alle seine Marmeladenbrote, ohne die er nie das Haus verlässt. Als der 100. Geburtstag von Tante Lucy ansteht, sucht Paddington nach einem geeigneten Geschenk. Fündig wird er im Antiquitäten-Laden des liebenswerten Mr. Gruber: Ein einzigartiges Pop-up-Bilderbuch von London. Allerdings muss der Paddington dafür ein paar Nebenjobs antreten – und als das Buch gestohlen wird, steht er selbst unter Verdacht…

Mit der freundlichen Unterstützung von Studiocanal kann ich für den Film zwei Fanpakete mit jeweils einem Anti-Stress-Paddington, einem Adventskalender und einem Aufkleber-Set verlosen – sowie als Zusatzpreis noch zwei Freitickets zum Film. Um an der Verlosung teilzunehmen, müßt Ihr nur hier im Formular Eure Daten eingeben und eine einfache Frage beantworten. Die Verlosung läuft bis einschließlich 28. November 2017. Der Rechtsweg ist natürlich ausgeschlossen. Nur eine Teilnahme pro Haushalt!
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Kinderfilmpodcast #003: Das Mädchen Wadjda

Nach Urlaub, einer Phase völliger Überarbeitung und etwas Hin und Her, habe ich es endlich geschafft, diesen Podcast, den wir bereits am 17. Oktober aufgenommen hatten, auch online zu stellen. Ich hatte nämlich die Gelegenheit, mich mit Miriam Seyffarth zu unterhalten, die Saudi-Arabien von einem längeren beruflichen Aufenthalt in Jeddah kennt, wo sie für die Robert Bosch Stiftung als Kulturmanagerin gearbeitet hat.

Miriam ist wissenschaftliche Mitarbeiterin der MdB Tabea Rößner (Bündnis 90/Die Grünen) im Deutschen Bundestag und dort für Medien- und Kulturpolitik zuständig.

Wir hatten uns auf der re:publica im Mai kennengelernt und kamen unter anderem über Das Mädchen Wadjda (IMDb) ins Gespräch. Ich hatte den Film bis dahin (peinlicherweise!) noch nicht gesehen, wofür sie mich zurecht rügte – und seitdem habe ich diesen Fehler nicht nur behoben, wir haben auch versucht, einen Gesprächstermin hinzubekommen, an dem wir uns über diesen großartigen Film unterhalten können. Dass es endlich geklappt hat, ist eine große Freude, denn nicht nur kennt Miriam den Film in- und auswendig, sie kann auch zu fast jeder Szene des Films enorm viel kulturellen und politischen Hintergrund liefern. Und außerdem erzählt sie tolle Geschichten und Anekdoten aus ihrer Zeit in Saudi-Arabien.

Miriam kommentiert und erläutert immer wieder aktuelle politische Entwicklungen in Saudi-Arabien; folgt ihr auf Twitter, wenn ihr regelmäßig informiert werden wollt. (Kleine Anmerkung: Wir haben den Podcast vor der jüngsten Verhaftungswelle in Saudi-Arabien – Miriams Hintergrundinfos dazu findet ihr hier.)

Das Mädchen Wadjda handelt von der elfjährigen Wadjda, die in Riad, der Hauptstadt von Saudi-Arabien lebt. Sie wünscht sich über alles, Fahrrad fahren zu dürfen, und sehnt sich insbesondere nach einem bestimmten Rad, das es in einem Geschäft in der Nachbarschaft zu kaufen gibt.

Eine ausführliche Inhaltsangabe gibt es in der Wikipedia; ich empfehle aber auf jeden Fall, sich den Film selbst anzusehen, der für Kinder ab acht Jahren problemlos verständlich und geeignet ist. Das Mädchen Wadjda ist auf DVD zum Beispiel bei amazon erhältlich.

avatar Rochus Wolff Amazon Wishlist Icon Paypal.me Icon
avatar Miriam Seyffarth

Anmerkungen und Links/Shownotes:

0:00:00 Einleitung
0:04:35 Hintergrund: Zu Leben und Film in Saudi-Arabien
0:19:17 Wadjda
0:24:35 Frauen, Männer, Familien
0:37:15 Die Sache mit der Umkleidekabine
0:39:10 Mehrfachehen
0:43:30 Frauen als die Trägerinnen der Familie
0:46:50 informelle Kommunikation, Verheiratung als Strafe und die Rolle von Wadjdas Mutter
1:01:15 Räume, Farben und Geschlechterrollen
1:08:05 Schule als Disziplinierungsanstalt
1:14:46 Stämmetraditionen
1:17:50 Türen, Regeln und Rote Linien
1:33:15 Solidarität und die Schlussszene
1:42:15 Drei liebste Kinderfilme

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Kurzfilm zum Wochenende: Herbst (2016)

Selten habe ich mich so gefreut, einen Kurzfilm hier zeigen zu können. Denn Automne von Yann Austin, Marie Briand, Cécile Fauchie, Louise Flatz, Helene Letourneur und Marina Saunier vom Institut Supérieur des Arts Appliqués ist nicht nur ein wunderbarer und ruhiger Blick auf die aktuelle Jahreszeit aus der Perspektive einer Künstlerin.

Der Film ist außerdem im Wettbewerbsprogramm des diesjährigen KUKI zu sehen, des 10. Internationalen Kurzfilmfestivals für Kinder und Jugendliche Berlin. Das KUKI, das ich im vergangenen Jahr als Partner begleiten durfte (diesmal hat das aus vielerlei zeitlichen und geographischen Gründen nicht geklappt), ist eines der schönsten Berliner Publikumsfestivals – es zeigt ausschließlich Kurzfilme für Kinder und Jugendliche, mit klarem ästhetischem und politischem Anspruch an die Filme, die gezeigt werden. Vor einem Jahr hatte ich mich darüber auch ausführlich mit der künstlerischen Leiterin des Festivals, Monica Koshka-Stein, unterhalten: Das Gespräch lässt sich hier anhören.

Automne ist nur eines der vielen Wunder, die beim KUKI ab 19. November 2017 auf großer Leinwand zu sehen sind. Perfekte Kinderunterhaltung. (Hier mein Lieblingsfilm vom letzten Festival.)

Schönes Wochenende!

Kurzfilm zum Wochenende: Fuchs und der Wal (2017)

Dieser Film ist in mehrfacher Hinsicht ein Wagnis. Mit zwölf Minuten, ohne Worte, stellt er gewisse Anforderungen an die menschliche (und kindliche) Geduld, die vor allem durch die Schönheit der Bilder ausgeglichen wird. Aber einfach ist der Film dennoch nicht, denn die Suche des Fuchses nach seinem Wal – ob real oder nicht – ist so sehr physisch wie (sorry) meta-physisch. Und möglicherweise ist das Ende traurig, vielleicht geht es aber ja auch um die Suche selbst. Auf jeden Fall gibt es dann genug Stoff, über den man sprechen kann.

Robin Joseph hat den Film mit seiner Freundin Kim Leow zusammen erstellt, und hier gibt es noch eine Menge Skizzen und Erklärungen zur Entstehung des Films. Man nehme sich ein wenig Zeit und einen ruhigen Moment dafür. (via)

Schönes Wochenende!

Louis & Luca – Das große Käserennen (2015)

Der durchschnittlichen Kinobesucherin, zumal der minderjährigen, ist es vermutlich eher wurscht, wie lang der Weg ist, den ein konkreter Film von seinem ersten Auftauchen in der Welt bis zu den Leinwänden deutscher Kinos benötigt; aber als Filmkritiker, der gelegentlich das Privileg hat, Filme schon etwas früher zu sehen als viele andere Menschen, frage ich mich doch bei vielen Produktionen: Warum, bitte, hat das jetzt wieder so lange gedauert?

Louis & Luca – Das große Käserennen ist nämlich schon nicht mehr der neue Film von Regisseur Rasmus A. Sivertsen und seinem bemerkenswerten norwegischen Animationsstudio Qvisten Animation. Dieser Titel gebührt Im huckligen buckligen Wald, der gerade auf dem Schlingel-Filmfestival in Chemnitz seine deutsche Erstaufführung feierte. In seinem Herkunftsland startete Das große Käserennen schon zum Weihnachtsfest 2015 – aber, zugegeben, selbst ins gelobte Land der Cinephilie – Frankreich – brauchte der Film ein ganzes Jahr.

Warum das warten sich einerseits gelohnt hat und andererseits auch womöglich ziemlich egal ist, habe ich in meiner Kritik auf kino-zeit.de ausführlich erklärt (Spoiler: Ein toller Film!).

(Fotos: Kinostar)