Kurzfilm zum Wochenende: Cool bleiben (2014)

Es wird heiß! Jedenfalls hoffe ich das. Für zwei Wochen macht das Kinderfilmblog jetzt Pause, Urlaub, Erholung, nennt es, wie Ihr wollt. In dieser Zeit wird hier Ruhe herrschen, ab Ende Juli geht es mit neuer Kraft und ein paar neuen Ideen hier weiter. Bleibt mir gewogen!

Und jetzt erstmal: Schönes Wochenende!

Trailerschau #6/2014

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Auf Facebook poste ich immer wieder aktuelle Kinderfilm-Trailer; was dabei zusammenkommt, fasse ich hier im Blog nochmal zusammen; und heute gibt es erste bewegte Bilder aus dem nächsten Asterix-Film sowie Trailer zu zahlreichen Animationsfilmen: Der 7bte Zwerg, Home, Die Biene Maja, Ab durch den Dschungel und den zweiten Planes-Film. Darüber hinaus gibt es ein Musikvideo zu Rico, Oskar und die Tieferschatten und einen ersten Trailer zu Mein Freund, der Delfin 2. Weiterlesen →

Interviews: Rico, Oskar und die Tieferschatten

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Heute startet der sehr großartige Kinderfilm Rico, Oskar und die Tieferschatten in den deutschen Kinos (eine ausführliche Lobpreisung habe ich ja bereits geschrieben), Neele Leana Vollmars Verfilmung des nicht minder wunderbaren Kinderbuchs (amazon) von Andreas Steinhöfel.

Vorab habe ich die Möglichkeit gehabt, Andreas Steinhöfel, die Regisseurin Neele Leana Vollmar sowie die Hauptdarsteller_innen Anton Petzold, Juri Winkler und Karoline Herfurth in Berlin zum Interview zu treffen - wir haben übers Berlinern gesprochen, über ihre Lieblingsszenen im Film und darüber, ob man den Film schon kleinen Kindern zumuten kann, darf oder vielleicht sogar sollte. Und natürlich über ihre Lieblingskinderfilme.

Viel Vergnügen!

(Seid gnädig mit mir, es ist mein erstes selbstgeschnittenes Video. Und viele Dinge, die in den Interviews zur Sprache kamen, mussten jetzt wegfallen, weil ich keine Zeit mehr hatte, noch mehr Material einzubinden. Ich hoffe, es gefällt Euch trotzdem!)

(Foto: 20th Century Fox)

Filmfest München: Doktor Proktors Pupspulver (2013)

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Meine Güte, was habe ich gehofft, dass dieser Film gelingen würde! Mit welcher Begeisterung haben sich die Kinder das Buch vorlesen lassen, in dem Jo Nesbø – welch genialer Schachzug! – seinen Titelhelden ein Pupspulver erfinden lässt, das nicht nur laute, aber perfekt geruchlose Fürze bringt, sondern in seiner Abwandlung als Pupsonautenpulver auch das (nicht ganz ungefährliche!) Herumfliegen per Darmwindkraft ermöglicht.

kifife_logo_2014_posVor allem aber ist Nesbøs Geschichte ein beglückendes Beispiel dafür, wie man ein phantasievolles, völlig irres und trotzdem nicht nur spannendes, sondern auch hintergründig witziges Kinderbuch schreiben kann, voller Sprachwitz und zauberhafter Details, ach, ich könnte jetzt hier noch absatzweise weiter preisen und lobsingen. Aber ich will ja hier und jetzt eigentlich den Film besprechen.

Und das fällt mir dann doch ein ganzes Stückchen schwerer, als ich gehofft hatte. Regisseur Arild Fröhlich und Drehbuchautor Johan Bogaeus haben sich viele Freiheiten mit Nesbøs Stoff genommen, was nicht schlecht sein muss, und haben auch nach einem eigenen filmischen Ton gesucht – allein, was am Ende dabei herauskommt, will hinten und vorne nicht mehr zusammenpassen.

Weiterlesen: Meine Kritik zu Doktor Proktors Pupspulver ist auf kino-zeit.de erschienen.

Doktor Proktors Pupspulver (Doktor Proktors Prompepulver), Norwegen/Deutschland 2013. Regie: Arild Fröhlich, 84 Min. FSK 0 beantragt (empfohlen ab 6 Jahren).

(Fotos: Filmfest München)

Weiße Tiere und wilde Fragen für die Sommerferien

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Der Sommer ist fürs Kinderkino – daheim wie in den Lichtspieltheatern – meist eher saure-Gurken-Zeit (obwohl: am 10. Juli startet im Kino Rico, Oskar und die Tieferschatten, den sollte man sich unbedingt ansehen, wenn die Kinder das Buch schon gelesen haben – womöglich der Kinderfilm des Jahres! Ausführliche Rezension hier).

Aber ein paar gute Filme gibt es dann eben doch, und hier ein paar Vorschläge für die hoffentlich seltenen Regentage während der Sommerferien – beginnend mit einem Thema, das sich zu Zeiten von viel Sonnenlicht sowieso besser behandeln lässt als im finsteren Herbst, wo es traditionell hingehört.

Weiterlesen: Meine neuen Empfehlungen für's Kinderheimkino finden sich in Maximilian Buddenbohms Blog Herzdamengeschichten.

(Foto: Tiberius-Film)

Filmfest München: Quatsch und die Nasenbärbande (2014)

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Es gibt mehr als einen Moment in Quatsch und die Nasenbärbande, in denen ich mich gefragt habe, welche Drogen das Produktionsteam denn, bitteschön, eigentlich genommen hatte. Also was vor allem Regisseur, Drehbuchautor und Produzent Veit Helmer da eingeworfen haben muss, und ob vielleicht noch was übrig ist, ich würde auch gerne was abhaben?

kifife_logo_2014_posQuatsch ist ein selten irrer, leicht wahnwitziger Kinderfilm, der fast über seine gesamte Länge ignoriert, was deutsche Kinderfilm sonst gerne so betulich macht: das Pädagogisch-Gutmeinende. Stattdessen herrscht hier bis kurz vor Schluss destruktive Anarchie, „Kinder an die Macht“, bis es kracht und darüber hinaus – und das alles vor dem Hintergrund einer desinteressierten, gar lieblosen Elterngeneration. Erst die Großeltern sind wieder erträglich, was mit den Erziehungsberechtigten dazwischen eigentlich passiert ist, bleibt ziemlich rätselhaft.

Unter den Erwachsenen tummeln sich zahlreiche bekannte Namen, Fritzi Haberland, Benno Fürmann, Samuel Finzi, Nadeshda Brennicke zum Beispiel, die allesamt nur als Nebenrollen-Knallchargen auftauchen; im Mittelpunkt steht ein Schwung von Darsteller_innen im Kindergartenalter – sie sind der Nachwuchs von Bollersdorf (ältere Geschwister gibt es praktisch nicht), der sich gegen die brav normalisierende Gewalt von oben auflehnt. Weiterlesen →

Kurzfilm zum Wochenende: Tulkou (2013)

Heute Abend ist natürlich noch einmal großes Fußballtheater, das müssen wir hier nicht noch verstärken - wer da noch etwas mit seinen Kindern sehen will, wir hatten das hier in den letzten Wochen schon.

Hier nun etwas ganz anderes, eine auch technisch sehr anspruchsvolle und ansehnliche Animation von Mohamed Falilou Fadera und Sami Guellai, gewissermaßen eine Variation auf "Der alte Mann und das Meer":

Als Papoo, ein alter Fischer, einen Meermann fängt, trifft er eine überraschende Entscheidung: Er nimmt ihn mit zu sich nach Hause, um ihn als Freund zu gewinnen. In all der Aufregung nimmt er nicht wahr, dass dieser Mann eine ganz andere Kreatur ist, die so zugrundegehen muss...

(Aber keine Sorge, es geht gut, wenn auch recht melancholisch, aus.)

Schönes Wochenende!

Filmfest München: Lola auf der Erbse (2014)

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Lola auf der Erbse ist so ein Film, den man sofort mögen, ach was, ins Herz schließen möchte. Und dann ist es doch wirklich sehr erfreulich, dass man feststellt: Er macht es einem meistens nicht besonders schwer.

kifife_logo_2014_posLola ist in ihrem Dorf eine Außenseiterin. Ihre Mutter natürlich auch, aber da sie Schultern und Rücken des Polizisten regelmäßig durchwalkt – er ist recht verspannt und hat auch einigen Grund dazu – und außerdem immer noch jung ist und schön, spielt das keine so große Rolle. Nur Barkelt, dem der Hafen gehört, an dem das Hausboot der Zehnjährigen und ihrer Mutter liegt, kann Lolas Mutter nicht ausstehen; sein Sohn gehört zu den Kindern, die Lola in der Schule besonders gerne ärgern und sie schon einmal laut brüllend durchs ganze Dorf jagen.

Bei einer solchen Jagd lernt Lola dann ihren neuen Klassenkameraden Rebin besser kennen, dessen Eltern nicht viel Geld haben und der in der Schule nicht viel sagt. Nach und nach versteht Lola, dass Rebins Familie illegal in Deutschland ist – Kurden aus der Türkei, die nicht in ihre Heimat zurückkönnen, aber eigentlich auch nicht in Deutschland bleiben dürfen. Rebins Vater sieht es gar nicht gern, dass sein Sohn sich mit einem deutschen Mädchen anfreundet.

Weiterlesen: Meine Kritik zu Lola auf der Erbse ist auf kino-zeit.de erschienen.

Lola auf der Erbse, Deutschland 2014. Regie: Thomas Heinemann, 90 Min. FSK 0, empfohlen ab 6 Jahren.

Verlosung: Rico, Oskar und die Tieferschatten

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Ich freue mich ja schon, wenn ich bei einem tollen Film noch einmal die Gelegenheit habe, zu betonen, wie großartig er ist. Kommende Woche, am 10. Juli 2014, startet also mit Rico, Oskar und die Tieferschatten der bisher beste deutsche Kinderfilm des Jahres in den deutschen Kinos, eine wirklich großartige Kriminalabenteuergeschichte über zwei Berliner Jungs:

Rico ist ein tiefbegabtes Kind – so nennt er sich selbst, weil er sich nicht immer alles so gut merken kann und in seinem Kopf die Gedanken manchmal wie Bingokugeln hin- und herrollen. Aufgeweckt und selbstbewusst ist er glücklicherweise dennoch, trotzdem ist es ein wunderbarer Zufall, der ihn mit Oskar zusammenführt – denn Oskar ist weniger mutig als Rico, dafür aber hochbegabt und kann unter anderem die ersten hundertzehn Primzahlen auswendig aufsagen.

Mit freundlicher Unterstützung von 20th Century Fox kann ich hier im Blog zwei Gewinnpakete verlosen, die jeweils zwei Kinotickets, ein Filmposter, einen Stundenplan, einen Wasserball und ein T-Shirt enthalten. Weiterlesen →

Filmfest München 2014: Das Kinderfilmfest

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Am heutigen Samstag beginnt mit der internationalen Premiere von Doktor Proktors Pupspulver das Kinderfilmfest des Filmfests München. Für eine ganze Woche gibt es dann im Gasteig (Rosenheimer Str. 5) viele tolle, zum Teil außergewöhnlich gute Kinderfilme zu sehen (hier das Programm) - bis auf zwei habe ich die meisten schon vorab sehen können und möchte sie hier kurz vorstellen. Wer die Gelegenheit hat, das Festival in München zu besuchen, sollte dies unbedingt tun! (Und der Bayerische Rundfunk hat mit der geschätzten Leiterin des Kinderfilmfests, Katrin Hoffmann, ein ausführliches Gespräch geführt, das man sich gerne anhören kann.)

kifife_logo_2014_posDas Festival beginnt heute mit der Verfilmung des übrigens sehr großartigen Kinderbuchs Doktor Proktors Pupspulver (Doktor Proktors Prompepulver; das Buch gibt es z.B. bei amazon) von Jo Nesbø, auf die ich selbst sehr gespannt bin; eine Besprechung kann ich hoffentlich schon sehr bald nachreichen (empfohlen ab 6 Jahren).

Und dann stapeln sich die sehenswerten Filme. Lola auf der Erbse (ab 6) ist eine deutsche Produktion, die weitgehend erfolgreich versucht, das Thema "Illegalität" für Sechs- bis Achtjährige einzudampfen, ohne ihm ganz seine Brisanz zu nehmen. (Besprechung folgt hier im Blog.) Weiterlesen →

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