Kurzfilm zum Wochenende: Michi (2015)

michi

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Michi ist der Studienabschlussfilm von Kaho Yoshida, einer japanischen Animatorin, die in Kanada lebt und arbeitet. Mit unterschiedlichen Materialien wird hier eine seltsame Welt zusammengezaubert, in der die kleine Titelheldin sich auf einen Weg macht: ein Wald, seltsame Wesen, die erst einmal nichts mit ihr zu tun haben wollen… Vielleicht lässt das Ende ratlos, aber voller Fragen zurück. Perfekt für die Tage nach dem Freitag.

Schönes Wochenende!

Podcast: Die Eiskönigin, Disney-Filme, Geschlechterrollen und Queer Readings

FROZEN

FROZEN

Ich habe schon wieder gepodcastet. Es ist sogar schon wieder eine ganze Woche her: Mit Bianca aka Spinatmädchen habe ich mich ausführlich über Die Eiskönigin, über Geschlechter- und andere Stereotype in Disney-Filmen sowie Queer Readings zu Elsa unterhalten. Das hat ziemlich viel Spaß gemacht, und wie immer würde ich mich sehr über Kommentare, Kritik und Anregungen freuen. Das motiviert mich nur umso mehr, weiter in Mikrofone zu sprechen.

Hier geht es zum Kinderfilmpodcast #002.

(Foto: Disney)

Verlosung: Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt

„Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt“

„Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt“

Ein Klassiker – wenn auch einer, der nicht mehr viel gelesen wird. Mit seinem Buch Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt hatte Boy Lornsen in den späten 1960er Jahren – die Mondlandung war noch nicht passiert, die Ölkrise fehlte auch noch – einen Treffer gelandet, aus dem dann 1972 eine elfteilige Fernsehserie wurde, die die heutigen Eltern wahrscheinlich alle gesehen haben. Aus heutiger Sicht ist sie vor allem bedächtig erzählt.

Am 1. Dezember kommt nun eine deutlich modernisierte Fassung ins Kino, die Lornsens Buch etwas freier interpretiert und im Filmformat konzentriert. Inszeniert wurde der Film von Wolfgang Groos, der zuletzt bei Rico, Oskar und das Herzgebreche und den ersten zwei Vampirschwestern-Filmen Regie geführt hatte.

Niemand kann sich so ungewöhnliche Erfindungen ausdenken, wie der 11-jährige Tobbi Findeisen… Eines Tages landet vor seinen Füßen der kleine Roboter Robbi, der beim Absturz seines Raumschiffes von seinen Roboter-Eltern getrennt wurde und sich nun auf die Suche nach ihnen machen muss. Zusammen ertüfteln Robbi und Tobbi ein Gefährt das zugleich fliegen, schwimmen und fahren kann: Ein Fliewatüüt eben! Doch inzwischen sind auch der skrupellose Sir Joshua und dessen Superagenten Brad Blutbad und Sharon Schalldämpfer dem Roboter auf den Fersen, um ihn für ihre Zwecke zu nutzen. Doch auch die klügsten Superagenten sollten nicht unterschätzen, wozu die besten Freunde der Welt fähig sind!

Mit freundlicher Unterstützung von Studiocanal kann ich hier im Blog drei kleine Geschenkpakete verlosen:

  1. Ein Flucht-Roboter-Bausatz von matches 21

    roboter_1 Der Flucht-Roboter Bausatz von matches21 enthält ein wahres Hightech Paket für smarte Bastler ab 12 Jahren! Enthalten sind alle erforderlichen Einzelteile zum Bau eines intelligenten Roboters, der sich selbstständig Fortbewegen kann und mittels Infrarotsensoren Hindernissen gezielt aus dem Weg geht. Das flexible, mit Rädern und mechanischen Beinen ausrüstbare Fahrwerk garantiert lange Spielfreude und große Entdeckungstouren. Mit einem riesigen, exklusiven Sortiment an Bastelsets und Bausätzen für Kinder von 3 bis 14 Jahren bietet matches21 kreativen Kids eine ideale Freizeitbeschäftigung und Spielspass pur! Über 800 verschiedenste Modelle vermitteln wertvolles Wissen, fördern die Kreativität und überzeugen durch einfache, bebilderte Anleitungen für den großen Bastelspaß.

  2. Zwei Kinogutscheine für Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt
  3. Ein Kinoplakat für Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt

robbitobbi_main_a4_rgb kinogutschein_robbitobbi roboter_2Um an der Verlosung teilzunehmen, müßt Ihr nur hier im Formular Eure Daten eingeben und eine einfache Frage beantworten. Die Verlosung läuft bis einschließlich 5. Dezember 2016. Der Rechtsweg ist natürlich ausgeschlossen. Nur eine Teilnahme pro Haushalt!
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Vaiana (2016)

MOANA is an adventurous, tenacious and compassionate 16-year-old who sails out on a daring mission to save her people. Along the way, she discovers the one thing she's always sought: her own identity. Directed by the renowned filmmaking team of Ron Clements and John Musker (“The Little Mermaid,” “Aladdin,” “The Princess & the Frog”) and featuring newcomer Auli'I Cravalho as the voice of Moana, Walt Disney Animation Studios' “Moana” sails into U.S. theaters on Nov. 23, 2016. ©2016 Disney. All Rights Reserved.

Moana / Vaiana

Es beginnt mit einem dieser poetischen Momente, für die Disneys bessere Animationsfilme bekannt, gar berühmt sind: Vaiana, die kleine Tochter des Inselchiefs, kann gerade einigermaßen unbeholfen laufen, da lockt sie das Meer mit schönen Muscheln hinaus zwischen die Wellen. Es lockt wirklich: Das Wasser zieht sich zurück, damit sie auf trockenem Boden laufen kann, und schließlich steht sie da, auf drei Seiten von Wasserwänden umgeben, dahinter gleitet majestätisch eine riesige Meeresschildkröte vorbei – und ihr kleines Jungtier, das Vaiana gerade eben noch auf dem Weg über den Strand vor hungrigen Vögeln beschützt hat.

Damit sind die Themen des Films, der Titelsong ist kaum verklungen, schon gesetzt: Vaianas Furchtlosigkeit, das Wasser, die Natur. (Ein Schelm, wer auch ein bisschen an Moses dabei denkt.) Der Rest ist dann richtig gutes Erzählkino, diesmal mit einem Abenteuer von den Meeresweiten Polynesiens.

Vaiana (ab 22. Dezember 2016 im Kino) hat mir gut gefallen. Aber. Welche Gedanken der Film in mir ausgelöst hat, habe ich für kino-zeit.de aufgeschrieben.

(Foto: Disney)

Kurzfilm zum Wochenende: Die geheime Welt der Nachvertonung (2016)

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Medienversierte Kinder kennen sich ja mit Tricktechnik und digitalen Bildern meist schon gut aus (und oft besser als ihre Eltern). Aber bei Realfilmen ist ihnen vielleicht oft nicht klar, wie viele der Geräusche nicht Originaltöne sind, sondern im Studio nachträglich eingefügte Geräusche.

The Secret World of Foley nimmt uns für ein paar schöne Minuten mit in ein Nachvertonungsstudio, wo zwei Künstler_innen, sehr versunken, einfach Geräusche machen. Das ist glattgeschliffen, damit man es sich leicht ansehen kann; man ahnt nur die Kleinarbeit, die dahinter stecken mag, die unzähligen Versuche, in denen etwas nicht klappt – oder, wichtiger, nicht perfekt klingt.

Vertont wird hier ein kleiner Film, den Regisseur Daniel Jewel extra zu diesem Zweck in Clovelly, einem kleinen Fischerdorf in Devon, gedreht hat – speziell darauf fokussiert, dass die zwei “Foley Artists” so richtig zeigen können, was sie drauf haben. Das funktioniert. Einziges Risiko: Nach diesem Film kann man keinem Ton im Film mehr richtig trauen, immer nagt im Hinterkopf die Frage: Wie haben sie das wohl gemacht?

Gefunden haben das schöne Video Hanno Zulla und seine Familie – vielen lieben Dank! (Andere Vorschläge und Hinweise sind sehr willkommen!)

Schönes Wochenende!

Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind (2016)

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Ich darf sagen, dass mich die Vorfreude auf einen neuen Film aus dem „Potterverse“ nicht wirklich vom Hocker gerissen hat – vielleicht vor allem deshalb, weil ich eher ein Fan der Harry-Potter-Bücher bin als der Filme (die ich stellenweise mag, aber… lassen wir das, das führt hier zu weit).

Sie kann’s also nicht lassen. Die Autorin der wunderbaren Bücher erprobt sich aber nun an einem neuen Genre und versucht es gleich mit Drehbüchern (und, im Falle von Harry Potter und das verwunschene Kind, Theaterstücken); Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind erzählt nun Geschichten aus Vor-Potter-Zeiten, es treten Figuren wie Newt Scamander und Gellert Grindelwald, die auch in den Potter-Büchern schon in Erzählungen immer wieder auftauchten – und umgekehrt bedient der Film sein Fan-Publikum mit Verweisen auf Albus Dumbledore und allerlei Rückbezüge auf die mythologischen Kleinigkeiten, an denen das Potterverse so reich ist… Grundkenntnisse dieses magischen Universums setzt Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind auf jeden Fall voraus.

New York, in den Roaring Twenties. Newt Scamander (Eddie Redmayne) stolpert mit seinem ziemlich abgewetzten Koffer von einem Ozeandampfer (warum er nicht einfach nach Amerika teleportiert hat, weiß der Geier) und ziemlich schnell in Schwierigkeiten mit den lokalen magischen Ordnungsbehörden hinein. In der Stadt ist eine gefährliche Zauberkreatur unterwegs, die die ganze magische Gemeinschaft gefährdet – und da Scamander in seinem Koffer einige seltsame Viecher ins Land geschmuggelt hat, ist er gleich sehr verdächtig. Die frisch suspendierte Aurorin Porpentina „Tina“ Goldstein (Katherine Waterston) heftet sich an seine Fersen, während Scamander einem Muggle (oder, wie man in den USA sagt: „No-Maj“; Dan Fogler) zu helfen versucht, den eines seiner Kreaturen gebissen hatte…

Brächte J.K. Rowling einfach „more of the same“ (und manche Kritiken ließen diesen Eindruck entstehen), so hätte man in dieser Konstellation einfach einen neuen Harry (Scamander), einen neuen Ron (Muggle Jacob Kowalski) und eine neue Hermione (Goldstein). Aber so einfach ist es glücklicherweise nicht. Das Trio wird schnell zum Quartett, die Rollen und Dynamiken sind doch deutlich anders, und das gilt für den gesamten Ton des Films.

Es gibt hier von Anfang an schon dunklere Untertöne, über allem liegt ein Hauch von Steampunk – und zugleich ist der Humor etwas erwachsener, die Themen von Anfang an dem Alter der Protagonisten angemessen. Kein Kinderkram also – aber eben auch noch kein Meisterwerk des komplexen Fantasykinos.

Zum Teil liegt das daran, dass der Film sich stellenweise in seinen Spezialeffekten verliert, statt seinem angeblichen Thema nachzuforschen: Was mit der Seele eines Menschen passiert, wenn er sich immerzu verbergen, unterwerfen muss. Und zum Teil daran, dass er es sich ein wenig zu bequem macht in den (immer noch wunderbaren) Welten, die J.K. Rowling mit ihren Büchern schon geschafft hätte. Unterhaltsam ist das allemal schon, aber es fehlt noch ein wenig an Tiefe und Komplexität.

Aber vielleicht kommt das auch noch: Rowling hat insgesamt fünf Filme geplant, die den Zeitraum bis 1945 umfassen sollen; das Drehbuch für die erste Fortsetzung ist wohl schon fertig. Auf weitere phantastische Tierwesen darf man also gespannt sein.

Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind (Fantastic Beasts and Where to Find Them), Großbritannien/USA 2016. Regie: David Yates. 132 Minuten, FSK 6 (empfohlen ab 10 Jahren).

(Fotos: Warner Bros.)

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