Endgegner! Wir brauchen Endgegner!

PADDINGTON

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Ich habe seit Monaten ein schlechtes Gewissen. Ich bilde mir gerne etwas darauf ein, wie sensibel ich auf die Reaktionen meiner Kinder zu reagieren imstande sei, aber wir täuschen uns ja alle gerne über unsere eigenen Fähigkeiten. So saßen wir vor einigen Monaten in der Premiere von Paddington (den ich vorher gesehen hatte und sehr mochte), als das große Kind erklärte, es wolle gehen, denn die böse Tierpräparatorin mache ihm Angst. Wir sind geblieben, weil ich glaubte, das gute Ende werde am Schluss den stärkeren Eindruck hinterlassen – aber das Kind spricht bis heute von der bösen Frau. (Den Rest mochten die Kinder übrigens sehr.)

Für meine Kolumne “Sitzplatzerhöhung” auf kino-zeit.de habe ich mit diesmal Gedanken darüber gemacht, warum einige Kinderfilme unbedingt mit viel Getöse große Antagonist_innen aufbauen müssen.

(Foto: Studiocanal)

Manolo und das Buch des Lebens (2014)

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Wir wohnen seit mittlerweile sieben Jahren zufälligerweise immer unmittelbar neben einem Friedhof – drei Stück in zwei Städten. Und wenn man mit seinen Kindern täglich auf Gräber schaut, jede Woche auf dem Weg zur Schule an mindestens einem Begräbnis vorbeikommt, dann führt das automatisch zu interessanten Gesprächen über Leben, Tod, Sterben und das Jenseits. Schönsten Diskussionsstoff in diese Richtung bietet nun auch der Animationsfilm Manolo und das Buch des Lebens, der ein ganz und gar mexikanisch geprägtes Weltbild zur Basis seiner Geschichte macht – inklusive eines (da täuscht der Titel ein wenig) Ausflugs des Protagonisten ins Reich der Toten. Trotzdem ist der Film aber vor allem eine Feier des Lebens, der Liebe, der Familie: eine kindergerechte, manchmal brüllend komische, immer knallbunte Geschichte voll mit „erwachsenen“ Themen.

Weiterlesen: Mein Familienfilmtipp “Wir müssen mal über den Tod sprechen” ist heute auf filmstarts.de erschienen.

Und hier noch einmal unser Interview mit den Synchronsprecher_innen der Hauptfiguren, Pegah Ferydoni und Giovanni Zarrella: Weiterlesen →

Berlinale 2015: Goldenes Königreich (2015)

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Es beginnt und endet mit dem Feuer eines Streichholzes – und dass in Goldenes Königreich “modernere” Formen der Beleuchtung praktisch keine Rolle spielen, unterstreicht noch einmal mehr, wie aus der Zeit gefallen, nicht klar in der Historie positioniert dieser Film wirkt, wie abgeschieden auch sein Handlungsort ist.

berlinale_logo Irgendwo in den Bergen und Wäldern von Myanmar wohnen die vier jungen Novizen, Kinder noch, mit einem älteren Mönch gemeinsam in einem kleinen Kloster. Hier meditieren und beten sie, werden unterrichtet, arbeiten und albern herum; jeden Tag kommt ein Mann aus dem nächstgelegenen Dorf mit ein wenig Essen – es soll, so sagen sie, genug sein, den Körper zu erhalten und sich dem spirituellen Leben zu widmen, nicht mehr, nicht weniger.

Weiterlesen: Meine Kiritik von Goldenes Königreich ist auf kino-zeit.de nachzulesen.

(Foto: Bank & Shoal / Bella Halben / Berlinale)

Berlinale 2015: Regenbogen (2015)

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Die Verehrung, die Bollywood-Stars in Indien zuteil wird, lässt sich womöglich nur unzulänglich damit vergleichen, wie im Westen mit Stars und Promis umgegangen wird. Allerdings gibt es womöglich auch nur wenige Stars, die mit Shah Rukh Khan und Salman Khan vergleichbar sind – und ganz sicher nicht in den Augen von Chotu und Pari, den beiden jungen Helden des indischen Roadmovies Dhanak (Regenbogen).

berlinale_logo Chotu ist seit seinem vierten Lebensjahr blind und kommt damit bislang gut zurecht, vor allem auch dank seiner großen Schwester Pari, die sich immer und mit viel Liebe um ihn kümmert. Auf dem Schulweg erzählen sie sich gegenseitig Geschichten ihrer Bollywood-Ikonen – bei ihm voller Kämpfe und Abenteuer, bei ihr voller Romantik. Schwungvolle Schnauzbärte sind immer dabei. Pari schreibt in der Schule sogar gezielt schlechte Noten, damit sie nicht versetzt wird. Schließlich kann sie Chotu besser in der Schule helfen, wenn sie mit in seiner Klasse ist.

Weiterlesen: Meine vollständige Kritik zu Regenbogen von der Berlinale 2015 – Generation Kplus – ist auf kino-zeit.de zu finden.

(Foto: Kukunoor Movies/Berlinale)

Berlinale 2015: Das himmlische Kamel (2015)

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Die eigentümlichen Zufälle und Zeitpläne eines Festivals führen manchmal zu seltsamen Filmzusammenstellungen – die dann beeinflussen, wie man die Filme wahrnimmt, was man erwartet. Das himmlische Kamel tauchte so in meinem Zeitplan unmittelbar nach Es ist wie es ist auf, einem Dokumentarfilm über das Leben im modernen Thailand – und irgendwann, mittendrin im zweiten Film wurde mir klar, dass ich etwas Ähnliches von dem russischen Spielfilm erwartete, einen fast schon dokumentarischen Zugriff auf das Leben in der mongolischen Steppe.

berlinale_logo Und vielleicht gibt es den auch, was weiß ich schon?

Der zwölfjährige Bayir wohnt mit seinen Eltern und zwei jüngeren Geschwistern – das dritte ist unterwegs – irgendwo dort, sie haben ein paar Schafe, zwei Kamele – Mutter und Sohn -, ein altes Auto, ein Motorrad, eigentlich nicht mehr. Es herrscht Dürre, das Leben ist halt nicht einfach; der Vater muss das jüngere Kamel verkaufen, um seine Schulden zu bezahlen. Bei dessen Geburt wurde geweissagt, es handle sich um ein “himmlisches Kamel”, und Bayir will deshalb nicht, dass es verkauft wird. Als die Wehen einsetzen und die Eltern in die nächste Ortschaft aufbrechen, soll Bayir auf seine Geschwister und die Tiere aufpassen, aber die Kamelmutter bricht aus ihrem Gehege aus, um den verkauften Sohn zu suchen. Bayir fährt mit dem Motorrad hinterher, denn ohne das Tier als Arbeitskraft kann die Familie nicht überleben.

Weiterlesen: Meine Kritik zu Das himmlische Kamel ist auf kino-zeit.de erschienen.

(Foto: Berlinale)

Verlosung: Asterix im Land der Götter

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Am kommenden Donnerstag, den 26. Februar 2015, startet mit Asterix im Land der Götter eine neue Asterix-Verfilmung in den deutschen Kinos – diesmal weder als traditioneller Zeichentrick noch als Realfilm, sondern komplett in CGI umgesetzt. Die Handlung orientiert sich lose am Asterix-Band XVII: Die Trabantenstadt:

Wir schreiben das Jahr 50 vor Christus: Ganz Gallien ist von den Römern besetzt. Ganz Gallien? Nein! Ein von unbeugsamen Galliern bevölkertes Dorf wird nicht müde, Widerstand zu leisten. Julius Cäsar hat einen Plan: Römische Lebensart soll den Willen der unnachgiebigen Gallier brechen. Der Kaiser lässt neben dem Dorf eine Luxuswohnanlage für reiche, vergnügungsfreudige Römer bauen: “Das Land der Götter”. Können unsere gallischen Freunde dem römischen Wohlstand und der Verlockung widerstehen? Wird das wehrhafte Dorf etwa fortan nur noch Erholungsort für Römer?

Mit der freundlichen Unterstützung von Universum Film kann ich hier zum Kinostart des Films drei Fanpakete verlosen, die jeweils einmal das Bilderbuch zum Film aus dem Verlag Egmont Balloon und das Hörbuch zum Film. Als Sonderbonus gibt es für zwei der Pakete noch jeweils zwei Freikarten für den Film obendrauf.

Um an der Verlosung teilzunehmen, müßt Ihr nur hier im Formular Eure Daten eingeben und eine Frage beantworten, für deren Beantwortung dieser Clip die entscheidenden Hinweise enthält:
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