Die Abenteuer des Prinzen Achmed (1926)

Wahrlich, das sind Abenteuer: Prinz Achmed wird von einem bösen Zauberer auf ein fliegendes Pferd gelockt, das er nur mit Mühe wieder zur Landung bewegen kann. Dann verliebt er sich in die schöne Pari Banu, die jedoch vom Zauberer wieder entführt wird, so dass er sich der Hilfe der Hexe vom Flammenberg versichern muss, um sie zu befreien. Aber bevor er wieder nach Hause zurückkehren kann, muss er seinen Freund Aladin wiederfinden, dessen Wunderlampe er braucht…

Anläßlich der neuen Blu-ray-Edition von Die Abenteuer des Prinzen Achmed (amazon) habe ich mir den Film noch einmal genauer angesehen und für kino-zeit.de besprochen. Eine hinreichende Würdigung von Lotte Reinigers Werk, Bedeutung und Einfluß ist das freilich noch nicht, aber das ist vielleicht dann mal eine Aufgabe für einen anderen Text. (Vorab mag der Hinweis auf diese Seite hier genügen.)

Die Abenteuer des Prinzen Achmed. Deutschland 2016. Regie: Lotte Reiniger, 69 Minuten. FSK 0, empfohlen ab 6 Jahren.

(Fotos: absolutmedien.de)

Papa Moll und die Entführung des fliegenden Hundes (2017)

Murmlikon liegt sehr beschaulich in den Schweizer Landen, unter stets blauem Himmel, im Hintergrund die Alpen, und auf dem Berg direkt gegenüber dem Städtchen thront die Schokoladenfabrik. Hier arbeitet Herr Moll, zuständig für die Qualität der Schoko-Biber.

Das leitet der Film Papa Moll und die Entführung des fliegenden Hundes in seinen ersten Minuten durch einen reimenden Erzähler ein: „Hier im schönen Murmlikon / lebt Papa Moll seit Jahren schon / und arbeitet mit viel Geschick / hoch auf dem Berg in der Fabrik.“ Mit solchen vierzeiligen Reimen wurden die Papa Moll-Comics (amazon) begleitet, die Edith Oppenheim-Jonas seit 1952 und ursprünglich in der Schweizer Kinder-Zeitschrift Junior veröffentlicht hatte. Für das Drehbuch des Films haben sich Matthias Pacht, Jann Preuss und Regisseur Manuel Flurin Hendry an den Grundthemen der Comicstrips bedient, einige Figuren hinzugefügt und eine ganz eigene Geschichte gestrickt.

Die beginnt mit einem Wasserhahn, der nicht mehr funktioniert und wegen dem Papa Moll den eigenen Vorgarten umgräbt, sowie mit einem Pfeil, den Sohn Fritz auf den Gartenzwerg des Nachbarn schießt. Und dann geht es, wie ich für kino-zeit.de aufgeschrieben habe, mitten hinein in eine sehr bunte, aber doch recht konventionelle 50er-Jahre-Welt.

Papa Moll und die Entführung des fliegenden Hundes (Papa Moll). Schweiz 2017. Regie: Manuel Flurin Hendry, 90 Minuten. Kinostart: 12. April 2018. FSK 0, empfohlen ab 6 Jahren.

(Fotos: Polyband)

Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer (2018)

Am Donnerstag startet die neue Verfilmung von Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer in den Kinos, und ich habe mir für und auf kino-zeit.de ausführliche Gedanken zum Film gemacht.

In so einer Kritik fällt immer irgendetwas dann doch aus dem Text heraus, manchmal absichtlich (zwecks Straffung oder Konsistenz), manchmal eher versehentlich. Womöglich habe ich bei diesem Text nicht deutlich genug gemacht, mit wieviel Liebe und gekonntem Handwerk der Film offenbar entstanden ist, wie viel Aufwand vor allem in die Orte Lummerland und Mandala gesteckt wurde, damit das nicht nur schön aussieht, sondern auch so, wie es im Buch beschrieben wird. In dieser einen Hinsicht ist Dennis Gansels Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer nämlich wirklich bemerkenswert gut: Als dicht am Buch gehaltene Literaturverfilmung. Die Schwierigkeiten des Films entstehen gewissermaßen rückwärts aus diesem Engagement heraus, aus der bewusst zur Vorlage gehaltenen Tuchfühlung. Das funktioniert bei einer Literaturverfilmung eben nicht immer ohne Weiteres; und Gansel musste sich natürlich außerdem damit auseinandersetzen, dass es zu “Jim Knopf” schlichtweg schon mächtige Bilder gab: Jene aus der Augsburger Puppenkiste nämlich. (Alles weitere dazu im langen Text.)

Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer. Deutschland 2018. Regie: Dennis Gansel, 110 Minuten. Kinostart: 29. März 2018. FSK 0, empfohlen ab 6 Jahren.

(Fotos: Warner Bros.)

Verlosung: Zoomania (Werbung)

Disney verkauft gerade in der Aktion “Magischer Frühling” viele Filme als digitale Downloads für unter acht Euro – zum Beispiel bei Google Play oder auf iTunes. Dazu gehören so schöne Filme wie Cinderella und Ralph reicht’s, Klassiker wie Mary Poppins oder der wirklich großartige Kriminalfilm Zoomania.

Mit der freundlichen Unterstützung von Disney kann ich zum Anlass dieser Aktion hier im Blog drei Downloadcodes zu Zoomania verlosen. Die Downloadcodes sind bis zum 10. April gültig und können kostenfrei im deutschen iTunes-Store eingelöst werden.

Um an der Verlosung teilzunehmen, müßt Ihr nur hier im Formular Eure Daten eingeben und eine einfache Frage beantworten. Die Verlosung läuft bis einschließlich 30. März 2018. Der Rechtsweg ist natürlich ausgeschlossen. Nur eine Teilnahme pro Haushalt!
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Gewinnspiel: Paddington 2

Am 26. März erscheint Paddington 2 für’s Heimkino – eine bemerkenswerte Fortsetzung des äußerst sehenswerten ersten Films, die alles andere als ein schlichter Abklatsch des ersten Films ist, sondern eigene Wege geht.

Paddington hat nicht nur bei Familie Brown ein Zuhause gefunden, er ist auch in der Nachbarschaft ein geschätztes Mitglied: Höflich, zuvorkommend und immer fröhlich. Als der 100. Geburtstag seiner Tante Lucy ansteht, sucht Paddington nach einem geeigneten Geschenk. Fündig wird er im Antiquitäten-Laden seines Freundes Mr. Gruber, der allerlei Schätze birgt: Ein einzigartiges Pop-up-Bilderbuch von London hat es Paddington angetan. Um es erwerben zu können, muss Paddington Geld verdienen – und erst geht bei seinen Jobs so einiges schief, dann wird auch noch das Buch vor seinen Augen aus dem Laden gestohlen. Und Paddington wandert ins Gefängnis…

Mit freundlicher Unterstützung von Studiocanal kann ich zwei Fanpakete zur Verlosung anbieten – was leider nicht dabei ist, ist die fabulöse Sonderausgabe der beiden Filme inklusive Pop-up-Buch (amazon), die sicher ein schönes Geschenk zu Ostern wäre…

1. Das Filmpaket enthält: die DVD zum Film, das Buch zum Film sowie ein Filmposter.

2. Das Kuschelpaket enthält: einen Plüsch-Bären, das Hörspiel zum Film sowie 1 Set mit Paddington-Buttons.

Um an der Verlosung teilzunehmen, müßt Ihr nur hier im Formular Eure Daten eingeben und eine einfache Frage beantworten. Die Verlosung läuft bis einschließlich 27. März 2018. Der Rechtsweg ist natürlich ausgeschlossen. Nur eine Teilnahme pro Haushalt!
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Mein Freund, die Giraffe (2017)

Was von Annie M.G. Schmidt kommt, kann eigentlich nicht ganz schlecht sein. Die niederländische Schriftstellerin, die 1995 einen Tag nach ihrem 84. Geburtstag Selbstmord beging, gehört zu den bekanntesten Kinderbuchautorinnen der Welt – in Deutschland ist sie leider weitgehend unbekannt. Nur wenige ihrer Bücher (z.B. Pluck mit dem Kranwagen) sind ins Deutsche übersetzt und auch noch lieferbar; auch die sehr sehenswerten Verfilmungen wie Der wunderbare Wiplala oder der noch wunderbarere Die geheimnisvolle Minusch schaffen es hier meist nicht einmal ins Kino.

Insofern darf man sich über Mein Freund, die Giraffe freuen, dessen Geschichte auf einem Gedicht von Schmidt beruht und jene traumgleiche Vermischung von Realität und magischen Elementen beinhaltet, die viele ihrer Texte so großartig macht.

Der niederländische Film hatte in diesem Jahr auf der Berlinale seine hiesige Premiere und läuft jetzt in den deutschen Kinos – meine Gedanken zu dem Film stehen auf kino-zeit.de.

Mein Freund, die Giraffe (Dikkertje Dap). Niederlande 2017. Regie: Barbara Bredero, 74 Minuten. Kinostart: 1. März 2018. FSK 0, empfohlen ab 6 Jahren.

(Fotos: Little Dream Entertainment/24 Bilder)